> > > > Verbraucherschutz fordert Ende unlauterer Werbeversprechen der Provider

Verbraucherschutz fordert Ende unlauterer Werbeversprechen der Provider

Veröffentlicht am: von

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) stemmt sich aktuell gegen die laut eigenen Aussagen irreführenden Werbeversprechen zahlreicher Internetanbieter. So würden den Kunden oft zu den Anschlüssen unrealistische Verbindungsgeschwindigkeiten genannt, welche in der Realität nie erreicht würden. Der Leiter der vzbv, Klaus Müller, fordert nun vom Gesetzgeber entsprechend durchzugreifen. Zu oft werben die Provider mit theoretischen Spitzengeschwindigkeiten, die mit dem Alltag aber nichts zu tun hätten. Diese Praxis lasse sich nur durch Sanktionen unterbinden. So hatte die Bundesnetzagentur im März 160.000 Anschlüsse geprüft. Nur zwölf Prozent erreichten aber wirklich die durch die Bereitsteller beworbene Maximalgeschwindigkeit. Dies ist auf das Festnetz bezogen. Bei Mobilfunkanschlüssen sah es noch düsterer aus, denn nur fünf Prozent konnten wirklich die angegebene Höchstgeschwindigkeit verbuchen.

Der vzbv kritisiert die „verkleisterten Formulierungen“ der Provider, die bewusst mit „bis zu“ bei den angegebenen Megabit pro Sekunde formulieren, um sich ein Hintertürchen offenzuhalten. Es sei aber auch denkbar, die Gebühren für die Kunden zu senken: „In dem Moment, wo ich nur noch halb so schnell surfe, wie mir ursprünglich versprochen wurde, würde ich auch nur noch die Hälfte der Kosten zu zahlen haben“, schlägt Müller vor. Auf einen derartigen Deal dürften sich die Internet- und Mobilfunkanbieter aber sicherlich kaum einlassen.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 5

Tags

Kommentare (26)

#17
Registriert seit: 05.04.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2985
Zitat fdsonne;25496103
Um anzugeben, was gemeint ist, müsste es doch überhaupt erstmal definiert sein!? WAS ist Internet? Wie stellst du dir das denn vor?
Wieso tust du jetzt so, als gäbe es ein großes Definitionsproblem, wenn seit Jahren erfolgreich Internetanschlüsse verkauft werden? Kommst du da auch immer naseweis daher beim Bestellen und sagst "was stellen Sie sich denn unter Internet vor?". Das ist einfach weltfremd.

Zitat fdsonne;25496103
Man könnte jetzt meinen, da steht nicht ohne Grund, "bis zu", eben WEIL der ISP das überhaupt nicht in jeden Winkel der Erde garantieren kann.
Das "Bis zu" wird bei der Telekom in den Vertragsbedingungen begründet: Wegen physikalischer Gegebenheiten auf der TAL. Wenn du dich bei der Telekom beschwerst wegen Peering (Ich wollte vorzeitig aus dem Vertrag, weil das Peering zum Belwue, nix Timbuktu, lange eine Katastrophe war, im Sinne von kByte/s....), stößt du auf taube Ohren. Die verweisen ganz einfach auf den DSL Sync. Also meinen die das mit "Internet"
Auch das ist irreführend imho. Internet ist ja nicht bis zum DSLAM. Hier geht auch nicht um Timbuktu oder sonstwas, sondern um sowas wie speedtest.net oder von mir aus der Test von der BNetzA. Dann ist das der Benchmark und zumindest mal ein paar Hops weiter als der DSLAM. Ein Anfang.

Klar, der Gesetzgeber könnte sich alles mögliche überlegen, wohin die Geschwindigkeiten unter welchen Bedingungen eigentlich erreicht werden müssen. Ebenso wäre eine Veröffentlichung der Peeringkapazitäten und Auslastungen der ISP sinnvoll. Das würde vieles transparenter machen und könnte in einer "internetgeschwindigkeit nach DIN XY" festgehalten werden. Das wäre allemal besser als die wolkigen Beschreibungen, die es heute gibt, bei denen keiner weiß, was eigentlich gemeint ist.

Es ist erstmal als IST Zustand festzuhalten: Das, von dem du schreibst, was so furchtbar schwierig wäre, zu definieren, wird verkauft, OHNE irgendwelche Bedingungen anzugeben oder irgendwas zu spezifizieren. Und das ist irreführend. Ist das so schwer zu verstehen??

Zitat fdsonne;25496103

Ich hab damit kein Problem... Wenn die meinen, dass es exakt EINEN Messpunkt gibt, der als Referenz herhalten soll, dann soll es halt so sein.
Was ich dir aber jetzt schon sagen kann, dass sich dann exakt NULL ändern wird... Und vor allem, das dieser eine Messpunkt eben dann immernoch nicht Internet ist geschweige denn das komplette Internet abdeckt, zu Stoßzeiten der Spaß immernoch "zusammenbricht" und auch Kommunikationen außerhalb dem DE-CIX als Knotenpunkt davon völlig unberührt in der Betrachtung bleiben...
Kurzum, es ist eigentlich Unsinnig es daran festzumachen... ;)
Das sehe ich anders. Die ISP sind ja Geizkragen bei der letzten Meile UND allem weiterem. Wenn jetzt ein Messpunkt am DE-CIX oder sonstwo definiert wird, wird sich an der letzten Meile (Überbuchung, etc.) zumindest was ändern können.
#18
customavatars/avatar112468_1.gif
Registriert seit: 23.04.2009
Erlangen
Admiral
Beiträge: 9687
Ich habe zur Zeit noch DSL 18.000 bei MNet, jetzt ist es allerdings so, dass ich vom DSLAM 1200m entfernt bin und daher nur mit 14,5Mbit verbunden bin.
Für die Entfernung immer noch ein top Wert und die Latenzen sind bei MNet auch immer super (ping auf heise.de = 5ms).

Ich habe mich wegen einem Wechseln auf VDSL auch über die Verbindungsqualität von VDSL bei mir in der Nachbarschaft informiert und zusätzlich auch im Internet belesen.
Da findet man Fälle, dass Leute sich VDSL 100 buchen und nur mit 60Mbit verbunden sind. Wenn man dann aber weiter liest, stellt sich heraus, dass das gar nicht die Schuld der Telekom ist. Ein schlechtes/altes VDSL Modem, wie z.B. in der Fritzbox 7390, sorgt in vielen Fällen bei VDSL 100 für niedrige Werte. Eine 7490 mit neuerem Modem verbindet am gleichen Anschluss mit über 90 Mbit. Man kann also nicht immer den ISP "anklagen" und weniger bezahlen wollen, wenn der Fehler gar nicht bei ihm liegt.

Wenn jetzt die Hausinstallation schlecht ist und in einem Mehrfamilienhaus gepfuscht wurde, die Telekom selber aber nur bis zum Verteiler im Keller verantwortlich ist, ist genausowenig der ISP schuld, der kann da gar nichts machen.

Die Aktuellen DSL Angebote haben schon eine Mindestgeschwindigkeit drin, wird diese erfüllt, so ist es meiner Meinung nach alles in Ordnung.
Beispiel VDSL 100: Mindestens 54 Mbit Verbindung.

Zu Internet über Kabelanschluss kann ich allerdings nichts sagen.

Nachtrag:
Wieso wird hier die ganze Zeit mit irgendwelchen Verbindungen nach Honkong oder anderswo diskutiert?
Die Geschwindigkeit zum ISP zählt hier. In der Fritzbox ist diese ganz leicht abzulesen. Was anderes verkauft der ISP auch nicht.
Wie schnell ich mir wo welches Video anschauen kann, hat NICHTS mit dem Thema zu tun. Routing und Knotenpunkte im weltweiten Netz betreiben ganz andere Firmen.
#19
Registriert seit: 27.10.2006
Dresden
Bootsmann
Beiträge: 761
Fakt ist einfach, dass etwas vermarktet wird was am Ende bei einem gewissen Teil der Kunden nicht erhält. Es gibt zum Glück die Möglichkeit der freien Wahl zum Zugang an das Internet und hier kann jeder das Wählen was der Geldbeutel hergibt.
Grundsätzlich ist der Vorstoß der Verbraucherzentrale aber Sinnvoll und zu befürworten.

Zitat underclocker2k4;25495555
Was hat die Carrierverbindung mit der Unfähigkeit der Provider in Bezug auf eigene Netzkapazitäten zu tun?
Die Provider sind nach wie vor nicht in Lage/eigentlich ist es Unfähigkeit, entsprechende interne Netzkapazitäten bereitzustellen. DSL-Ltg ist zu lang, DOCSIS-Zellen überbucht, eigenen Netzkapazitäten zu gering.

Des Weiteren gibt es den ein oder anderen Provider, die bei ihren Carrieranbindungen den Rotstift ansetzen, weil die denen zu teuer sind. Da können die Carrier nichts für, im Gegenteil, die würden sicherlich auch gerne mehr verkaufen.

Fakt ist, dass die Provider ihre Hausaufgaben nicht machen, der Kunde, scheinbar auch du, akzeptiert das aber. Und da sollte die Regulierung schon ansetzen. Wenn ich jetzt höre, dass Vodafone 1GBit DOCSIS schalten will, will ich garnicht wissen, wie die plötzlich ihre Netzkapazitäten ver-x-facht haben. Auch wenn DOCSIS 3.0/3.1 an sich mehr könnte, gibt es die Infrastruktur gar nicht her, der Netzaufbau erst recht nicht. Aber man verkauft es, verlangt dafür auch 3-stellige Beträge, nur nutzen kann man es net. Warum nicht? Weil große Zahlen besser sind als kleine. Ganz einfache Rechnung. Nur der Unterbau fehlt. Also Schwindel am Kunden, nichts weiter.


Das ist ziemlich Pauschal. Ich bin z.B. Vodafone Kabel Kunde und habe einen 200/12MBit Vertrag. Es liegt entgegen deiner Behauptung 212/13 Mbit an, egal zu welcher Uhrzeit.

Auch in anderen Lokation deselben Ortes (Dresden), der bei meinem Arbeitgeber als Außenstelle fungiert und nur Vodafone mit Kabelanschlüssen vertretbare Bandbreiten oberhalb der 2Mbit im Vergleich zu xDSL realisiert werden konnten, gibt es keine Minderleistung in der Bandbreite. Es kommt also immer auf den Ort und den Ausbau an. In Berlin oder anderen Metropolen mit hoher Bevölkerungs und Anschlussdichte kann das u.U. schon anders aussehen.
#20
Registriert seit: 05.04.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2985
Zitat Arikus83;25496370

Wieso wird hier die ganze Zeit mit irgendwelchen Verbindungen nach Honkong oder anderswo diskutiert?
Die Geschwindigkeit zum ISP zählt hier. In der Fritzbox ist diese ganz leicht abzulesen. Was anderes verkauft der ISP auch nicht.
Wie schnell ich mir wo welches Video anschauen kann, hat NICHTS mit dem Thema zu tun. Routing und Knotenpunkte im weltweiten Netz betreiben ganz andere Firmen.


Du musst nicht nach Hongkong gehen, um Opfer miserablen Peerings zu werden. Dafür stand mein Beispiel Forschungsnetz BaWü und Telekom.
Außerdem: Die VBZ spricht nicht von der Synchronisation. Die BNetzA hat die auch gar nicht erfasst, sondern die Geschwindigkeit zu ihrem Testserver. Und so sollte das auch sein imho. Man hat wenig davon, wenn man Vollsync zur Gegenstelle hat, aber der Cluster so überbucht ist, dass Abends von den 200 MBit noch einstellige Beträge übrig bleiben. Das kann es irgendwie auch nicht sein. Mindestens eine Station weiter als die direkte Gegenstelle des Modems sollte es schon gehen, und das tut es ja auch beim Bericht der BNetzA
#21
customavatars/avatar24005_1.gif
Registriert seit: 17.06.2005

Leutnant zur See
Beiträge: 1062
Ich weiß gar nicht was daran so schwer sein soll. In Finnland ist es schon seit Jahren so, daß die Anbieter dazu verpflichtet sind auch die Geschwindigkeit zu liefern, mit der sie werben. Ansonsten müssen sie Ersatz leisten.

Die meisten Anbieter hier haben Netz-Karten und wissen ganz genau wieviel Geschwindigkeit sie wo zur Verfügung stellen können. Bei meinem Anbieter kann ich sogar im Netz nachschauen, was die tatsächlich maximale Geschwindigkeit für meine Adresse wäre und mir würde erst gar kein schnellerer Anschluß verkauft werden.
#22
Registriert seit: 26.04.2015

Bootsmann
Beiträge: 698
Zitat Hexcode;25496184
Betabrot und wo ist dein Problem? Du hast einen Vertrag unterschrieben, in dem steht von yy - bis xx Mbit/s. Das wird in diesem Vertrag nichtmal irgendwie versteckt oder verheimlicht.
Als mündiger Bürger solltest du in der Lage sein diesen Vertrag zu lesen und zu verstehen: Ergo hast du ihn bewusst unterschrieben und wusstest was drin ist...


Ein Von bis stand in meinen alten Verträgen NICHT drin. Du stellst Behauptungen auf, ohne Grundlage. Wie würdest du dir an einer Tankstelle vorkommen, wenn es dort heist "bis zu 10 Liter", dann aber nur 7 Liter rauskommen und du trotzdem die vollen 10 zahlen musst? (und irgendwo im kleingedruckten heist es dann, das du dich auch mit 4 Litern noch zufrieden geben musst).
Auch sollte ein mündiger Bürger wissen, das das was im Kleingedruckten steht, oft genug NICHT rechtsgültig oder bindend ist (wenn es zB die Vertragseigenschaften unerwartet massiv ändert). Das hat insbesondere damit zu tun, das die meisten Menschen keine Zeit haben, sich 20 verschiedene Verträge komplett durchzulesen.
Um bei meinem Beispiel zu bleiben, wenn du 10 Liter Benzin kaufst, erwartest du auch 10 Liter Benzin. Wenn es heist bis zu, wird zumindest etwas nahe der 10 Liter erwartet und nicht etwa nur 60% davon. Da kannst du noch so viel irgendwo im Vertrag dazu reinschreiben, du wirst vor Gericht scheitern mit der Durchsetzung und auch noch eine Abmahnung vom Verbraucherschutz kassieren (+ eventuelle weitere Klagen). Ein "mündiger" Bürger weiß das alles aber, den auch Verträge sind gesetzlich reguliert.

Achja, ich denke auch mal, das sich der Verbraucherschutz usw. erheblich weniger beschweren würde, wenn es auf den Werbebannern groß heisen würde: "DSL 55.000 bis maximal 100.000 - was sie bekommen ist Glückssache!" - Da wäre dann ein echtes Von - Bis gegeben. Wieso sollen Firmen also nicht ehrlich sein müssen? (klar, hört sich in der Werbung beschissen an, vor allem wenn der Konkurrent dann 90.000 bis 100.000 garantiert - aber das ist das Problem der einzelnen Provider)
#23
customavatars/avatar112468_1.gif
Registriert seit: 23.04.2009
Erlangen
Admiral
Beiträge: 9687
Zum Glück sind Zapfsäulen geeicht, daher finde ich aber auch dein Beispiel etwas unpassend.

Das Beispiel mit Finnland finde ich auch nicht so gut, da dieses Land außerhalb von Helsinki eine extrem niedrigere Bevölkerungsdichte hat. Gerade in diesen dünn besiedelten Gebieten hat aber der Staat die Kabel/Leitungen verlegt.
Das wäre bei uns ungleich teurer, da wir hier in Deutschland 75 Millionen mehr Menschen haben
#24
Registriert seit: 26.04.2015

Bootsmann
Beiträge: 698
Zitat Arikus83;25497248
Das Beispiel mit Finnland finde ich auch nicht so gut, da dieses Land außerhalb von Helsinki eine extrem niedrigere Bevölkerungsdichte hat. Gerade in diesen dünn besiedelten Gebieten hat aber der Staat die Kabel/Leitungen verlegt.
Das wäre bei uns ungleich teurer, da wir hier in Deutschland 75 Millionen mehr Menschen haben


Also mehr Kunden pro Kabelverlegung sind teurer als wenn du ein Kabel für nur 5 Kunden verlegen musst? Die Logik versteh ich nicht. Aber ja, in absoluten Zahlen ist das Verlegen von Kabeln teurer, wenn du mehr Menschen erreichen musst, dem stehen aber auch mehr Kunden gegenüber.
Viele Dörfer in DE verlegen die Kabel ja eh schon selber, weil es sonst keiner macht.
Aber das Kabel verlegen geht auch komplett am Thema vorbei. Um ehrlich zu sein mit dem was man anbietet, braucht es keine neuen Kabel, sondern nur die ehrliche Angabe ;).

Und ein Beispiel ist immer ein Beispiel, jedes Beispiel ist teilweise unpassend. Aber was hindert einen eigentlich daran, auch die Datenübertragung zu "eichen"? (dann gibt es eine ganz genaue Norm, ein genaues Testverfahren nach dem man dies und jenes schaffen muss - Problem gelöst).
#25
customavatars/avatar44491_1.gif
Registriert seit: 08.08.2006
SN
Moderator
Beiträge: 33001
Zitat Betabrot;25496118
fdsonne, geh doch mal bitte auf alles ein, du hast hier einen Tunnelblick sonder gleichen und wirfst massig absolut unsinniges Zeug, das nichts mit dem Thema hat, durcheinander.

?? Eher im Gegenteil... Ich versuche hier klar zu machen, dass ein in einen Topf werfen NICHT zielführend ist. Deswegen sind auch mehrere Umstände, die daraus entstehen (könn(t)en) angesprochen... Durcheinander ist da absolut gar nix, wenn man sich bewusst ist, dass eine Reglung, wie die geforderte der News Tür und Tor aufmacht.

Mal ein paar Dinge, die mit so einer Pauschalreglung möglich wären:
- ISP wird Geld vorenthalten bei Verbindungsstörungen beim zwischen-Carrier (zwischen Client -> ISP -> xxx -> Ziel)
- ISP wird Geld vorenthalten bei Überlastung des Kontentservers
- ISP wird potentiell gezwungen, auf Nutzungsänderungen im Surfverhalten reagieren zu MÜSSEN, ob er will oder nicht. Ob er kann oder nicht.
- Nachweisbarkeit liegt im zweifel beim ISP, er aber selbst hat keine Eskalationschance geschweige denn überhaupt Einfluss auf große Teile der Datenverbindungen.


Was man aber eigentlich damit erreichen will -> der ISP soll das liefern, was er verkauft... Liefert er nicht, soll er dafür auch nicht (mehr) kassieren dürfen. Ja, das wäre damit auch abgedeckt. Aber eben noch viele andere Punkte ebenso. Und DAS ist ein Problem...

Zitat Betabrot;25496118
Und wenn DSL mit nur 12k Synct, ich aber 16k gebucht habe, ist das ein ganz einfacher Fall, PUNKT. Man kann sich aber auch anstellen.....

Ich schrieb doch schon "In so einem Fall wäre das durchaus sinnig..." Was willst du denn noch hören??

Zitat Hilikus;25496275
Wieso tust du jetzt so, als gäbe es ein großes Definitionsproblem, wenn seit Jahren erfolgreich Internetanschlüsse verkauft werden? Kommst du da auch immer naseweis daher beim Bestellen und sagst "was stellen Sie sich denn unter Internet vor?". Das ist einfach weltfremd.


Du sagst es doch selbst ;) Es werden Internet Anschlüsse verkauft. Ein Anschluss AN das Internet. NICHT DAS Internet (oder Teile davon)
Die Frage ist und bleibt, wer definiert, wo Internet anfängt und wo die Zuständigkeit des Providers aufhört!?
Kannst du es beantworten? Klingt so, als wäre es klar geregelt? Im Moment sehe ich da massiv eine Grauzone... Denn du buchst einen Internet Anschluss mit einem Speed von "bis zu xxxMBit/sec". Und du bekommst einen Internet Anschluss mit bis zu xxxMBit/sec. Beschweren tust du dich aber nicht über den Internet Anschluss, sondern über den Speed des Datenpakets vom Client über das Providernetzwerk (über diverse Carrier) zum RZ Betreiber zum Kontentserver (und das Ganze noch zurück). Das Paket geht also viel viel weiter als nur bis zum Internet Anschluss. Selbst in der hier genannten Bench-Referenzmessung ist das schon der Fall. Denn der Bench-Server steht NICHT im Providereinflussbereich der ISPs, sondern in irgend einem RZ -> mit expliziter Angabe der möglichen Bandbreiten. Der Weg zwischen Outgoing ISP zu Kontentserver ist in diesem Fall schon unbekannt für den ISP... Geschweige denn, das der ISP dir das technisch überhaupt garantiert oder garantieren könnte!

Zitat Hilikus;25496275
Das "Bis zu" wird bei der Telekom in den Vertragsbedingungen begründet: Wegen physikalischer Gegebenheiten auf der TAL. Wenn du dich bei der Telekom beschwerst wegen Peering (Ich wollte vorzeitig aus dem Vertrag, weil das Peering zum Belwue, nix Timbuktu, lange eine Katastrophe war, im Sinne von kByte/s....), stößt du auf taube Ohren. Die verweisen ganz einfach auf den DSL Sync. Also meinen die das mit "Internet"

Aus meiner sicht unschön (als Telekomkunde kenne ich das auch) -> aber legitim... Denn mir sind in meinem Vertrag keine Klauseln bekannt, die mir eine xxxMBit/sec Bandbreite zu jeglichen Wald- und Wiesen Anbietern zusichert... Gibts nicht. Und ich zahle auch dafür nicht.

Zitat Hilikus;25496275
Ist das so schwer zu verstehen??

Dann hast du irgendwie ein verständnisproblem davon, was du da überhaupt gekauft hast, würde ich meinen. Zugegeben ist das allerdings schwer über diesen subjektiven Umstand zu Diskutieren... Der Eine siehts so, der Andere so... Fakt ist, es steht auch nirgends das Gegenteil. Die Frage ist also, wer hat recht? Einer wird das Nachsehen haben. Ob das der ISP sein MUSS, weil irgendwer das gerade so will oder ob das vielleicht mir einer sinnigeren Betrachtung, anderen rangehensweise oder whatever (und nein, ich KANN dir stand jetzt keine plausible Alternative nennen!!) besser gelöst wäre, ist definitiv mal zu prüfen.

Zitat Arikus83;25496370
Nachtrag:
Wieso wird hier die ganze Zeit mit irgendwelchen Verbindungen nach Honkong oder anderswo diskutiert?
Die Geschwindigkeit zum ISP zählt hier. In der Fritzbox ist diese ganz leicht abzulesen. Was anderes verkauft der ISP auch nicht.
Wie schnell ich mir wo welches Video anschauen kann, hat NICHTS mit dem Thema zu tun. Routing und Knotenpunkte im weltweiten Netz betreiben ganz andere Firmen.


DOCH und das ist das Problem... Als Basis für die Datenerhebung wird eine reale Bandbreitenmessung aufgeführt. Das heist, Datentransfer vom Client über den ISP (ggf. über diverse Zwischenanbieter) bis zum Kontentserver. Ließ dir bitte das oben verlinkte PDF durch, da steht erklärt, WO die Server stehen, WIE die Anbiendung ist und WAS überhaupt gemessen wird.

Würde es ausschließlich um das Thema Sync gehen, wäre das Thema völlig entspannter zu sehen. Da dies aber nicht der Fall ist, habe ich auch Beispiele über realen!! Durchsatz ins Ausland gegeben... Denn auch diese Ziele sind Internet und damit formal inbegriffen, wenn sich wer über zu langsames "Internet" aufregt. Was ja offenbar der Fall ist, sonst würde man so eine Diskusion überhaupt nicht führen!

Noch interessanter als bei INet aus der Strippe wird das im mobilen Bereich! "Luft" ist immernoch ein shared Medium... Hast du als Endkunde also "Glück" und wohnst so beschissen, dass da nur ein Bruchteil des maximalen Durchsatzes ankommt, zahlste nur noch ein Bruchteil der Kosten!? Wie soll das funktionieren? Wie soll das für die Anbieter aufgehen? -> Die Folge wäre eher, das Angebot sinkt/verschwindet vom Markt... Mit dem Resultat, keiner baut mehr die Infrastruktur aus, weil es nicht mehr lohnt -> ergo kein INet von mobile mehr.

Zitat Betabrot;25497171
Achja, ich denke auch mal, das sich der Verbraucherschutz usw. erheblich weniger beschweren würde, wenn es auf den Werbebannern groß heisen würde: "DSL 55.000 bis maximal 100.000 - was sie bekommen ist Glückssache!" - Da wäre dann ein echtes Von - Bis gegeben. Wieso sollen Firmen also nicht ehrlich sein müssen? (klar, hört sich in der Werbung beschissen an, vor allem wenn der Konkurrent dann 90.000 bis 100.000 garantiert - aber das ist das Problem der einzelnen Provider)


google mal nach "TK-Transparenzverordnung"
Ist zwar noch taufrisch, geht aber in diese Richtung :wink:

[COLOR="red"]- - - Updated - - -[/COLOR]

Zitat Betabrot;25497775
Und ein Beispiel ist immer ein Beispiel, jedes Beispiel ist teilweise unpassend. Aber was hindert einen eigentlich daran, auch die Datenübertragung zu "eichen"? (dann gibt es eine ganz genaue Norm, ein genaues Testverfahren nach dem man dies und jenes schaffen muss - Problem gelöst).


NICHTS... Und vielleicht ist es genau das, was wir brauchen ;)
Nur sollte man das halt dann machen anstatt irgendwas zu messen und dem ISP dafür vertraglich zugesichertes "Gut" zumindest potentiell vorzuenthalten.

Auf der anderen Seite -> das eigentliche Problem des Kunden, nämlich das gewisser Kontent nicht so schnell geht, wie er denkt, dass es gehen müsste! wird damit nicht behoben ;) Siehe Telekom <> Youtube Traffic, Siehe Telekom <> Hetzner Traffic. Siehe Beispiele zu Auslands-Traffic. :wink:
Also nochmal die Frage, um WAS wird überhaupt genau gesprochen!?
#26
Registriert seit: 05.04.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2985
Zitat fdsonne;25497870

Du sagst es doch selbst ;) Es werden Internet Anschlüsse verkauft. Ein Anschluss AN das Internet. NICHT DAS Internet (oder Teile davon)
Die Frage ist und bleibt, wer definiert, wo Internet anfängt und wo die Zuständigkeit des Providers aufhört!?
Kannst du es beantworten? Klingt so, als wäre es klar geregelt?
Na komm, jetzt wird es wirklich albern. Du kaufst ja schon einen Anschluss mit einer gewissen Bandbreite. Ich gebe dir Recht, dass im Moment nicht eindeutig geregelt ist, wohin diese Bandbreite gilt. In den AGB und den Vertragsbedingungen wird sich darüber jedenfalls ausgeschwiegen.
Andererseits, ganz praktisch, verweisen die ISP auf ihren eigenen Speedtest. Die BNetzA und die VBZ verweisen auf den Speedtest der BNetzA. Also kann man schon davon ausgehen, dass die Bandbreite auch "dahin" gemeint ist und muss nicht in Rechtsphilosophie schwelgen, was denn jetzt genau gemeint ist. Und überhaupt, wenn da noch eine Grauzone besteht, gibt es eben Regelungsbedarf, so dass langfristig eine Norm vom Gesetzgeber daraus wird und fertig ist die Laube.
Und ganz ehrlich, so wie im Moment die Situation bei einigen Kabelsegmenten ist oder auch die großzügig dimensionierten Bandbreitenkorridore bei DSL, wäre ein gesetzter Speedtest (und auf sowas wird es wohl rauslaufen, da muss man kein Hellseher sein) bei der BNetzA ein großer Gewinn für den Verbraucher.

Zitat fdsonne;25497870

Zugegeben ist das allerdings schwer über diesen subjektiven Umstand zu Diskutieren... Der Eine siehts so, der Andere so... Fakt ist, es steht auch nirgends das Gegenteil.
Die Richtung ist doch von der BNetzA schon eingeschlagen worden, also muss man auch nicht do rumproblematisieren und rumsubjektivieren, wie du das hier tust.

Zitat fdsonne;25497870

Die Frage ist also, wer hat recht? Einer wird das Nachsehen haben.
Das ist drollig. Einer hat bereits das Nachsehen, und das ist der Kunde. Das ist der ganze Ausgangspunkt.

Zitat fdsonne;25497870

Ob das der ISP sein MUSS, weil ...
Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, ja, sollte er. Unbedingt. Der ist nämlich im Unterschied zum Kunden der Dienstleister und hat auch Mittel an der Hand, daran etwas zu ändern.


Ich weiß gar nicht, wofür dein Geschreibsel eigentlich stehen soll. Die VBZ sagt, die Werbung sei irreführend angesichts dessen, dass nur 12% der Anschlüsse laut BNetzA diese Geschwindigkeit erreicht. Untermauert dann mit der Polemik, dann sollte man auch nur die Hälfte zahlen sollen.
Ursprünglich bist du mit der (sorry, lächerlichen) Behauptung angetreten, dass das technisch furchtbar schwierig ist. Jetzt bist du dabei, dass es eine rechtliche Grauzone ist. Obwohl eigentlich ist alles nur furchtbar schwierig und subjektiv. Also was möchtest du eigentlich mitteilen?
Wenn da steht, "bis zu 100 MBit" und es sind nur 60 MBit (bei vielen Leuten) oder zur Rush Hour nur 10% davon, dann ist das laut VBZ irreführend. Ich stimme dem zu. Viele andere hier auch. Darauf zu verweisen, dass nie spezifiziert wurde, wohin die 100 MBit gelten sollen, ist weltfremde Wortklauberei. Ja, stimmt, steht nicht im Vertrag (dann sollte man es vielleicht regeln), aber jedem ist klar, was das heißen soll. Sonst hätte die Studie der BNetzA auch keinen Sinn.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

FRITZ!OS 6.80 für die FRITZ!Box 7490 offiziell veröffentlicht (Update: nun...

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/AVM

Während das FRITZ!OS in der Version 6.80 schon seit einiger Zeit für die FRITZ!Box-Modelle 7580 und 7560 verfügbar ist, hat AVM nun auch für die FRITZ!Box 7490 den Startschuss freigegeben. Um vorneweg grobe Fehler zu vermeiden, wurden für die FRITZ!Box 7490 zuvor einige Beta-Versionen, so... [mehr]

Landesmedienanstalten nehmen Streamer wie PietSmiet ins Visier

Logo von IMAGES/STORIES/2017/MEDIENANSTALTEN

Deutschland gilt ohnehin nicht unbedingt als das Land, das technischen Innovationen besonders offen gegenübersteht. Das gilt insbesondere, wenn es um Inhalte im Internet geht. Während zum Beispiel Content-Ersteller in den Vereinigten Staaten dank der Fair-Use-Regelung deutlich mehr Möglichkeiten... [mehr]

Mozilla Firefox befindet sich auf direktem Weg in die Nische

Logo von IMAGES/STORIES/2017/MOZILLA_FIREFOX

Mozilla Firefox war eine ganze Zeit lang auf Erfolgskurs. Doch in den letzten Jahren ging es für den Browser immer weiter bergab: Die Marktanteile im Desktop-Bereich schwinden und auf Smartphones und Tablets ist zumindest unter Android aktuell zwar ein Wachstum zu verbuchen, im direkten... [mehr]

Vodafone kündigt GigaCube als Ersatz für Internetanschluss im Haus an

Logo von IMAGES/STORIES/2017/VODAFONE_LOGO

Vodafone hat mit GigaCube eine Alternative zum herkömmlichen Internetanschluss im Haus vorgestellt. Vor allem der Einsatz in einer Zweitwohnung oder auch in einem Wochenendhaus nennt Vodafone als Einsatzgebiet. Mit GigaCube bietet der Netzbetreiber den Kunden die Möglichkeit, bis zu 50 GB... [mehr]

MagentaZuhause GIGA: Gigabit per Glasfaseranschluss von der Telekom

Logo von IMAGES/STORIES/2017/DEUTSCHE_TELEKOM

Die immer wieder wegen des schleppenden Glasfaserausbaus in der Kritik stehende Deutsche Telekom hat auf der IFA einen neuen Tarif für ihre bestehenden Glasfaseranschlüsse angekündigt, der in Teilen auch endlich das Potenzial der Glasfasertechnik nutzen soll. Der neue Tarif namens... [mehr]

Deutsche Telekom erhöht maximale Geschwindigkeit auf 500 MBit/s

Logo von IMAGES/STORIES/2017/TELEKOM

Die Deutsche Telekom baut ihr Angebot „Zuhause Kabel“ aus und bietet ab sofort über Koaxialkabel deutlich höhere Übertragungsraten an. Dem Unternehmen zufolge sollen vor allem Mieter eine höhere Geschwindigkeit fordern und nennt damit den Grund für das Engagement. Während der Download mit... [mehr]