> > > > Ampere eMAG: ARM-Server-Prozessor in einer Workstation

Ampere eMAG: ARM-Server-Prozessor in einer Workstation

Veröffentlicht am: von

huawei-d920s10In den vergangenen Tagen gab es vermehrt Meldungen, in denen Serverprozessoren auf Basis einer ARM-Architektur eine wichtige Rolle spielten. So aktualisiert Amazon einige seiner Cloud-Instanzen auf den eigenen Graviton2-Prozessor, der 64 Kerne bietet. Huawei stellte kürzlich ein Mainboard für den eigenen ARM-Prozessor Kunpeng 920 vor, welches für den Desktop-Einsatz vorgesehen ist.

Das britische Unternehmen Avantek bietet eine Workstation an, die mit einem Ampere eMAG ausgestattet werden kann. Bei diesem handelt es sich ebenfalls um einen auf einer ARM-Architektur basierenden Server-Prozessor. Je nach Modell soll ein unterschiedlicher Prozessor verbaut werden können. Der Ampere eMAG bietet als 8180 32 Kerne, die mit bis zu 3,3 GHz arbeiten. Dies allerdings nur in der Servervariante. In der angebotenen Workstation sollen es 2,8 GHz sein. Der Turbotakt wird mit 3,0 GHz angegeben. Die von Avantek angebotenen Workstation kann mit 512 GB DDR4-2666 (16 DIMMs stehen zur Verfügung), einer NVMe-SSDs und SATA-Massenspeicherlaufwerken ausgestattet werden.

Für die Ethernet-Anbindung und eventuelle Erweiterungskarten stehen laut Anbieter zahlreiche Optionen zur Verfügung. In den technischen Daten ist die Rede von einem PCI-Express-x16-Steckplatz, der auf PCI-Express 3.0 beruht und über acht Lanes angebunden ist. Falls notwendig kann eine AMD FirePro W2100, Radeon Pro WX 5100 oder eine NVIDIA Quadro GV100 hinzukonfiguriert werden. Das verwendete Mainboard hat offenbar einen Baseboard Management Controller (Aspeed AST2500) verbaut.

Für das Betriebssystem besteht die Wahl zwischen Ubuntu, CentOS, SUSE SLES und OpenSUSE. Natürlich aber kann das OS später noch eigenhändig installiert und damit geändert werden.

In der Basisvariante kostet die Ampere eMAG 64bit Arm Workstation 3.692 US-Dollar. Je nach Konfiguration an Arbeits- und Massenspeicher sowie einer Workstation-Grafikkarten sind aber auch schnell mehr als 20.000 US-Dollar erreicht.

Ob und welche Vorteile der Einsatz einer solchen Workstation hat, dazu fehlen uns die Erkenntnisse. Es dürfte jedoch zumindest einige Argumente geben, die für eine Workstation mit einem solchen Prozessor sprechen, ansonsten gäbe es kein solches Angebot.

Social Links

Kommentare (20)

Das könnte Sie auch interessieren:

  • AMDs Ryzen 7 3700X und Ryzen 9 3900X im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMDRYZEN93900X

    Heute ist es endlich soweit: AMD bläst zum Großangriff. Die Zen-2-Architektur versetzt AMD offenbar in die Situation, endgültig mit dem Konkurrenten Intel aufzuschließen. Mit Zen, Zen+ und der AM4-Plattform hat AMD über zwei Jahre die Basis zum Erfolg geschaffen. Nun will man den... [mehr]

  • AMD Ryzen 5 3600 im Test: Ohne X noch viel besser

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_3600_TEST-TEST

    Gegenüber dem AMD Ryzen 5 3600X aus unserem letzten Test, der trotz seiner Einstufung in die Mittelklasse ältere Topmodelle schlägt, ist der AMD Ryzen 3600 ohne das X-Kürzel nur 200 bis 300 MHz niedriger getaktet und mit einer TDP von 65 W sparsamer klassifiziert, was einen... [mehr]

  • AMD Ryzen 5 3600X im Test: 265-Euro-CPU schlägt ältere Flaggschiff-Modelle

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/RYZEN_5_3600X_REVIEW-TEASER

    Mit dem Ryzen 9 3900X und dem Ryzen 7 3700X ist AMD seinem Konkurrenten wieder mächtig auf die Pelle gerückt und macht ihm selbst im High-End-Bereich mit einer hohen Anwendungs- und Spiele-Leistung zu einem deutlich günstigeren Preis das Leben schwer. Doch auch in den unteren Preis- und... [mehr]

  • Insider-Gerüchte: Intel streicht 10-nm-Pläne für den Desktop komplett

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

    Aus Insiderkreisen haben wir einige exklusive Informationen zu zukünftigen Desktop-Prozessoren von Intel erhalten. Die Quelle hat sich in der Vergangenheit zu CPU-Themen bereits mehrfach aus treffsicher erwiesen. Dennoch sollte wie bei allen Gerüchten dieser Art eine gewisse Vorsicht an den... [mehr]

  • 400 gegen 2.000 Euro: Core i7-9700K gegen Core i9-9980XE im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL-CORE-I9

    Heute wagen wir einmal einen ungewöhnlichen Vergleich: Ein Intel Core i7-9700K gegen einen Core i9-9980XE. Diese beiden Modelle haben neben der Tatsache, dass sie beide von Intel stammen und auf der Skylake-Architektur basieren, wenig miteinander zu tun. Doch wir wollten uns einmal anschauen, wo... [mehr]

  • AMD Ryzen 5 3400G im Test: Weniger Änderungen als erwartet

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_3400G-TEASER

    Im letzten Jahr erwiesen sich die Raven-Ridge-APUs als gute Alternative, wenn man sich einen sparsamen und günstigen Office-Rechner zusammenbauen wollte. Die Kombination aus Zen-Prozessor und Vega-Grafiklösung erwies sich als durchaus leistungsfähig für den Alltag. Ob dies auch für die... [mehr]