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Facebooks Accelerator Module soll bis zu 700 W verbrauchen dürfen

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facebook logoIm Rahmen der aktuell laufenden Konferenz zum Open Compute Project (OCP) hat auch Facebook seine Ideen zu einem Open Accelerator Module (OAM) beigetragen. Ziel sämtlicher OCP-Projekte ist es offene Standards zu entwerfen, die von möglichst vielen Hard- und Software-Partnern dann auch verwendet werden.

Eine solche Entwicklung ist eben das Facebook OCP Open Accelerator Module. Dieses ähnelt dem SMX2-Modul von NVIDIA, was wiederum für die aktuellen Tesla-GPUs der De-Facto-Standard ist. Das OAM misst 102 x 165 mm und verfügt über zwei Anschlüsse mit jeweils mehreren tausend Pins.

Über diese Pins erfolgt auch die Versorgung des Moduls. Spezifiziert ist diese für eine Versorgungsspannung von 12 und 48 V. Die maximale Leistungsaufnahme liegt dementsprechend bei 350 W (12 V) oder 700 W (48 V). Die dazugehörigen Spezifikationen für die Kühlung sehen eine Luftkühlung mit bis zu 440 W vor – wassergekühlt sollen die maximalen 700 W abgedeckt werden.

Bis zu acht solcher Module sollen in einem Server betrieben werden können. Dazu sieht das Interface auch entsprechende Verbindungen für den Interconnect vor. Bis zu zwei nicht näher spezifizierte Links stellen die Verbindung zwischen OAM und dem Host-Prozessor her. Die bis zu acht Module verbinden sich mit jeweils sieben Links untereinander. Dementsprechend sind unterschiedliche Topologien für das Interconnect-Netzwerk denkbar.

Das Open Accelerator Module ist zunächst einmal ein offener Standard ohne konkrete Hardware-Ankündigung. Im Modul selbst können sich letztendlich GPUs, ASICs oder FPGAs, auch in Kombination mit anderen Chiplets oder HBM2, befinden.

Zunächst einmal auffällig ist sicherlich die maximale Leistungsaufnahme, die auf einem Open Accelerator Module noch möglich sein soll. So wirklich verwunderlich ist dies aber nicht, denn aktuell gibt es einen eindeutigen Trend zu immer leistungsstärkeren Beschleunigern, die auch eine dementsprechend hohe Leistungsaufnahme vorzuweisen haben. Zuletzt drehte auch NVIDIA an der Leistungs- und Verbrauchsschraube und erhöhte die Thermal Design Power der Tesla V100 im SMX2-Format von 350 auf 450 W.