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Erste Benchmarks zum Core i5-L16G7 alias Lakefield

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intel-lakefield-2020Die Kollegen von Notebookcheck aus Österreich haben erste Benchmarks zu einem der neuen Hybrid-Prozessoren von Intel alias Lakefield. Intel hat kürzlich die technischen Details der 4+1-Prozessoren verraten. Auf dem Papier wirken sie mit einem starken Sunny-Cove-Kern und vier sparsamen Tremont-Kernen sehr ausgewogen und vor allem sparsam. Zudem sind sie für Intel das Testvehikel der Foveros-Packaging-Technologie in einem Endkundenprodukt.

Doch das asymmetrische Hybrid-Design hat auch viele Kritiker. Vor allem das Thread-Scheduling ist aufgrund der Asymmetrie offenbar nicht trivial – schließlich hat Windows nur einen starken Kern zur Verfügung und muss diesem, falls vom System und den Anwendungen gewünscht, ständig Threads zuteilen und dieser wieder auf die schmaleren Tremont-Kerne verschieben.

Die große Frage ist also, was können die Lakefield-Prozessoren leisten. In dieser Frage steuern die Kollegen von Notebookcheck nun erste Ergebnisse bei. Ihnen stand dazu ein Samsung Galaxy Book S mit Core i5-L16G7 zur Verfügung – dem stärkeren der beiden vorgestellten Lakefield-Prozessoren. Dieser bietet einen Basis-Takt von 1,4 GHz und kommt per Boost auf 3,0 GHz. Die TDP liegt bei 7 W und die integrierte Grafikeinheit bietet 64 Execution Units der Gen11-Graphics.

In den ersten Tests von Notebookcheck zeigt der aber ein nicht ganz so zu erwartendes Verhalten. So lag der Single-Core-Boost bei nur 2,4 GHz. In All-Core-Tests arbeiten nur die vier Tremont-Kerne und kommen auf 1,9 GHz.

Cinebench R20

Single-Threaded

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi-Threaded

Punkte
Mehr ist besser

Nehmen wir die Werte des Cinebench R20, zeigt sich vor allem ein enttäuschendes Single-Core-Ergebnis. Eigentlich sollte der einzelne Sunny-Cove-Kern deutlich über 182 Punkte im Test kommen. Ein Core i7-1065G7 verwendet vier dieser Kerne, lässt diese aber auch mit 3,9 GHz arbeiten. Wenn der Core i5-L16G7 wirklich nicht über 2,4 GHz hinauskommt, verwundern die nur 182 Punkte aber wiederum nicht wirklich.

Im Multi-Threaded-Test arbeiten die vier Tremont-Kerne. Doch diese können es ohne Hyperthreading natürlich nicht den schnellen Comet-Lake- oder Ice-Lake-Kernen aufnehmen. Nur rund 30 % der Leistung eines Core i7-10710U sind das Ergebnis. Theoretisch wäre es möglich eine Multi-Threaded-Anwendung auf allen fünf Kernen auszuführen. Dazu aber müsste diese entsprechend angepasst werden, sodass das Scheduling von Windows die Threads auch entsprechend zuteilen kann.

Die Leistung der GPU hingegen sieht ganz ordentlich aus. Dem gesamten Prozessor stehen nur 7 W an Leistung zur Verfügung. Dies gilt auch für die GPU. Die Gen11-Graphics hat ihr Potenzial bereits unter Beweis gestellt. Für die Lakefield-Prozessoren müssen hier nur geringe Abstriche gemacht werden.

Lakefield benötigt noch Optimierungen

Der erste Eindruck der Leistung eines Lakefield-Prozessors ist zwiespältig. Die GPU-Leistung stimmt und passt zur TDP von nur 7 W. Die CPU-Leistung aber lässt noch viele Fragezeichen offen – dies betrifft sowohl Single- als auch Multi-Threaded-Anwendungen. Sollte nur ein Kern sein Potenzial ausnutzen können, erreicht dieser den erwarteten Takt nicht und dementsprechend gering ist auch die Leistung. Verwendet eine Anwendung mehrere Kerne, kommen nur die vier schwächeren Tremont-Kerne zum Einsatz. Diese sind teilweise bei niedrigem Takt sogar langsamer als der Vorgänger.

Offenbar besteht hier also noch viel Optimierungspotenzial für Intel. Dies wird aber sicherlich nur in Zusammenarbeit mit Microsoft sinnvoll sein, denn die Zuteilung der Threads ist hier von entscheidender Bedeutung. Ein asymmetrisches Hybrid-Design birgt also noch ein paar Hürden für Intel.

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