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AMD stellt Desktop-Prozessoren der Ryzen-5000G-Serie vor

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cezanneAMD hat soeben die Ryzen-Prozessoren der 5000G-Serie mit integrierter Grafikeinheit, alias Cezanne, für OEM-Systeme vorgestellt. Im Verlaufe des Jahres sollen die Prozessoren für den DIY-Markt zugänglich gemacht werden – so zumindest vermelden es einige Seiten. Bestätigt ist dies jedoch nicht. Für Notebooks hat AMD die mobilen Prozessoren mit Zen-3-Kernen und Vega-Grafikeinheit im Januar vorgestellt und einige Zeit später waren die ersten Notebooks verfügbar.

Anders als bei den Notebooks ist der Chip hier in einem Package mit Sockel AM4 untergebracht. Teilweise wurde die TDP erhöht, wenngleich einige mobile Varianten bei der Leistungsaufnahme je nach Konfiguration ganz schön zuschlagen können.

AMD Ryzen 5000G
Modell Kerne/Threads Basis/Boost GPU TDP
Ryzen 7 5700G 8 / 16 3,8 / 4,6 GHz Vega 8 65 W
Ryzen 7 5700GE 8 / 16 3,2 / 4,6 GHz Vega 8 35 W
Ryzen 5 5600G 6 / 12 3,9 / 4,4 GHz Vega 7 65 W
Ryzen 5 5600GE 6 / 12 3,4 / 4,4 GHz Vega 7 35 W
Ryzen 3 5300G 4 / 8 4,0 / 4,2 GHz Vega 6 65 W
Ryzen 3 5300GE 4 / 8 3,6 / 4,2 GHz Vega 6 35 W

Sechs Modelle stellt AMD vor. Die Ryzen-7-Prozessoren bieten acht Kerne, die Ryzen-5-Modelle sechs und die kleinen Ryzen-3-Varianten vier. Allesamt basieren die CPU-Kerne auf der Zen-3-Architektur und die Fertigung findet in 7 nm statt. Die Ryzen-7-Prozessoren der 5000G-Serie bieten den höchsten Boost-Takt. Allen Prozessoren gemeinsam ist der 16 MB große L3-Cache. Unterschiede gibt es bei der Ausbaustufe der Vega-GPU. Acht, sieben und sechs Compute Units, deren Anzahl jeweils mit 64 multipliziert werden muss, um die Anzahl der Shadereinheiten zu bekommen, arbeiten in diesen Prozessoren.

Die G-Modelle haben eine Standard-TDP von 65 W, können aber auch bis auf 45 W konfiguriert werden. Die GE-Modelle haben immer eine TDP von 35 W. Der Speichercontroller spricht DDR4 auf zwei Kanälen mit bis zu 3.200 MHz an.

Wer sich einen solchen Prozessor in sein AM4-Mainboard steckt (sollte er denn die Möglichkeit dazu bekommen), wird ausschließlich PCI-Express 3.0 geboten bekommen. PCI-Express 4.0 wird den reinen Desktop-Prozessoren ohne integrierte Grafikeinheit vorbehalten bleiben.

Offiziell unterstützt werden die Ryzen-5000G-Prozessoren von Mainboards mit X570-, B550-, A520- und auch von einigen Boards mit X470- und B450-Chipsatz. Ein entsprechendes BIOS-Update wird vorausgesetzt.

Durch den Einsatz der Zen-3-Kerne verspricht sich AMD ein deutliches Leistungsplus gegenüber den Ryzen-4000G-Prozessoren. Die mobilen Ryzen-5000-Modelle konnte dies schon nachweisen. Laut AMD soll ein Ryzen 5 5700G zudem deutlich schneller als ein Core i7-10700 sein. Der OEM-Bereich ist das Segment, in dem AMD hier mit Intel konkurriert. Auf die Leistung der integrierten Grafikeinheit geht AMD nicht direkt ein.

Alle weiteren Details zu den Ryzen-5000G-Prozessoren sind auf der Produktseite bei AMD zu finden. Hier führt AMD diese auch als "OEM Only" auf.

Update:

Wir haben bezüglich der freien Verfügbarkeit der Ryzen-5000G-Prozessoren bei AMD nachgefragt und folgendes Zitat erhalten:

"With “Zen 3” architecture, 7nm process, and on-chip graphics, AMD is bringing the best processor for gaming to new exciting OEM desktop systems in the coming weeks, and will make it available for DIYers to purchase in the channel later this year."

AMD hält die Möglichkeit der Verfügbarkeit außerhalb des OEM-Marktes also für möglich. Allerdings sagte man dies auch schon bei den Ryzen-4000G-Prozessoren und offiziell waren diesen nie frei verfügbar. Allerdings konnte, wer wolltet, einen solchen Prozessor kaufen und das BIOS der Mainboards erkannte diesen auch problemlos.

Welche ist die beste CPU?

Unsere Kaufberatung zu den aktuellen Intel- und AMD-Prozessoren hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren. Dort zeigen wir, welche Prozessoren aktuell die beste Wahl darstellen - egal, ob es um die reine Leistungsfähigkeit oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.


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