g-syncOffenbar hat NVIDIA einige Änderungen bei den Anforderungen für Monitore vorgenommen, die mit der Unterstützung von G-Sync Ultimate angeboten werden. Über definierte Anforderungen und eine Zertifizierung will NVIDIA sicherstellen, dass gewisse Standards eingehalten werden. Eine dieser Vorgaben ist eine Helligkeit von 1.000 cd/m².

Doch diese Vorgabe scheint NVIDIA reduziert zu haben, denn in den vergangenen Wochen und Tagen sind Monitore aufgetaucht, die diese 1.000 cd/m² nicht mehr einhalten und dennoch als G-Sync-Ultimate-Monitor angeboten werden. Zur CES präsentierte NVIDIA die GeForce RTX 3060, die Ende Februar auf den Markt kommen soll, vieles konzentrierte sich jedoch auf die mobilen Ampere-Ableger der GeForce-RTX-30-Serie. Aber auch auf neue Monitore wollte NVIDIA hinweisen, die zusammen mit der Reflex-Technologie beworben wurden. Einige der neuen Monitore bieten "nur" DisplayHDR 600, können also per Definition nicht auf 1.000 cd/m² kommen. Inzwischen führt NVIDIA offenbar auch Monitore als G-Sync-Ultimate-Modelle, die nur DisplayHDR 400 bieten und damit auf nur 400 cd/m² kommen.

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So wie es aussieht hat NVIDIA die Definition für HDR abgeändert – zumindest intern. Während bisher immer von Nits bzw. cd/m² für die Helligkeit die Rede war bzw. dies auch eine Anforderung für G-Sync Ultimate war, verwendet NVIDIA nun die Beschreibung "Lifelike HDR", die sich nun wirklich weit weg von jeder technischen Definition befindet.

Die Kollegen von ComputerBase haben inzwischen ein Statement von NVIDIA erhalten:

"Late last year we updated G-SYNC ULTIMATE to include new display technologies such as OLED and edge-lit LCDs.

All G-SYNC Ultimate displays are powered by advanced NVIDIA G-SYNC processors to deliver a fantastic gaming experience including lifelike HDR, stunning contract, cinematic color and ultra-low latency gameplay. While the original G-SYNC Ultimate displays were 1000 nits with FALD, the newest displays, like OLED, deliver infinite contrast with only 600-700 nits, and advanced multi-zone edge-lit displays offer remarkable contrast with 600-700 nits. G-SYNC Ultimate was never defined by nits alone nor did it require a VESA DisplayHDR1000 certification. Regular G-SYNC displays are also powered by NVIDIA G-SYNC processors as well.

The ACER X34 S monitor was erroneously listed as G-SYNC ULTIMATE on the NVIDIA web site. It should be listed as “G-SYNC” and the web page is being corrected."

NVIDIA begründet die Reduzierung darin damit, dass man auch Monitore als G-Sync Ultimate kompatibel aufnehmen wollte, die Panels mit OLED und edge-lit LCD verwenden. Diese erreichten im Falle der OLEDs und edge-lit LCDs 600 bis 700 cd/m² in der Helligkeit, aber G-Sync Ultimate wäre nie alleine über die Helligkeit definiert worden. Man habe aber fälschlicherweise ein bestimmtes Modell als G-Sync Ultimate aufgeführt, obwohl dies nur als G-Sync-Display hätte kategorisiert werden sollen. Diesen Fehler habe man inzwischen behoben.

Dennoch macht sich der Eindruck breit, dass NVIDIA die Kategorisierung als G-Sync Ultimate etwas aufweicht. OLEDs besitzen sicherlich herausragende Eigenschaften und dies gilt auch für die edge-lit LCDs, hinsichtlich der Helligkeit aber kann "Lifelike HDR" sicherlich vieles bedeuten.