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Amazon verkauft manipulierte Intel Core i5-9600K

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intel-cpuBereits in der Vergangenheit hatte Amazon schon mit gefälschten Produkten im eigenen Shop zu kämpfen. Nun gibt es wohl einen neuen Fall, denn ein Kunde aus Österreich sollen einen gefälschten Core i5-9600K von Amazon erhalten haben. 

Nach der Lieferung sollte der Prozessor verbaut werden, doch die gelieferte CPU passte nicht in den dafür vorgesehenen Sockel des Mainboards. Sowohl das Mainboard als auch der Prozessor setzen laut der Verpackung den Sockel LGA-1151v2, womit eine unkomplizierte Installation möglich sein sollte. Daraufhin wendete sich der Kunde an die Redaktion von c’t und dort wurde schnell erkannt, dass es sich um bei dem gelieferten Prozessor nicht um das bestellte Modell handelt. 

Sowohl die Produktbeschriftung auf der Verpackung des Prozessors als auch der verbaute Heatspreader sahen nicht wie beim Original aus. Auf dem Heatspreader wurde stattdessen eine halbtransparente Folie aufgebraucht, die mit der Beschriftung Core i5-9600K dahergekommen ist. Letztendlich handelte es sich bei dem gelieferten Modell um einen Pentium 4 mit dem Sockel 775, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat. 

Amazon hat damit offensichtlich an seinen Kunden einen gefälschten Prozessor ausgeliefert. Dieser wurde auch direkt über den Händler bestellt und stammte nicht von einem Marketplace-Händler. Auf Nachfrage seitens der c’t-Redaktion gab Amazon an, dass es sich bei der gelieferten CPU um einen Kundenrückläufer handelt. Der Händler scheint also den Austausch nicht bemerkt zu haben und die CPU ohne weitere Prüfung an einen anderen Kunden ausgeliefert zu haben. Um dem Problem aus dem Weg zu gehen empfiehlt Intel den CPU-Kauf nur bei autorisierten Händlern, wozu Amazon anscheinend nicht gehört.

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Kommentare (76)

#67
Registriert seit: 18.08.2015

Oberbootsmann
Beiträge: 907
Zitat Dave223;26852220
Was man auch nicht vergessen darf:

1. wie oft passiert selbiges bei anderen (ggf. gleich großen Unternehmen)?
2. wie hoch ist der Anteil an solchen Fällen?


Das ist ja, was ich kritisiere. Hier wird anhand absoluter Zahlen verglichen. Was Blödsinn ist. Natürlich wird beim Branchenprimus in absoluten Zahlen mehr davon vorkommen als bei kleineren. Hier müsste anhand von relativen zahlen verglichen werden, um eine treffende Aussage zu haben.
#68
Registriert seit: 27.09.2010
Magdeburg
Leutnant zur See
Beiträge: 1130
Zitat drowsemight;26851900
Deine Rechnung kommt schon gut hin macht aber einen Vermutungs-Fehler, dass jedes Produkt was zurück geschickt wird durch den Kunden "geöffnet und gebraucht" ist und es im Amazon Retourencenter keine Automatisierung gibt.


Ja mein Fallbeispiel wäre eine 100% menschliche Prüfung. Durch steigende Automatisierung lässt sich Zeit sparen, aber auch Fehler sind schwieriger vorhersehbar. Unsere CPU zum Beispiel kann auch mit intaktem Siegel zurück geliefert werden.
Für die Automatisierung heißt es dann: Siegel ok, Ware als Neuware deklarieren. Schon tritt der oben genannte Fall ein und es wird sich über die Retouren beschwert.

Mein Fallbeispiel hätte die Schwäche, Mitarbeiter hat noch Restalkohol im Blut oder ist Übermüdet oder hat private Probleme oder einfach heute mal keinen Bock. Ich glaube hier kann niemand sagen, dass er nicht zwei von diesen Fällen schon einmal bei sich oder im Kollegenkreis entdeckt hätte.
Schon würden auch hier Fehler passier wie aus dem Artikel.
Durch Amazons FIFO Prinzip (First In First Out) kommt der Artikel wieder in dem Umlauf.

Also wie kann man das Problem beheben:
1 - Höhere Bessere Automatisierung --> Siehe Ausschreibung was Amazon gerade macht
2 - Mehr Personal --> Schwierig zu aktuellen Zeiten, es fehlt einfach an allen Stellen Personal
3 - Mehr Zeit für die Begutachtung --> Längere Durchlaufzeiten, Höhere Kosten je Retoure
4 - Neues Bewertungssystem --> 4 Augenprüfung oder besser Vorsortierung und darauf Qualifizierung für bestimmte Bereiche an bestimmte Personen binden. Strukturen hierfür zu schaffen ist wesentlich aufwendiger als man denkt. Selbst in solch gigantische Unternehmen.
5 - Minderartikel entsorgen --> Kleinstartikel unter einem bestimmten Wert werden vernichtet und so werden die absoluten Prüfungszahlen niedrig gehalten. (Leider macht Amazon das genau so im Moment) Ist Umwelttechnisch meiner Meinung nach die Schlimmste Alternative

Ich denke aktuell läuft das alles auf alle Punkte hinaus.
-> System zur Vorsortierung (defekt --> Hersteller/Händler, Falsch geliefert/gefällt nicht --> Prüfung, zu spät oder fälschlicherweise Bestellt --> Neuware, sonstige --> Prüfung (4)
-> Kleinst und Minderwaren werden verschrottet (5)
-> Prüfung mit Personal + automatisch gestützter Prüfung (1 und 3)
-> Anhand der Auslastung wird Personal eingestellt und geschult (2)

Nur leider bringen Schritt 4,1,3 auch immer eine Fehlerquote mit sich. Hier muss man eben schauen wie hoch die wirkliche Quote ist und wie sinnvoll das ganze ist
Einen neuen Mitarbeiter einzustellen für ca. 19500€/Jahr (Rechnung 1. Beitrag von mir) bringt nicht viel wenn er einen Schaden von 15000€ abwenden kann.
#69
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Registriert seit: 13.01.2016
Hamburg
Bootsmann
Beiträge: 564
@silberfan (#61)
Wenn das so gemeint ist wie ich vermute, dann Hut ab. Ich musste sehr lachen.
Aber wenn du nur der Trollaccount aus team grün bist dann..hol dir bitte Hilfe ^^

@Tresel
Danke für den logicgasm. Sehr, sehr rar hier solche Gedankengänge zu lesen.
Es gibt hier eigentlich gar nichts weiter zu diskutieren. Es können nur alle ihre leicht abweichende Meinung kundtun wer denn nun was verbessern sollte.
Amazon hat Leute, die sich dieser Problematik annehmen. Leute, die mit ein wenig mehr Erfahrung um die Ecke kommen als der handelsübliche junior BWLer.
Amazon lacht über Schäden in diesen Dimensionen. Ich habe schon in sehr großen Unternehmen gearbeitet. Wenn da wegen einer Fehlentscheidung mal 700.000 Euro verpufft sind wurde mit den Schultern gezuckt.
Das sind Dinge die in nem meeting oder auch nur einem jour fix einmal angesprochen werden und dann geht es weiter in der Tagesordnung.

Was muss denn geändert werden? Nichts. Der geschädigte Kunde wird entschädigt. Amazon behält die Service Krone. Alle zufrieden.
Und die Kleinkriminellen, die so etwas durchziehen - nun ja. Die möge halt etwas fieses heimsuchen. Ich glaube an Karma!
Das haben wir im Freundeskreis vor vielen Jahren schon mal durchgekaut und "diskutiert", waren aber alle ungefähr einer Meinung. Hat sich zehn Jahre nix getan, wird sich auch weitere zehn Jahre nichts tun.
Trotzdem gibt ma da im Schnitt jedes Jahr 2000+ Euro aus.
#70
Registriert seit: 06.03.2012
Bonn
Bootsmann
Beiträge: 657
Zitat Tresel;26852421
Ja mein Fallbeispiel wäre eine 100% menschliche Prüfung. Durch steigende Automatisierung lässt sich Zeit sparen, aber auch Fehler sind schwieriger vorhersehbar. Unsere CPU zum Beispiel kann auch mit intaktem Siegel zurück geliefert werden.
Für die Automatisierung heißt es dann: Siegel ok, Ware als Neuware deklarieren. Schon tritt der oben genannte Fall ein und es wird sich über die Retouren beschwert.

Mein Fallbeispiel hätte die Schwäche, Mitarbeiter hat noch Restalkohol im Blut oder ist Übermüdet oder hat private Probleme oder einfach heute mal keinen Bock. Ich glaube hier kann niemand sagen, dass er nicht zwei von diesen Fällen schon einmal bei sich oder im Kollegenkreis entdeckt hätte.
Schon würden auch hier Fehler passier wie aus dem Artikel.
Durch Amazons FIFO Prinzip (First In First Out) kommt der Artikel wieder in dem Umlauf.

Also wie kann man das Problem beheben:
1 - Höhere Bessere Automatisierung --> Siehe Ausschreibung was Amazon gerade macht
2 - Mehr Personal --> Schwierig zu aktuellen Zeiten, es fehlt einfach an allen Stellen Personal
3 - Mehr Zeit für die Begutachtung --> Längere Durchlaufzeiten, Höhere Kosten je Retoure
4 - Neues Bewertungssystem --> 4 Augenprüfung oder besser Vorsortierung und darauf Qualifizierung für bestimmte Bereiche an bestimmte Personen binden. Strukturen hierfür zu schaffen ist wesentlich aufwendiger als man denkt. Selbst in solch gigantische Unternehmen.
5 - Minderartikel entsorgen --> Kleinstartikel unter einem bestimmten Wert werden vernichtet und so werden die absoluten Prüfungszahlen niedrig gehalten. (Leider macht Amazon das genau so im Moment) Ist Umwelttechnisch meiner Meinung nach die Schlimmste Alternative

Ich denke aktuell läuft das alles auf alle Punkte hinaus.
-> System zur Vorsortierung (defekt --> Hersteller/Händler, Falsch geliefert/gefällt nicht --> Prüfung, zu spät oder fälschlicherweise Bestellt --> Neuware, sonstige --> Prüfung (4)
-> Kleinst und Minderwaren werden verschrottet (5)
-> Prüfung mit Personal + automatisch gestützter Prüfung (1 und 3)
-> Anhand der Auslastung wird Personal eingestellt und geschult (2)

Nur leider bringen Schritt 4,1,3 auch immer eine Fehlerquote mit sich. Hier muss man eben schauen wie hoch die wirkliche Quote ist und wie sinnvoll das ganze ist
Einen neuen Mitarbeiter einzustellen für ca. 19500€/Jahr (Rechnung 1. Beitrag von mir) bringt nicht viel wenn er einen Schaden von 15000€ abwenden kann.


Ich gehe komplett d'accord mit dir.
Der erste Schritt wäre es sich einzugestehen das Fehler zu lasten der Kunden passieren. Danach müsste man akribisch untersuchen wie hoch solche Fehlerquoten sind. Die Dunkelziffer müsste man über ein statistisches Verfahren mit Testkandidaten erfassen.
Das Management müsste dann entscheiden ob es sich lohnt in einen deiner genannte Punkte zu investieren oder offen allen Kunden mitzuteilen, dass sie die Instanz sind die das Produkt auf "Fehler" überprüfen muss.

Oder wie audioslave passend kommentiert hat: einfach stillschweigend ignorieren.
#71
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Registriert seit: 02.05.2017

BannedForEveR
Beiträge: 10451
@audioslave

Finde ich ein gutes Schlusswort. :)
#72
Registriert seit: 18.09.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 187
Vielleicht hat ja der potentielle Rücksender auch clever angegeben, die CPU "kam nicht rechtzeitig an" oder "nicht autorisierter Kauf". Gut möglich, dass dann solche Artikel nochmal versendet werden, warum auch nicht, wenn die Verpackung noch absolut ungeöffnet aussehen...

Schuldig ist in diesem Fall m.M.n. nur der kriminelle Rücksender.
#73
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Registriert seit: 11.10.2013

Vizeadmiral
Beiträge: 7620
Ich mag amazon nicht, würde hier aber keine Schuld geben, weil hier offenbar gezieht und clever betrogen wurde. Offenbar geöffnete Ware wird bei denen eigentlich im warehouse vertickt. Ich denke hier hat der Betrüger die Verpackung geöffnet ohne das Siegel zu brechen und die CPU getauscht. Für einen Händler gibts ja erstmal keinen Grund eine noch versiegelte Verpackung zu öffnen.
Intel sollte also vlt auch der Verpackung überdenken. Tipps und Tricks da zu mogeln finden sich leicht im Netz
#74
Registriert seit: 18.07.2012

Fregattenkapitän
Beiträge: 2678
zumal sich ein Siegel in der Form mit etwas Wasserdampf oder reiner Wärme problemlos lösen lässt
#75
Registriert seit: 19.09.2004

Kapitän zur See
Beiträge: 3223
Zitat mcmarky;26852888
Schuldig ist in diesem Fall m.M.n. nur der kriminelle Rücksender.


Warum wird das ständig behauptet? Hat einer mit Ihm gesprochen oder schreibt Ihr das nur weil "Amazon hats ja gesagt"? Vielleicht hat er das Dingen auch retourniert ohne überhaupt in den Karton zu schauen. Wenn Du hier im Thread schon von jemanden liest der auch einen 775er Pentium unter einer aktuellen CPU hatte, gehe ich von aus das das noch mehr waren. Vielleicht hat Amazon wieder aus dubioser Quelle ne Palette erhalten, passiert dort ja regelmäßig.
#76
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Registriert seit: 02.05.2017

BannedForEveR
Beiträge: 10451
Zitat olDirdey;26855663
Vielleicht hat Amazon wieder aus dubioser Quelle ne Palette erhalten, passiert dort ja regelmäßig.


Das wäre aber dann noch ne ganz andere Geschichte, weißt du das bestimmt oder ist das nur eine Vermutung?
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