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Leibniz-Rechenzentrum testet Fujitsu-A64FX-Prozessoren

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lrzDas Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) scheint neue Hardware für einen weiteren Supercomputer validieren zu wollen. Per Pressemitteilung gibt man bekannt, dass man einige Cray-CS500-Systeme von HPE bestellt habe. Diese sind mit den Fujitsu-A64FX-Prozessoren ausgestattet, die auch von der Nummer eins der aktuellen Supercomputer verwendet wird – dem Fugaku des Forschungsinstitut RIKEN in Japan.

Das LRZ will mit der neuen Hardware eine Studie erstellen, die einen Vergleich mit x86-Prozessoren und GPU-Beschleunigern bieten soll. Das A64FX-Testsystem wird auf den Namen BEAST (Bavarian Energy, Architecture and Software Testbed) hören. Das System wird mit einem Open-Source-(GCC/LLVM)-Software-Stack sowie einer Cray-Programmierumgebung zur Unterstützung der vektorisierten Prozessoreinheiten geliefert. Das LRZ ist nach eigenen Angaben sehr daran interessiert, die Leistung pro Watt, die das System liefern kann, zu bewerten

Welche Rückschlüsse man daraus zieht, wird sich dann nach Abschluss der Studie zeigen. Zwischen den Zeilen lässt das LRZ durchblicken, dass man sich durchaus vorstellen kann, in Zukunft ein System mit Prozessoren auf Basis einer ARM-Architektur zu verwenden – sagen kann man das zum aktuellen Zeitpunkt aber natürlich noch nicht.

Womöglich möchte das Leibniz-Rechenzentrum sich auf das Exascale-System der European Processor Initiative (EPI) vorbereiten. Bis 2022 soll in der EU ein entsprechendes System aufgebaut werden. Der französische CPU-Hersteller SiPearl und ARM haben kürzlich ein Lizenzabkommen vereinbart. SiPearl plant die HPC-ARM-Chips in 6 nm zu fertigen.

Der Fugaku-Supercomputer besteht aus 158.976 A64FX-Prozessoren, die über jeweils 48 Kerne mit jeweils zwei Scalable Vector Extensions (SVE) verfügen. 32 GB HBM2 sind über ein 1 TB/s schnelles Speicherinterface angebunden.

Das schnellste System des LRZ ist der SuperMUC-NG. Dieser besteht aus 6.336 Compute Nodes mit jeweils zwei Intel Xeon Platinum 8174 also insgesamt 12.672 Prozessoren. Jedem Prozessor stehen 48 GB an Arbeitsspeicher zur Seite. Ein High Performance Parallel Filesystem stellt 50 PB mit 500 GB/s zur Verfügung. Hinzu kommen 20 PB mit 70 GB/s für wissenschaftliche Daten. Das Home Filesystem ist 256 TB groß.

Außerdem betreibt das LRZ noch weitere Systeme, darunter einige DGX-Systeme von NVIDIA, die auch entsprechende GPU-Beschleuniger verwenden.