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Video: QNAP zeigt auf der Computex 2019 neue Hard- und Software

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qnap-logoAuch QNAP zeigt auf der diesjährigen Computex Neuigkeiten im Bereich Hard- und Software. Neue NAS-Modelle sind zwar nicht dabei, dafür einige interessante Laufwerksadapter, neue Netzwerktechnik und auch neue Softwarelösungen. Mit den Laufwerksadaptern lassen sich in einem Einschubslot zwei SSDs in einem Hardware-RAID betreiben. Bei der Software stehen eine Videoüberwachung mit Personenerkennung und ein neuer Dienst zur Lebensdauerüberwachung der Laufwerke im Vordergrund.

Wie bereits erwähnt präsentiert QNAP auf seinem Computex-Stand keine neuen NAS-Modelle. Vielmehr stehen die aktuellen und teilweise erst vor kurzem erschienenen Modelle im Vordergrund. 

Eines dieser Modelle ist das TVS-672XT aus dem oberen Leistungsbereich. Das 6-Bay-NAS wird von einem Intel Core i3 angetrieben und bietet neben 10-GbE- und Thunderbolt-3-Schnittstellen auch zwei Slots für NVMe-SSDs. Aber auch bekannte Einsteigermodelle wie das TS-231P2 oder TS-328 werden gezeigt. 

Weiterhin wird der QNA-T310G1T gezeigt, ein Adapter von Thunderbolt 3 auf 10GbE-Ethernet. Dieser bietet sich an, um eine Vielzahl von Geräten schnell und einfach mit einer 10GBase-T-Schnittstelle aufzurüsten, die natürlich auch die langsameren Stufen von 5G, 2,5G, 1G oder sogar 100M unterstützt. Der QNA-T310G1T unterstützt MacOS, Windows und natürlich QTS-basierte NAS.

Im Bereich von Zubehör und Netzwerktechnik hat QNAP einige neue Produkte vorgestellt. So dürfte der neue Switch QSW-308-1C für alle Privatanwender interessant sein, die mit dem Umstieg auf eine 10GbE-Infrastruktur liebäugeln. Dort besteht das Problem, dass – ohne ein Vermögen auszugeben – die wenigen sinnvollen 10GbE-Geräte wie NAS und PC mit der Masse an weiteren Geräten zu koppeln sind. Es gibt zwar auf dem Markt eine Reihe von Switches mit mehr oder wenigeren 10GbE-Ports, aber diese kommen meist im 19-Zoll-Rackformat und arbeiten mit lauten Lüftern. 

Der neue QSW-308-1C ergänzt jetzt die bereits vorhandenen "10GbE-only"-Modelle QSW-1208-8C und QSW-804-4C, denn er kombiniert acht 1GbE-Ethernetports mit insgesamt drei 10GbE-Schnittstellen. Wie die bereits vorhandenen Modelle ist er "unmanaged", d.h. er bietet keine Konfigurationsmöglichkeiten. Zwei seiner drei 10GbE-Ports sind fest als SFP+-Slots ausgeführt. Der dritte Port ist entweder als 10GBase-T (10GbE Kupfer über RJ45) oder SFP+ nutzbar. Der Preis steht noch nicht fest, aber da der QSW-308-1C lüfterlos ist, dürfte er per se auch für Heimanwender sehr interessant sein.

Mit dem QDA-A2AR und dem QDA-A2MAR stellt QNAP zwei interessante Adapter vor. Der QDA-A2AR hat die Form eines 3,5-Zoll-Laufwerkes und lässt sich somit direkt in einen Einschubslot eines QNAP-NAS montieren. Er bietet zwei Slots für 2,5-Zoll-SATA-SSDs, die der Adapter dann selbst per RAID 0 oder RAID 1 ansteuert. Die Wahl des Modus erfolgt per DIP-Schalter. Der Host des Adapters kann aber auch ein PC sein, dort auch als Bootmedium, oder eben ein NAS. Im Falle eines QNAP-NAS besteht außerdem Zugriff auf die Laufwerksinformationen.

Der QDA-A2MAR hat die die gleiche Funktion, allerdings werden hier zwei M.2-SATA-SSDs in einem 2,5-Zoll-Gehäuse kombiniert.

Die Rechenpower von modernen NAS wie dem TVS-872XT, welches einen Intel Core i5 als CPU nutzt, setzt QNAPs Videoüberwachungssoftware "QVR Face" für eine Gesichtserkennung von Personen ein. Die Software erkennt Personen und kann diese, wenn ein entsprechendes Profil angelegt wurde, auch direkt zuordnen. Eine Suche nach Videomaterial mit betreffenden Personen darauf ist dann ebenso möglich. Dank der leistungsfähigen CPUs derartiger NAS ist dies nun "on-the-fly" auf einem NAS möglich. Voraussetzung ist natürlich ein entsprechend leistungsfähiges Gerät und die Nutzung QVR Face benötigt auch entsprechende Lizenzen von QNAP.

Als Alternative zu Seagates Healthmanagement bei Ironwolf-Laufwerken, bei denen die Firmware des Laufwerks selber verschiedene Sensoren überwacht, hat QNAP mit dem ULINK Drive Analyser eine cloud-basierte Lösung vorgestellt. Die zugehörige QTS-App überwacht die S.M.A.R.T-Werte der Laufwerke. ULINKs Cloud analysiert diese Daten dann per "Machine Learning" und versucht dann, Muster zu erkennen, die auf anderen Systemen zu Ausfällen führten. Dank der Daten einer hohen Anzahl von erfassten Laufwerken versucht ULINK dann mit dieser Mustererkennung, die Laufwerke in drei Kategorien einzusortieren: Gesunde Laufwerke, Laufwerke mit Lebenserwartung von weniger als sechs Wochen und akut gefährdete Laufwerke mit einem wahrscheinlichen Ausfallen binnen zwei Wochen. Wann und wie dieser Dienst startet, ist noch nicht bekannt.

Weitere Infos zum diesjährigen Computex-Auftritt von QNAP findet ihr in unserer vorherigen News.

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