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Spieleentwicklung mit KI

Project Genie

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Project Genie
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Mit einem knapp zwei Minuten langen Video hat Google internationale Gamesbranche und vor allem die Aktienmärkte deutlich erschüttert. Der Clip stellt das sogenannte Google Project Genie vor. Dabei handelt es sich um ein experimentelles KI-Tool der Google Labs. Vor allem die Branchengrößen hat es teilweise hart getroffen. Ironischerweise blieb Electronic Arts verschont, da eine Übernahme zum Festpreis ansteht. Roblox hat allerdings insbesondere rund 10 % Wert verloren, gleiches gilt für die Witcher-Macher von CD Projekt. Sogar Nintendo hat 5 % eingebüßt. Besonders hart getroffen hat es allerdings Unity. Hier sind 30 % weg. Insgesamt verlor der Markt an einem Tag mehrere Milliarden Dollar an Börsenwert.

Der Grund, warum es Unity so hart getroffen hat, ist leicht zu erkennen. Bei Project Genie könnte es sich um einen KI-Konkurrenten zur Entwickler-Umgebung handeln. Zumindest scheinen das einige Investoren so zu sehen. Auch wenn sich einige Werte mittlerweile erholt haben, gibt es dennoch starke Verluste. 

Project Genie soll es ermöglichen, Spielwelten via Prompting zu erzeugen. Je genauer Mechanik, Grafikstil, Umgebung oder Perspektive beschrieben werden, desto überzeugender fällt das Ergebnis aus. So zumindest die Idee von Google. Noch handelt es sich allerdings nicht um vollständige Spiele, sondern eher um interaktive Umgebungen. Grund für die Aufregung ist also eher eine mögliche Zukunftsperspektive der Anwendung. 

Man fürchtet, die Content-Produktion könnte wesentlich schneller und günstiger werden, und besonders für Open-World-Games oder MMOs könnten neue Inhalte künftig in einem Bruchteil der bisherigen Zeit entstehen. Außerdem könnten fortan auch Laien und sehr kleine Teams größeren Studios Konkurrenz machen, wenn eine KI ihre Arbeit übernimmt. Dadurch wären auch Plattformen wie eben Roblox und Fortnite gefährdet, auf denen Nutzer mithilfe der gelieferten Tools bisher eigene kleine Spiele erstellen. In Zukunft wären sie auch ohne Vorkenntnisse auf sie angewiesen. Zuletzt fürchten viele Investoren natürlich, dass der Markt durch eine Vielzahl neuer, KI-generierte Spiele geflutet wird.

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