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Studioschließungen und gecancelte Spiele

Ubisoft hat große Probleme

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Ubisoft hat große Probleme
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Erst im Juli 2025 hat Ubisoft bekannt gegeben, dass man eine gemeinsame Tochtergesellschaft mit Tencent gegründet hat. Dadurch wollte sich der Konzern aus einer schwierigen Lage retten, die bereits etliche Entlassungen und Studioschließungen zur Folge hatte. Gestern hat Ubisoft eine neue Pressemitteilung veröffentlicht. Diese zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen scheinbar nicht den erhofften Erfolg gebracht haben. 

Ubisoft plant nun gravierende Umstrukturierungen. Insgesamt sechs Spiele wurden komplett eingestampft. Eines davon ist das Remake von Prince of Persia: The Sands of Time. Dabei wurde die fortdauernde Entwicklung des Titels im Juni 2025 noch bestätigt, nachdem er schon 2020 angekündigt wurde. Nun wurde das Remake zusammen mit fünf noch nicht angekündigten Spielen gecancelt. Sieben weitere Spiele wurden verschoben. Ob es hier nicht noch weitere Streichungen gibt, ist nicht bekannt. Weiterhin werden mehrere Studios komplett geschlossen. Welche genau betroffen sind, ist aktuell noch unklar.

Die Studios, die danach noch verbleiben, werden neu strukturiert. Insgesamt fünf Bereiche sollen geschaffen werden. Unter dem Label Vantage Studios laufen die großen Marken Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six. Dieser Zweig wurde gemeinsam mit Tencent erstellt. Die vier verbleibenden Bereiche werden in sogenannte Creative Houses aufgeteilt. Hier teilt man sich in Shooter, Live-Games, Fantasy und Casual Games. 

Die Umstrukturierung soll auch die Entwicklung selbst umfassen. In Zukunft will man daher verstärkt auf drei Bereiche setzen. Man will sich auf große Open-World-Abenteuer und Games-as-a-Service-Titel konzentrieren. Erstere können mit der sogenannten Ubisoft-Formel mit Aktivitäten vollgestopft werden, um möglichst lange Spielzeiten zu generieren. Zuletzt will Ubisoft noch verstärkt in generative KI investieren. Homeoffice-Regelungen werden auch widerrufen und alle Angestellten, deren Job erhalten bleibt, kehren zur Fünf-Tage-Woche vor Ort zurück. Die Ubisoft-Aktie quittierte diese Mitteilungen mit einer anhaltenden Talfahrt.

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