asus-auraIn den vergangenen Monaten und Jahren konnten die Monitorhersteller die Breite der Rahmen immer weiter verringern. Bis sie ganz verschwinden werden, wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Gerade bei Multi-Monitor-Setups kann aber auch der schmalste Rahmen noch störend sein. Auf der Consumer Electronics Show hat ASUS nun ein Konzept vorgestellt, welches die Rahmen verstecken soll.

Dazu wird ein optischer Trick angewendet. Das Bezel-Free Kit wurde zusammen mit dem Hersteller für die Hintergrundbeleuchtungen entwickelt, mit dem ASUS zusammenarbeitet. Es handelt sich dabei im Grunde genommen um Linsen, die das Licht in den Randbereichen des Monitors brechen und damit umleiten. Auf der Front der Linsen abgestrahlt verdecken sie damit die Rahmen des Monitors.

ASUS verwendet als Material für die Linsen PMMA. Das Polymethylmethacrylat ist leichter als Glas und soll widerstandsfähiger sein. 90 % des eingefangenen und gebrochenen Lichtes soll vorne wieder austreten. Mit Linsen aus Glas wäre der Anteil des Lichtes, welches durch die Linsen geführt wird, höher, Glas ist aber schwerer und auch anfälliger gegen Stöße.

Die Brechung des Lichtes geschieht in einem bestimmten Winkel, daher müssen die Monitore auch in diesem speziellen Winkel aufgestellt werden. Das Bezel-Free Kit gibt diesen vor. Die von ASUS verwendeten 130° sollen aber dem typischen Aufbau eines Multi-Monitor-Setups entsprechen. Da eine spezifische Anpassung an den Rahmen des jeweiligen Monitors vorgesehen ist, plant ASUS das Bezel-Free Kit derzeit für die Modelle ROG Swift PG258Q, Strix XG258Q und PG258Q anzubieten.

Derzeit ist nicht bekannt, wann das Bezel-Free Kit verfügbar werden soll. Auch einen Preis kennen wir derzeit noch nicht.

ASUS Aura wird eigenständig

Auf der CES stellt ASUS noch weitere Produkte vor, die Licht als Anwendungsgebiet vorzuweisen haben. Das eigene Aura-Ökosystem wird um eine Box namens Aura Terminal erweitert, welche eine Lichtsteuerung ohne Software ermöglicht.

Per USB an den Rechner angeschlossen kann so weitere RGB-Hardware gesteuert werden. Das Aura Terminal verfügt über vier Header, von denen jeder 30 weitere LEDs unabhängig voneinander ansteuern kann.

Als erstes Produkt außerhalb der PC-Komponenten, Monitore und Eingabegeräte präsentiert ASUS den ROG Spotlight. Dieser projiziert das ROG-Logo auf eine beliebige Fläche. Über einen magnetischen Mechanismus am Fuß kann der ROG Spotlight in alle Richtungen gedreht werden – kann so also auch an eine Wand oder die Decke strahlen.

Derzeit kennen wir weder einen Erscheinungstermin noch einen Preis für das Aura Terminal oder den ROG Spotlight.

Update:

Wir konnten uns auf der Messe selbst einen Eindruck des Bezel-Free Kit machen.

Der Preis soll bei etwa 200 Euro liegen. Auf den Bildern gut zu erkennen ist die Verdunkelung durch den Einsatz des PMMA. Die besagten 90 % erreichen die Prismen aber nicht – zumindest nicht immer. Je heller die Darstellung auf dem Monitor, desto störender fällt der abgedunkelte Bereich auf. Außerdem störend ist, wenn HUD-Elemente am Rand dargestellt werden, die dann durch die Prismen gebrochen werden. Die Rahmen werden aber in den meisten Fällen wirklich sehr gut ausgeblendet. Der Eindruck einer großen Display-Fläche wird zumindest verstärkt.