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5G und KI im Mittelpunkt: Qualcomm stellt den Snapdragon 855 vor

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Erwartungsgemäß hat Qualcomm den ersten Tag des Snapdragon Tech Summit 2018 für die Vorstellung des neuen Flaggschiff-SoCs genutzt. Überraschend ist hingegen, dass das Unternehmen bislang kaum technische Daten zum Snapdragon 855 getauften Chip verraten hat. Klar ist aber, dass die Themen 5G, KI und Fotografie eine große Rolle spielen werden.

Erst im Laufe der Woche will Qualcomm alle relevanten Informationen verteilen. Der Grund dafür dürfte 5G sein. Denn der neue Mobilfunkstandard, der im kommenden Jahr in zahlreichen Ländern zumindest punktuell starten soll, wird in den Mittelpunkt gestellt. Dass der Snapdragon 855 somit zumindest am ersten Tag nur eine Nebenrolle spielt, liegt auf der Hand. Schließlich wird der SoC in der Spitze lediglich über ein integriertes 4G-Modem verfügen - ein Punkt, der bereits seit Monaten bekannt ist. Die Entscheidung, den Chip dennoch offiziell als Snapdragon 855 5G Mobile Platform zu bezeichnen, ist somit gewagt. Zwar kann der SoC dank Fusion Platform mit dem 5G-Modem X50 gekoppelt werden, doch Verbraucher müssen im kommenden Jahr genau hinschauen, wenn ein Smartphone mit Snapdragon 855 gekauft werden soll.

Bekannt ist bislang, dass Qualcomm den Snapdragon 855 in 7 nm fertigen lässt und erste damit bestückte Endgeräte Anfang 2019 vorgestellt werden. Verizon stellt für die USA ein Modell von Samsung in Aussicht, das möglicherweise auf dem europäischen Markt aber keine Rolle spielen wird. Hier dürfte stattdessen OnePlus als erster ein entsprechendes Smartphone an den Start bringen. Fest steht nun darüber hinaus, dass der neue SoC unter anderem in den Punkten KI und Fotografie mehr als sein Vorgänger bieten soll.

Die KI-Leistung soll im Vergleich zum Snapdragon 845 dreimal so hoch ausfallen, was unter anderem an der neuen Verteilung der dazugehörigen Berechnungen liegen soll. Qualcomm spricht diesbezüglich von einer verbesserten Zusammenarbeit von CPU, GPU und DSP. In Summe reicht das für einen deutlichen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz: Doppelt so hoch wie bei einem 7-nm-SoC aus China sei die KI-Leistung, so Qualcomm. Ein Seitenhieb auf Huawei und den Kirin 980, den man sich nicht verkneifen konnte. Von der verbesserten KI soll der Nutzer in vielen Bereichen profitieren, unter anderem beim Verwenden der Kamera. Zusammen mit dem nach eigenen Angaben ersten Computer-Vision-ISP sollen Aufnahmen - egal ob Foto oder Video - eine höhere Qualität bieten. Dahinter versteckt sich nicht nur das Analysieren des Motivs, sondern auch der Umgebung. Das, so Qualcomm, ermöglicht das zuverlässigere Auswählen der optimalen Einstellungen für die Kamera. Wie das im Einzeln funktioniert, dürfte in den kommenden Tagen gezeigt werden.

Das dürfte auch für Elite Gaming gelten. Unter diesem Begriff fasst Qualcomm die Bemühungen zusammen, um Spielen auf dem Smartphone weiter zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um eine Optimierung in Bezug auf CPU und GPU, sondern den ersten Andeutungen zufolge auch um die Zusammenarbeit mit Spieleentwicklern. Das deutet auf ein SDK oder ähnliches hin. Auf Zusammenarbeit dürfte man aber auch beim 3D Sonic Sensor angewiesen sein. Dabei handelt es sich um einen neuen Fingerabdrucksensor, der unter dem Display sitzt und auf Ultraschall basiert. Laut Qualcomm arbeitet der Sensor dreidimensional und soll auch dann noch zuverlässige Ergebnisse liefern, wenn der Finger feucht ist.

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