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IBM gibt Einblick in sein Quantencomputer-Rechenzentrum

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ibmDerzeit arbeiten alle großen Chiphersteller an der Umsetzung eines Quantencomputers. Intel kündigte einen Chip mit 17 Qubit im Oktober an und bei IBM arbeiten seit dem Frühjahr Prozessoren mit 16 Qubits. Bei D-Wave ist man offenbar schon einen Schritt weiter und hat kommerzielle Systeme mit 2.000 Qubits im Angebot.

IBM hat nun ein Video veröffentlicht, welches sehr eindrucksvoll einen Einblick in ein solches System gibt. Das Video ist in IBMs Q Computation Center entstanden und zeigt unter anderem die Behälter, in denen die Quantenchips bei 15 mK über dem absoluten Nullpunkt gehalten werden. Erst bei solch niedrigen Temperaturen funktionieren die Quantenchips. Im Hintergrund sind die ständig öffnenden und schließenden Ventile der Kühlung zu hören.

Die aktuellen Prototypen bei IBM erreichen inzwischen 20 Qubits und sollen in Kürze auch als Cloud-Compute-Lösung für Forschungsgruppen zugänglich gemacht werden. In einer weiteren Ausbaustufe sollen Instanzen mit 50 Qubits zur Verfügung gestellt werden.

Quanten-Computer können spezielle Berechnungen um den Faktor 1.000 oder gar 10.000 schneller erledigen als dies klassische Prozessoren tun können. Die hier verwendeten Algorithmen sind aber speziell auf die Möglichkeiten der Quanten-Prozessoren ausgelegt. Dazu wird die Rechenaufgabe in eine Art topographische Karte überführt, die durch die Quanten-Prozessoren besser verstanden und letztendlich auch berechnet werden kann.