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Spotify bessert bei Datenschutzbestimmungen nach (Update)

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spotify 2013Als Spotify seinen Nutzern im letzten Monat neue Datenschutzbestimmungen vorlegte, hagelte es kräftig Kritik. Unter anderem sollten vorhandene Kontaktdaten, Fotos und Mediendaten auf Mobilgeräten ebenso erfasst werden dürfen wie die aktuellen Positionsdaten der Nutzer. Auch den Zugriff auf vorhandene Sensoren oder das Mikrofon wollte sich Spotify nach Zustimmung der neuen AGB sichern. Begründet wurden die Änderungen mit der Verbesserung des Angebots, riefen allerdings auch Datenschützer auf den Plan, weil der Musikstreaming-Dienst zum fleißigen Datensammler mutierte und nicht kenntlich gut genug machte, was er mit den Nutzerdaten anstellen würde. Wenig später entschuldigte sich Spotify-Chef Daniel Ek für einige – aus seiner Sicht – missverständliche Formulierungen und versprach, in Kürze noch einmal nachzubessern. Dies hat der Musikstreaming-Dienst am Donnerstagabend nun getan.

Zwar ändert sich nichts daran, dass man weitere Nutzerdaten abgreifen können wird, jedoch grenzte man deren Nutzung weiter ein und erklärte die Gründe der Erhebung. Demnach würde man beispielsweise die Ortsdaten seiner Nutzer dazu benötigen, um die geschlossenen Deals mit der Musikindustrie entsprechend umsetzen zu können. Viele Verträge sähen regionale Beschränkungen vor und gelten nicht global für den gesamten Dienst. Der Zugriff auf das Mikrofon werde hingegen dafür benötigt, um die Sprachsteuerung von Spotify zu ermöglichen. Will man diese nutzen, muss der Zugriff auf das Mikrofon natürlich erlaubt werden. Ohne diese Zustimmung greift Spotify nicht auf das Mikrofon zu.

Den Zugriff auf das Foto-Archiv des Nutzers benötige man vor allem anderem dafür, um ein Profilfoto hochladen oder eigene Bilder für Playlisten hochladen zu können. Spotify betont, dass man das Foto-Archiv der Nutzer nicht automatisch durchforsten werde, sondern nur diejenigen Fotos benutzen würde, die vom Nutzer tatsächlich dafür ausgewählt würden. Die Kontaktinformationen werden man ausschließlich für die Social-Features nutzen. Damit soll es Nutzern einfacher gemacht werden, Freunde, die ebenfalls Spotify nutzen, einfacher zu finden. Auch hier könne der Zugriff jederzeit widerrufen werden.

Nicht alle Freigaben sind verpflichtend

Ek betont außerdem, dass all diese Informationen nicht verpflichtend mit Spotify geteilt werden müssen, um den Dienst nutzen zu können. Die überarbeiteten Datenschutzbestimmungen werde man in den nächsten Stunden und Tagen ausrollen. Wer bereits die ältere Fassung abgenickt hat, werde automatisch auf die neue Fassung umgestellt. Alle anderen bekommen demnächst die aktualisierte Fassung vorgelegt. Die deutsche Version lag zur Stunde noch nicht vor – lediglich die englischsprachige Fassung.

Spotify gab jüngst bekannt, weltweit 75 Millionen aktive Nutzer zu besitzen, von denen rund 20 Millionen ein kostenpflichtiges Premium-Abo abgeschlossen haben. Alle anderen nutzen die abgespeckte und werbefinanzierte Gratis-Version. Ende Juni bekam der Dienst mit Apple Music neue Konkurrenz.

Update: Die überarbeiteten Datenschutzbestimmungen sind ab sofort auch in deutscher Sprache einsehbar und seit gestern gültig.

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 27.04.2005
Von der Wupper an die Ruhr
Flottillenadmiral
Beiträge: 5980
sehr gut, Apple Music ist für mich nämlich keine Alternative
#2
Registriert seit: 16.06.2015
Ingolstadt
Stabsgefreiter
Beiträge: 279
Bin nach den AGBs auch erst mal von Spotify weggegangen und teste Apple Music bis jetzt. Wirklich zusagen will mir das aber auch nicht.
#3
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Registriert seit: 18.12.2007
NRW
Flottillenadmiral
Beiträge: 5666
Habe auch das ein oder andere getestet, aber ich werde damit einfach nicht warm. Spotify ist für mich einfach der bessere Streaming Dienst
#4
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Registriert seit: 14.02.2010
Lüneburg
Stabsgefreiter
Beiträge: 277
Der große Vorteil von Spotify ist für mich Fidelify, ein schöner minimalistischer Desktop-Client mit Unterstützung neben DirectSoudn von WASAPI und ASIO. Bei Apple gibts nur das Komplettpaket samt DirectSoudn-Zwang unter Windows (abgesehen davon, dass ich Apple nicht supporte. Auf meinem gebraucht gekauften Ipod Video (5G) ist Rockbox gelandet)
#5
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Registriert seit: 21.02.2013

Leutnant zur See
Beiträge: 1192
Android sollte so langsam auch mal eine detailliertere Rechteverwaltung einbauen und Rechte abfragen, wenn Sie von der App gewünscht sind, der Nutzer sollte diese dann einzeln abnicken / verweigern können. Dann wäre das nämlich gar keine so großes Thema mehr.
#6
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Registriert seit: 13.06.2003
RheinMain
Admiral
Beiträge: 9115
Ich bin ja mal schwer gespannt, wie diese "Abfragen" realisiert werden. Ich habe den letzten AGB nicht zugestimmt - mal sehen, wann ich erneut gefragt werde.
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