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DB Navigator: Über 28 Millionen verkaufte Handy-Tickets

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db navigatorSo langsam aber sicher kommt Deutschland im digitalen Zeitalter an. Während mobiles Bezahlen per Apple Pay oder Google Pay auf dem Vormarsch ist, wird auch der mobile Fahrkartenverkauf für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr immer populärer. Wie die Deutsche Bahn jetzt bekannt gab, konnte man im letzten Jahr 75 % mehr Handy-Tickets über den DB Navigator verkaufen. 

Insgesamt verkaufte die Deutsche Bahn im letzten Jahr rund 28,3 Millionen Handy- und etwa 42 Millionen Online-Tickets. Damit stieg die Bedeutung des digitalen Fahrkartenverkaufs deutlich an, die digitalen Vertriebskanäle DB Navigator und bahn.de machten nach Angaben des Konzerns fast 45 % aus. Vor allem die mobile Buchung verzeichnete satte Zuwächse: Rund 75 % mehr Handy-Tickets konnte die Deutsche Bahn im Jahresvergleich über ihre App verkaufen. Doch damit nicht genug: Durchschnittlich 2,6 Millionen Reisauskünfte soll die App täglich verzeichnen. 

Das Handy-Ticket soll laut der Deutschen Bahn rund 138,5 Tonnen Papier eingespart haben. Ganz realistisch scheint das jedoch nicht, schließlich dürften viele Reisende das Papier-Ticket als mögliches Backup weiterhin in der Tasche haben und auch bei Dienstreisen müssen die Papier-Tickets meist zusammen mit der Reisekostenabrechnung beim Arbeitgeber abgegeben werden.

Der DB Navigator kommt bei vielen Kunden aber nicht nur auf Fernreisen zum Einsatz, sondern wird zunehmend auch im innerstädtischen Nahverkehr eingesetzt. Hier konnte die Deutsche Bahn 2018 rund 6,3 Millionen Verbundtickets für die Nutzung von U-Bahn, Bus und Straßenbahn verkaufen, was gegenüber 2017 einer Verfünffachung nahekommt. Insgesamt konnten deutschlandweit 29 Verkehrsverbünde über den DB Navigator gebucht werden, 2019 sollen weitere folgen. Die Bayern sind hierbei Vorreiter: Im Freistaat wurden die meisten Handy-Tickets gekauft, in Nordrhein-Westfalen hingegen die meisten Online-Tickets. 

Seit 2016 bietet die Deutsche Bahn außerdem einen Skill für Amazons Sprachassistentin Alexa an, womit beispielsweise über einen Echo per Sprachsteuerung die Pünktlichkeit des Zuges einfach abgefragt werden kann. Hier verzeichnete der Dienst ebenfalls eine wachsende Popularität: 75 % der Nutzer fragten Alexa nach Verbindungen, 25 % nach Abfahrten und Ankünften und 40 % der Nutzer individualisierten ihre Anfragen zusätzlich, indem sie „Mein Bahnhof“ oder „Meine Strecke“ für eine noch schnellere Auskunft bei Alexa hinterlegten.

Der DB Navigator ist kostenlos in den einschlägigen App-Stores von iOS und Android erhältlich.

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Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 15.09.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1802
Ist denn schon ein Zug losgefahren?
#2
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3833
Würde man versuchen, auch alle Kunden zu erreichen, wäre es echt cool.
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