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Internet und Fernsehen liegen bei den Mediennutzern fast gleichauf

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@ Die Zeit, welche die Menschen in die Mediennutzung stecken, ist begrenzt: Ein Tag hat nun einmal nur 24 Stunden und nicht die gesamte Zeit wird mit der Nutzung von Radio, Fernsehen, Internet oder auch Printmedien verbracht. Man kann sagen, dass jeder Mensch ein gewisses Zeitbudget in Medien investiert. Das variiert natürlich individuell und auch phasenweise, je nachdem wie die persönlichen Lebensumstände ausfallen. Klar ist aber, dass jenes Zeitbudget bei niemandem unendlich ist.

Wird also ein bestimmtes Medium stärker beansprucht, ist es häufig der Fall, dass eben jene Zeit auch von einem anderen Medium abgezwackt werden muss. Eine derartige Entwicklung kristallisiert sich im Bezug auf das Fernsehen und das Internet heraus. Zu 100 % lässt sich zwar kein kausaler Zusammenhang attestieren, aber zumindest eine Korrelation liegt vor.

Internet und Fernsehen liegen bei den Mediennutzern fast gleichauf

So hat die Nutzungsdauer des Fernsehens international in den letzten Jahren abgebaut, während die Internetnutzung immer weiter zugenommen hat. Das ist natürlich aber auch dem Boom im mobilen Markt zu verdanken. Doch auch Streaming-Anbieter dürften ihren Teil dazu beigetragen haben, dass die Mediennutzung sich vom linearen Fernsehen hin zu Online-Angeboten verlagert.

Laut den Media Consumption Forecasts 2017 dürfte 2018 dann endgültig ein Gleichstand erreicht sein. Aktuell nutzen die Menschen international im Durchschnitt das Internet ca. 157 Minuten – Tendenz steigend. Das lineare Fernsehen wird täglich ca. 164 Minuten genutzt – Tendenz fallend. Noch ist das Fernsehen also international das meistgenutzte Medium, ein Wechsel an der Spitze ist aber absehbar.

Bereits 70 % der Internetnutzung soll dabei auf mobile Endgeräte entfallen. Man darf gespannt sein, wie sich die Medienlandschaft entsprechend in den nächsten Jahren weiterentwickelt und ob die Tendenz anhält, dass das lineare Fernsehen an Bedeutung verliert, während Online-Angebote einen Aufschwung erleben.

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Kommentare (11)

#2
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4832
Ein wenig überspitzt ausgedrückt, aber im Grunde stimmt das. Eigentlich sieht man so gut wie nur noch Schmerzsalbenwerbung, Werbung für Unfallversicherungen, Makeup - und das sind noch die besseren, wenn es nicht direkt schon um Goldankäufe, oder Abos geht.
Umso schlimmer, dass die ÖR-Produktionen mittlerweile qualitativ die in den Hintergrund gedrückten privaten Sender fast schon im Niveau unterbieten:

Letztens habe ich, weil der Fernseher schon durch eine andere Person lief, eine Sendung mitgesehen, bei der übelst im Privatleben einzelner Leute herumgeschnüffelt wurde, weil sie Anlagen bei einer Firma getätigt haben, die eine Steuerlücke ausgenutzt hat. Es wurde ihnen nachgestellt, aufgelauert und sie in der Freizeit belästigt. Es wurde nur erwähnt, dass die schon lange bekannte Lücke von mehreren Finanzministern nicht geschlossen wurde, aber statt das Ministerium für seine Inkompetenz(eventuell sogar Verquickung) zu kritisieren, wurden Anleger gemobbt und öffentlich angeprangert, die eventuell gar nicht wussten, was für Geschäfte die Finanzfirma mit ihren Anlagen treibt. Am Ende hat man sich echauffiert, dass das Verhalten über viele Jahre den Steuerzahler irgendwas um die 15 Milliarden oder so gekostet hätte.

An der Stelle möchte ich das ÖR Fernsehen darauf hinweisen, dass sie 8,5 Mrd. [U]pro Jahr[/U] kosten - genau genommen 17,50€ pro Monat und pro Haushalt, was aufs Jahr 210€ macht! Es gibt Leute, die ein geringes Einkommen haben, und sich davon einen Monat lang ernähren könnten.
Gerade deshalb ist es umso problematischer, dass der ÖR über die Rundfunkgebühr finanziert wird, weil er festlegen kann, dass er gebraucht würde, während in der Bevölkerung der Bedarf sinkt: Rundfunkbeitrag soll 2021 auf über 19€ steigen

Eine breite Masse wird noch von Sportevents angesprochen. Da ist die Werbung deutlich vielfältiger, aufwändiger und ermöglicht es dem Sender, auch einiges für die Übertragungsrechte hinzublättern. Aber dazu braucht man keinen ÖR, der solche Summen kostet.
Mein Fazit: Ein billiger Bundes-TV-Sender, über den die Regierung das Volk informieren kann, würde reichen. Den Rest können unabhängige Dritte über TV, Radio und Internet abdecken.
#3
Registriert seit: 27.09.2006

Hauptgefreiter
Beiträge: 226
Sorry aber so ein Blödsinn. TV ist nur noch Verdummung im großen Stil. Es laufen nur noch Sendungen die billig Produziert werden, es wird Stimmung gemacht gegen bestimmte Gruppen die oft selber Opfer sind, aber das wird von vielen dankend angenommen.

Egal welches Medium, sie alle versuchen eure Meinung zu beeinflussen und man darf eins nicht machen...nämlich ihre Meinung für bare Münze nehmen.

Man muss immer kritisch bleiben, hinterfragen und andere Quellen heranziehen um der Wahrheit näher zu kommen. Die komplette Wahrheit wird man wohl kaum herausfinden, aber besser als jeder Lüge in den Medien zu glauben.

Alles was sie wollen ist, uns von den wichtigen Dingen abzulenken und unseren Frust in bestimmte Richtungen zu lenken.

Aluhut hin oder her, jeder mit ein wenig Menschverstand und Logik sollte dies analysieren können.

Menschen mit schlechter Bildung, die in Angst leben und deren Meinung man beeinflusst lassen sich einfacher beherrschen, das haben schon die alten Ägypter für sich ausgenutzt!

Tausende Jahre später hat das immer noch Erfolg, sowie die Brot und Spiele Politik zu Zeiten Roms.

Es ist eine Schande das die Menschheit nicht imstande ist sich weiter zu entwickeln, weil es vielen da oben so gefällt wie es ist.

Die Medien spielen leider ihre Machtposition aus, aber auch das wird ihnen ja vorgeschrieben. Und das weiß ich aus erster Hand.

Das TV so stark abnimmt liegt nicht daran das das Internet soviel besser wurde, sondern die TV Unterhaltung wurde soviel schlechter, im gleichen Zeitraum.
#4
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Registriert seit: 02.09.2010
Bergisch Gladbach
Vizeadmiral
Beiträge: 6528
Naja bei mir läuft der TV nur noch für DMAX, Netflix, Musik und Nachts mal Medical Detectives.

Gibt nur noch wenige gute Sachen im TV.
#5
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Registriert seit: 04.01.2015

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 477
Der Vergleich mit H4`lern und Rentnern ist statistisch belegt?...ich schaue gerne Fernsehen,nicht viel aber immer wieder Reportagen (unterschiedlicher Thematik),aktuelle Geopolitische Talkrunde und/oder allgemeine Debatten um aktuelle lokale/globale Themen. Mir ist klar, dass man das auch in Mediatheken sehen kann, aber irgendwie möchte ich das nicht. Serien/Filme schaue ich eigentlich selten aber wenn dann hole ich mir ein Skyticket und/oder ein Monatspaket oder so bei Maxdome und Konsorten.

Ich habe kein Problem mit der GEZ,wenn ich dafür mal u.a. eine tolle Doku sehen kann, wo 2 jahre Drehzeit und viel Liebe im detail investiert wurden. Aliens und Nazidokus,schwarze Löcher und Morgan Freeman als Zeitreiseexperte auf N24 ist nun wirklich nur zum einschlafen gut. Ich habe öfters bei Bekannten erlebt , dass da gar nicht mehr so richtig etwas gesehen wird, wenns am PC läuft bzw. ein großer Moni angeschlossen ist, nebenbei wird immer wieder Facebook aufgemacht,Serien laufen da nur teilweise mit Bild, da wird oft nur mitgehört und nebenbei gegoogelt.
Ich hab das Gefühl die Menschen sind heute nur noch Konsumautomaten und alles wird im Akkord geglotzt,wenns oberflächlich ist um so besser,fragt man dann 2 Tage später was in der Folge xy von "Serie sowieso" lief,wissen es diese gar nicht mehr...nene,man schaut ja Forumsbeiträge oder Amazonartikel nebenbei...oh mein Gott,wo sind die Menschen hin die länger als 5 Minuten Aufmerksamkeit erbingen können ohne Neuroleptiker gegen Gedankenrasen einnehmen zu müssen. :eek:

RTL,Pro7,RTL2 und so ist gar nix für mich, ich schaue hauptsächlich den NDR und die ZDF Sender ,Arte,Phönix und manchmal Euronews und so...naja jeder wie er mag.

Ist irgendwie genau das gleiche wie mit Kino..ich gehen ausschließlich in die Sneak,überraschung garantiert und das gute alte Feeling zählt. Man pinkelt vorher,ißt was vor der Vorführung und kann nicht umschalten,smartphone ist aus.... Internet macht nicht multitaskingfähiger sondern unaufmerksamer was den Konsum von Filmen und Serien angeht.

Ein Kumpel von mir erträgt es z.B nicht, dass im TV seine Serien immer nur wöchentlich mit einer Folge läuft.Er wartet,kauft alle Folgen und "glotzt" eine Staffel pro Woche......krank.

Aber im Großen und Ganzen ist das Fernsehen der Bequemlichkeit zurückgewichen..Internet ist bequemer,Streams kann man anhalten,teilweise keine Werbung ...mehrere Serienfolgen hintereinander statt Wartezeiten in Kauf nehmen. Insofern verstehe ich das.
#6
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Registriert seit: 02.12.2012
Hobbingen
Fregattenkapitän
Beiträge: 2582
Ich schaue schon seit Jahren kein TV mehr, nicht mal Sport-Events, da die Qualität schon seit Jahren nur noch minderwertig ist, Free und Pay-TV, Netflix sei dank muss ich mir das auch nicht mehr antun. Mein TV wird nur noch für Medien-Streaming und Gaming mit meinem HTPC genutzt, ansonsten hätte ich nicht mal ein TV mehr im Wohnzimmer, spätestens nächstes Jahr steige ich auf auf Beamer/Leinwand um.

Edit: TV-Anschlußkabel (DVB-C) ist nicht mal mehr angeschlossen, lediglich mein HTPC über HDMI.
#7
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11310
Die können doch nicht das generelle Nutzen des Internets, mit dem Fernsehen vergleichen o.O
Oder zählt zu "Internet" ausschließlich das Ansehen von Video-Inhalten?
Die Statistik deutet eher auf allgemeine Nutzung, also auch zum Dinge Googlen, in Foren schreiben, chatten und sich bilden...
Also kein besonders sinnvoller vergleich.
Des weiteren dürfte bei manchen auch beides Paralel laufen. Bei mir jedenfalls.
#8
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Registriert seit: 18.07.2010
Hannover
Korvettenkapitän
Beiträge: 2130
Ich schaue praktisch auch kein TV mehr. Die paar Euro für Netflix und Amazon ist es mir definitiv wert nicht ständig mit Werbung zugenervt zu werden oder mir diesen Rotz für unterbelichtete Amöben (das ist jetzt eher auf die privaten gemünzt) anzusehen , der so kommt, wenn ich zufällig Zeit zum Gucken hab. Gefühlt wird das TV auf allen Kanälen (inkl ÖR) immer schlechter und dank Streaming und BluRays gibt's auch schlicht keinen Grund sich das noch länger anzutun.
#9
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Registriert seit: 03.04.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1513
Gerade bei der Werbung merkt man für wie blöde die ihre restlichen Zuschauer halten. Ich schaue schon seit 9 Jahren kein Fernsehen mehr, aber wenn ich zwischendurch mal reinschaue, wirkt das alles auf mich wie damals 9live oder gar schlimmer.
Die Nachrichten übrigens auch. Und das ist das wirklich schlimme.
#10
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Registriert seit: 20.01.2011

Oberbootsmann
Beiträge: 1008
http://www.media-control.de/die-alten-sitzen-vor-der-glotze!.html

Und das war 2014 - hab mal irgendwo gelesen, dass es bergauf mit dem Durchschnittsalter geht. ^^

Gründe: Die Jugend nutzt das Internet und eigentlich alle, die mit nem Rechner umgehen können. TV hat im Vergleich zum Netz sehr viele Nachteile, welche allein deswegen das Internet auf die Überholspur bringen.

Zum Unterschichten-TV: Ob das jetzt alles H4 Empfänger sind bezweifle ich mal - die Arbeitskollegen meines Vaters haben mich zweifeln lassen, wie manche Menschen einen Job haben können ohne fähig zu sein, einen kompletten Satz flüssig auszusprechen.

Da tummelt sich halt der geistige Kaffeesatz, der so ziemlich in allen Gesellschaftsschichten vertreten ist.
#11
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Registriert seit: 29.08.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1885
Fallen Angebote wie Netflix und Co. da nun unter Internetnutzung oder TV?

Mir erscheint die Nutzung von TV nämlich noch immer deutlich zu hoch auszufallen. Kommt doch eh nur noch Grütze den ganzen Tag. Und viele jüngere Leute haben nicht mal mehr TV Geräte.
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