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AMD Ryzen 7 2700X erreicht 6 GHz und ist extrem Takt-effizient

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amd ryzen 7 2700xUnser Artikel zum Ryzen 7 2700X und Ryzen 5 2600X hat gezeigt, dass AMD der Feinschliff an seinen Ryzen-Prozessoren gelungen ist. Zwar rechtfertigt das Update für Besitzer der ersten Generation keinen Neukauf, wer aber die Anschaffung eines AMD-Systems plant, ist mit der zweiten Generation gut aufgehoben.

Einige Fragen gab es noch beim Overclocking. In unseren Tests erreichte der Ryzen 5 2600X mit Wasserkühlung einen Takt von 4,2 GHz auf allen Kernen bei einer Spannung von 1,525 V. Einzelne Kerne ließen sich auf 4,325 GHz takten. Beim Ryzen 7 2700X war das Ende bei 4,25 GHz auf allen Kernen sowie bei 4,475 GHz auf einem Kern erreicht. Eine Erhöhung der Spannung über 1,45 V hinaus blieb ergebnislos. Weitere Artikel zeigen ähnliche Ergebnisse.

Roman der8auer Hartung hat sich bereits vor einigen Wochen mit dem Overlocking der neuen Prozessoren beschäftigt und seine ersten Ergebnisse in einem Video veröffentlicht. Gute Modelle erreichen laut Roman einen Takt von bis zu 4,5 GHz unter Luft – dies sind aber extreme Ausnahmen. Bei 4,2 bis 4,3 GHz ist meist schon Schluss. In einer Auswertung zeigt sich, dass bei einer CPU-Spannung von 1,2 bis 1,225 V der effizienteste Taktsteigerung zu erreichen ist. Das Verhältnis Leistung pro Watt ist hier noch recht ausgewogen. Mit mehr Spannung lassen sich zwar auch höhere Taktraten erreichen, die Leistung steigt aber nur noch verhältnismäßig gering an.

Interessant wird es dann unter Zuhilfenahme extremer Kühlmethoden. Mit flüssigem Stickstoff werden Minusgrade von -183 °C am Kühlkörper erreicht. Der Prozessor ist dabei etwas wärmer. Ein Ryzen 7 2700X ist bei einem Takt von 5,675 GHz fast so schnell im Cinebench R15 wie ein Intel Core i7-7820X bei mehr als 6 GHz. Ähnliche Ergebnisse werden im Geekbench und GPU-Pi erreicht. Es zeigt sich also wie effizient die Ryzen-Prozessoren der 2. Generation arbeiten können. Die Spannung des Prozessors lag bei 1,75 V, der DDR4-Arbeitsspeicher lief mit 3.733 MHz und sämtliche Limitierungen durch AMD wurden im ebenfalls von uns heute getesteten ASUS ROG Crosshair VII Hero ausgeschaltet.

Um das Maximum aus dem Prozessor heraus zu holen können aber nicht nur Spannung und Takt an ihre Grenzen getrieben werden, per Tool lassen sich die beiden CCX-Cluster getrennt voneinander ansteuern und mit unterschiedlichen Multiplikatoren betreiben. Somit lassen sich die Grenzen hier noch besser ausloten – natürlich nimmt dies auch viel Zeit in Anspruch.

An Maximaltakt konnte der8auer einen Wert von 6.009 MHz mit einem Ryzen 7 2700X erreichen. Bei diesem Takt war aber kein stabiler Betrieb des Systems mehr gewährleistet.

Wenn es um Rekorde geht, ist AMD dem Konkurrenten Intel also dichter auf die Fersen als zuvor. Gleiches gilt auch für die Rohleistung der Prozessoren ohne ein Overclocking.

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