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AMD will Ryzen 4000 / Zen 3 nun doch auf B450 und X470 unterstützen

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amd-b550Zusammen mit dem Ryzen 3 3300X und Ryzen 3 3100 stellte AMD den Mitteklasse-Chipsatz B550 vor. Für einen Aufschrei sorgten jedoch Pläne, dass die künftigen Prozessoren der Ryzen-4000-Serie auf Basis der Zen-3-Architektur nur auf Mainboards mit eben diesem neuen B550- und dem bereits bestehenden X570-Chipsatz funktionieren würden.

AMD begründete den Schritt mit zu kleinen BIOS-Chips aber auch der Tatsache, dass eine Validierung der Plattform mit derart vielen unterschiedlichen Prozessoren einfach zu aufwändig wäre. Es gibt also einerseits handfeste technische Gründe, aber sicherlich spielt auch die Produktpolitik eine gewisse Rolle.

Vor allem wird der zu kleine BIOS-Chip angeführt. Dieser ist üblicherweise 16 MB groß. Inzwischen gibt es BIOS-ROMs mit 32 MB, allerdings waren diese zu den frühen Zeiten der AM4-Mainboards für die ersten Ryzen-Prozessoren noch nicht wirklich verfügbar und zudem mussten die Prozessoren solch große Chips unterstützen. Dies taten sie nicht und so entschieden sich die meisten Mainboardhersteller für einen BIOS-Chip mit 16 MB.

Manche Mainboards haben bereits einen BIOS-Chip mit 32 MB, dieser wird allerdings nicht als einzelner Chip gesehen, sondern besteht dann aus zwei Partitionen, die vom Prozessor angesprochen werden können. So ist es also möglich, zwei BIOS-Versionen auf dem Mainboard unterzubringen und zugleich eine maximale Anzahl an Ryzen-Prozessoren zu unterstützen.

Nun scheint AMD zumindest teilweise zurückrudern zu wollen. In einem Statement spricht man nun doch davon, dass man gemeinsam mit seinen Mainboard-Partnern an einer Möglichkeit arbeiten will, dass auch Mainboards mit B450- und X470-Chipsatz die neuen Prozessoren aufnehmen werden können.

Allerdings macht AMD zugleich ein paar Einschränkungen. So wird es nicht mehr möglich sein, von einem solchen Beta-BIOS wieder zurück zu wechseln. Durch die Unterstützung neuer Prozessoren fällt am anderen Ende der Support für bestehende Modelle wieder weg.

AMD sieht dies als einmaligen Schritt. Über Prozessoren auf Basis von Zen 3 hinaus werden diese Mainboards keine weitergehende Unterstützung mehr bieten – die Ryzen-Prozessoren auf Zen 4 werden für B450 und X470 keine Option mehr sein.

Das Statement von AMD im Original:

  • We will develop and enable our motherboard partners with the code to support “Zen 3”-based processors in select beta BIOSes for AMD B450 and X470 motherboards.
  • These optional BIOS updates will disable support for many existing AMD Ryzen™ Desktop Processor models to make the necessary ROM space available.
  • The select beta BIOSes will enable a one-way upgrade path for AMD Ryzen Processors with “Zen 3,” coming later this year. Flashing back to an older BIOS version will not be supported.
  • To reduce the potential for confusion, our intent is to offer BIOS download only to verified customers of 400 Series motherboards who have purchased a new desktop processor with “Zen 3” inside. This will help us ensure that customers have a bootable processor on-hand after the BIOS flash, minimizing the risk a user could get caught in a no-boot situation.
  • Timing and availability of the BIOS updates will vary and may not immediately coincide with the availability of the first “Zen 3”-based processors.
  • This is the final pathway AMD can enable for 400 Series motherboards to add new CPU support. CPU releases beyond “Zen 3” will require a newer motherboard.
  • AMD continues to recommend that customers choose an AMD 500 Series motherboard for the best performance and features with our new CPUs.

Vermutlich aufgrund des Drucks aus der Community hat AMD nun also eingelenkt. Welche Mainboards letztendlich dann aber die Unterstützung erhalten werden, bleibt noch abzuwarten. Heute ein Mainboards mit B450- oder X470-Chipsatz zu kaufen, ist also noch keine Garantie dafür, dass die kommenden Prozessoren darauf laufen werden.

Die Ryzen-Prozessoren der 4000-Serie auf Basis der Zen-3-Architektur werden noch in diesem Jahr erscheinen. Bis dahin werden allerdings noch ein paar Monate vergehen und in diesem wird AMD mit seinen Mainboardpartnern einen Plan ausarbeiten, wie man eine Unterstützung der neuen Prozessoren auf den älteren Mainboards gewährleisten kann.