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Online-Nachrichten gewinnen an Bedeutung, Konsum hängt aber vom Alter ab

Veröffentlicht am: von

hardwareluxx

Mittlerweile ist das Internet für Menschen unter 45 Jahren laut Digital News Report 2017 die wichtigste Nachrichtenquelle überhaupt. Das bedeutet Printmedien, Radio und auch das Fernsehen werden deutlich in der Bedeutung geschlagen. Befragt wurden im Rahmen der Studie 70.000 Nachrichtenkonsumenten aus 36 Ländern. Dabei zeigten sich auch zwischen den Altersgruppen sehr deutliche Unterschiede in der Nutzung.

So zeigt sich: Je geringer das Alter der Befragten ausfiel, war, desto bedeutsamer war das Internet als Nachrichtenquelle. Der entgegengesetzte Trend ließ sich beim Fernsehen feststellen. Hier stellte sich jedoch heraus, dass selbst das Fernsehen nur noch bei Menschen ab einem Alter von 55 Jahren die wichtigste Nachrichtenquelle geblieben ist. Von jenen sagten 51 % der Befragten aus, dass TV-Nachrichten für sie die größte Bedeutung besäßen.

Zum Vergleich: Nur 24 % der 18- bis 24-Jährigen nannten das Fernsehen als ihre wichtigste Nachrichtenquelle. Von ihnen gaben dafür im Gegenteil 64 % an Online-Angebote (inkl. Social Media) als wichtigste Quelle für News zu nutzen. Hier sind es dann bei den über 55-Jährigen nur 28 %. Die Befragung zeigt zudem, dass Printmedien und das Radio eher Zusätze sind, als primäre Nachrichtenquellen aber nur von wenigen Menschen beansprucht werden – siehe Abbildung.

Vermutlich dürfte sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren fortsetzen, speziell da die junge Generation von heute dann in den Altersgruppen nach oben rutscht und die Nutzungsgewohnheiten sich somit auch in den höheren Altersklassen manifestieren dürften.

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Kommentare (18)

#9
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Registriert seit: 30.03.2010
Hamburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 4780
Dann konsumiere weiterhin deine tollen Staatsmedien, du musst dich dafür nicht rechtfertigen. Dass Leute wie du sauer sind, dass die jungen Leute diese kaum nutzen, ist dein Brot. Mich freut es.

Bei mir kommt da doch lieber die Sonntagszeitung auf den Tisch.;)
#10
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Registriert seit: 20.01.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1062
Der Algo auf Facebook kann durchaus als Filterblasen-Multiplikator bezeichnet werden. Was da teilweise als "News" durchgeht und wie viele dubiosen Seiten dort durch den Äther geschleudert werden ist nicht mehr feierlich - und die Leute glauben den Rotz auch noch.

Ich will damit nicht die "etablierten Medien" verteidigen - die haben zu Recht Schelte bezogen. Internet-News sind aber kein adäquater Ersatz.

Gehen die Youtuber zu den Quellen und posten Neuigkeiten, welche die großen Medien nicht haben? Nope. Was sie aber tun, ist den großen Mediengiganten ihre ausgedachten Stories in der Luft zu zerreißen.

Und dann gibts unter den "Internet News" natürlich auch noch ein um den Faktor eine Million größere Anzahl an aus der Nase gezogenen News.

Medienkompetenz fällt leider nicht einfach so vom Himmel.
#11
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Registriert seit: 30.03.2010
Hamburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 4780
@Shevchen
Ähm, ich glaube du verstehst Facebook nicht. Da sind die etablierten Medien sehr stark vertreten. Ich weiß ja nicht welche Leute du kennst. Du vertraust wohl nur den etablierten.
Aus meiner Sicht hat Facebook als Sammelplattform News über die Region bei jungen Leuten voll abgelöst. Seien es Regionalnachrichten, Vereinsneuigkeiten oder die örtliche Feuerwehr. Ja, da sitzen oft keine professionellen Redakteure hinter. Trotzdem ist es gut und wichtig, nicht nur nationale Politik zu lesen im Internet.
#12
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Registriert seit: 17.06.2005

Leutnant zur See
Beiträge: 1149
Social Media ist einfach nicht tauglich als Nachrichtenquelle, schlicht aus dem Gruind, daß man dort keine ausführlichen Berichte an die Leute bringen kann. 140 Zeichen sind einfach nicht ausreichen um die Zusammenhänge zu beschreiben.
ARD und ZDF? Kommt darauf an, was man sich dort anschaut. Die meisten Menschen schauen aber eben nicht die wichtigen Programme, da diese aus mir unerfindlichen Gründen erst nach 21:00 gesendet werden. Phoenix, N24, nTV, 3Sat sind auch immer noch gute Quellen, besonders die Dokumentationen zu Themen wie Geschichte, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbraucherschutz. Gerade die jungen Leute haben an sowas aber immer weniger Interesse und daher haben sie keinerlei Verständnis für das Große Ganze, da sie eben die Zusammenhänge nicht verstehen können aufgrund der fehlenden Fakten, gerade die historischen.

Ja, die Online-Angebote gewinnen immer mehr an Bedeutung, aber leider werden sie auch immer schlechter, weil sich keiner mehr die Zeit nimmt die Zusammenhänge zu erklären. Und die Konsumenten heutzutage haben gar nicht mehr die Geduld sich tiefergreifend mit den Themen auseinanderzusetzen. Im Prinzip sind die meisten Online-Angebote nur Täler in denen sich die Echos wiederfinden, die von den Bergspitzen gerufen werden.

Zeig mir heute mal einen 20 jährigen, der sich in Geschichte, Religion, Wirtschaft und Politik noch soweit auskennt, daß er mir erklären kann, warum der Nahe Osten so aussieht wie er aussieht. In den Schulen weren gerade diese Fächer immer schlechter unterrichtet und Fachübergreifend schon gleich gar nicht, stattdessen wird von den Schülern einfach nur nachgeplappert, was irgendwo in 140 Zeichen aufgeschnappt wurde. Selbstständig gedacht wird sowieso nicht mehr, weil man nicht mehr zum kritischen denken erzogen wird.

Ich habe die Hoffnung aufgegeben, denn auch hier in Europa entwickelt es sich immer mehr in die Richtung der USA, und mit der Wahl von Trump wird sehr deutlich, wo das hinführt.
#13
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Registriert seit: 01.01.2015
€uropäische Union - Bairischer Sprachraum
Fregattenkapitän
Beiträge: 2673
Asoziale Medien bzw Online? Ehrlich, bei den vielen Geistigen Evolutionsbremsern, Aufmerksamkeitsjunkies und manipulativen Personen empfinde ich das Ergebnis als traurig, Punkto Vertrauenswürdigkeit und Ausgewogenheit ist das ein Armutszeugnis, kein wunder das Trumps Beeinflussungsmaschine derartig erfolgreich war wenn man nur in seiner eigenen Blase lebt und vertraut.
Und Nein, ich gehöre nicht zur 55+ Gruppe, ich gehöre der 25-34 Gruppe an, ich sehe TV als die vertrauenswürdigste Quelle an, und hier vor allem die Staatlichen Öffentlich Rechtlichen Sender, denn sie werden von Nationalen und Internationalen Organisationen überwacht.
Wir leben in keinen Restriktiven Staat der seine Bürger systematisch belügt/manipuliert, so wie zum Beispiel in Russland, Türkei, Nordkorea, China oder SaudiArabien, gerade die Vielfalt und die Offenheit schützt uns davor so zu enden wie in diesen Staaten, ja hier fungieren auch die Onlinequellen als eine Art Kontrolle, aber sie hat nicht weniger Potenzial missbraucht zu werden als andere Quellen.
#14
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Registriert seit: 03.10.2009

Kapitän zur See
Beiträge: 3773
Auf Facebook sind viele Fakenews und Propaganda Geschichten.
Also da muss man schon mitdenken.

Ich persönlich lese auf Welt.de und auf Spiegel.de.

Welt.de hat meiner Meinung nach noch etwas an niveau behalten.

Spiegel.de geht mittlerweile schon langsam auf GMX/WEB.de niveau....
Vorallem hasse ich es , wenn Redakteure versuchen ihre Meinung anderen aufzudrücken ,
obwohl es keine Kolumne sein soll.

Facebook hat eigentlich kein niveau.

Hardwaremäßig lese ich überwiegend hier auf Luxx, aber Quallitativ hatte ich je nach dem das Gefühl das andere besser berichten und auch
bessere Reviews schreiben .

Fande die HWLuxx als Print damals noch richtig gut und das auch Quallitativ .

Ansonsten die menge an Informationen und die Art an Informationen macht manchmal echt depressiv und aggressiv.
Ich nehme mir ab und an gern mal ne Pause davon, weil das echt krank macht auf dauer.

Wenn in Deutschland nichts schlimmes passiert wird ausgeweitet nach Europa und wenn das nicht reicht geht es über USA bis Afrika etc....
Hauptsache schlimmer Bilder und Videos zeigen...
#15
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Registriert seit: 22.09.2007

Admiral
Beiträge: 17545
Das mit dem Ausweiten stimmt schon,

Tagesschau mal als Beispiel:
Es passiert jeden Tag auf der Welt genau so viel, dass es in 15 Minuten passt ;)

#16
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Registriert seit: 03.04.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1599
Für mich gibt es keine 100% vertrauenswürdigen Quellen. Consortium News und The Intercept sind ziemlich nah, aber auch da muss man selbst mitdenken und man merkt, dass auch da manche Autoren Blödsinn schreiben oder zu viel reininterpretieren oder ihrer Agenda zu freien Lauf lassen. Aber man merkt wenigstens dass sie versuchen objektiv zu bleiben.

Systemmedien (Private und Öffentliche) kann ich fast gar nicht mehr ernst nehmen. Zu oft lügen sie direkt (täglich), lassen wichtige Informationen und Kontext aus und dadurch bemerkt man ihre widerliche Agenda sehr einfach. Ich lese sie zwar noch ab und zu online, einfach um zu sehen was unser Establishment mal wieder rausposaunt, aber es macht mich meist eh nur wütend, weil es so berechenbar ist. Besonders Der Spiegel ist komplett degeneriert.

Soziale Medien benutze ich auch, aber da muss man sehr vorsichtig sein. Oft wird einfach Unsinn erzählt, gerade auf Twitter. Aber man lernt schnell wie man die Wahrheit erkennt, und nach spätestens ein paar Tagen weiß man auch was stimmt und was nicht. Vor allem liest man dort aber Dinge die man kaum woanders liest. Sehr interessante Details, die nach und nach ein fertiges Puzzle ergeben, und man damit auch erkennt was wahr ist und was nicht. Man kann sehr einfach Agendas jeweiliger Seiten erkennen, nach einer Weile, und weiß dann auch wer mehr oder weniger lügt.
Agenda zu kennen ist wirklich das wichtigste, denn dann kann man, je nach Thema, sehr einfach erkennen wer lügt und wer nicht.
#17
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Registriert seit: 02.06.2015

Hauptgefreiter
Beiträge: 195
Als 25 < x jähriger war Radio für mich schon immer altbacken. Für TV gilt das für mich ebenfalls seit Jahren und ich informiere mich mittlerweile zu 100% online. Ich beziehe meine Infos jedoch von Privatpersonen respektive folge (unabhängigen) Experten direkt auf Twitter und erhalte News und Meinungen Stunden/Tage, bevor Massenmedien davon berichten.

An die skeptische Fraktion: Ich folge Quellen, die meine Ansicht zu den Dingen teilen, aber auch komplett anderer Meinung sind. ZB. folge ich, auch wenn es mir manchmal schwer fällt, Pro-Assad Stimmen. Ich denke, nichts ist schlimmer, als in einer Meinungsblase zu leben. Selbstreflexion ist das A und O bei der Betrachtung und Bewertung der Welt.
#18
Registriert seit: 20.01.2007

Leutnant zur See
Beiträge: 1097
Sehr interessante Schilderung. woher aber weißt Du, dass es sich um Experten handelt, wer hat das eingeschätzt? Woher weißt Du, dass diese unabhängig sind?

Dein Ansatz, auch die Gegenmeinungen wahrzunehmen, ist eine Möglichkeit, seine Meinung auf ein breiteres Fundament zu stellen. Die von Dir beschriebene Selbstreflexion hat aber immer notwendigerweise eine Wissens- bzw. Erfahrungsgrundlage an der man reflektieren kann, so es sich denn nicht auf die eigenen Erlebnisse bezieht. Also man kann entweder Sachverhalte durch Logik oder eigene Erfahrungen falsifizieren oder verfizieren. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass den meisten jungen Konsumenten eben genau das ein oder das andere oder aber schlimmstenfalls beides fehlt.
Sag einem jungen Menschen über Jahre, dass ein Wasserfall von unten nach oben fließt und er wird es glauben, wenn er nicht durch Wissenserwerb in Physik lernt, dass es physkalisch nicht möglich ist. Erwirbt er diese Fähigkeit und Kenntnisse nicht und man stellt ihn dann in der Realität irgendwann vor einen Wasserfall, wird er nicht glauben, was er sieht.
Und genau diese Gefahr besteht bei allen Sachverhalten, wenn die Menschen den Kontakt zur Realität immer weiter verlieren. Lasst mal die ersten gefakten Nachrichten in Ton und Bild zu hundert Prozent aus dem Rechner kommen. Software, die Manipulation an Bildern (Personen) in Echtzeit zulâsst gibt es schon. Wer dann nicht mehr in der Lage ist aufgrund eigener Überlegung/Erfahrung zu erkennen, dass manipuliert ist, wird zum Spielball der Manipulateure.
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