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EVGA konzentriert sich mit dem X299 Dark auf den Speicher

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Neben der GeForce GTX 1080 Ti Kingpin Edition präsentiert EVGA auf der Computex 2017 auch gleich einige neue Mainboards. Dabei will der Hersteller im Bereich der Produktauswahl aber nicht mit anderen konkurrieren, denn anstatt gleich ein gutes dutzend Mainboards auf den Markt zu bringen, konzentriert man sich auf zwei Modelle. Auf das Flaggschiff X299 Dark wollen wir nun etwas genauer eingehen, denn dieses Modell soll EVGA an die Spitze der High-End-Mainboards bringen.

Anstatt nun jeden einzelnen Anschluss des Mainboards oder die Funktionen der Basin-Falls-Plattform zu beschreiben, wollen wir uns nun aber auf die Besonderheiten des X299 Dark konzentrieren. Zu nennen wäre hier unter anderem ein optimiertes E-ATX-Design. Optimiert hat EVGA vor allem die Position einiger Anschlüsse, die nun etwas zurückversetzt sind, damit die starren Stecker nicht mehr so weit über die Ausmaße des Mainboards hinausstehen. Dies betrifft vor allem die Stromanschlüsse des Mainboards – von 8-Pin bis zum 24-Pin-ATX-Anschluss.

Eine der sichtbarsten Funktionen des EVGA X299 Dark ist sicherlich der große Kühler, der direkt über dem Chipsatz sitzt. Der Kühler soll aber nicht nur den Chipsatz kühlen, sondern auch die eventuell verbauten M.2-SSDs. Diese können sich je nach Leistung und verwendetem Modell bei längerer Last erwärmen und drosseln ihre Leistung. Daher bieten bereits einige Mainboard-Hersteller spezielles Abdeckungen an, die auf den M.2-SSDs angebracht werden und die helfen sollen, diese zu kühlen. EVGA kühlt diese SSDs direkt mit und verwendet dazu geschlossene Kanäle, über die die Luft geführt werden. Die Abluft wird an der I/O-Blende herausgeführt.

Eine weitere Auffälligkeit ist sicherlich das Vorhandensein von nur vier DIMM-Slots, während die meisten anderen Hersteller bei ihren High-End-Modellen meist acht Slots anbieten. EVGA möchte aber die Anbindung des Speichers verbessern und diesen mit den schnellsten Taktraten betreiben können. Die Skylake-X-Prozessoren bieten ein Quad-Channel-Interface und machen damit eine Bestückung mit vier oder acht Modulen möglich. Werden allerdings acht DIMM-Steckplätze verwendet, teilt sich ein Channel auf zwei Steckplätze auf.

Alleine diese Aufteilung mit einem dazugehörigen Switch sorgt bereits dafür, dass die Taktraten nicht die Werte erreichen können, die bei weniger Steckplätzen möglich wären. Werden von acht Steckplätzen nur vier bestückt, fungieren die freien Steckplätze mit den dazugehörigen elektrischen Verbindungen gar als Antenne und nehmen störende Signale auf. Auch dies sorgt für eine gewisse Limitierung bei der Speicherleistung.

Gigabyte präsentierte im vergangenen Jahr eine spezielle SOC-Variante eines Mainboards mit nur zwei DIMM-Steckplätzen – ausgelegt auf maximale Speicherleistung und Speicher-OC. EVGA geht mit dem X299 Dark nun ebenfalls diesen Weg und Vince Lucido, auch bekannt als Kingpin, ist zuversichtlich, neben den Grafikkarten nun auch beim Speicher- und Prozessor-Overclocking wieder neue Benchmarkrekorde aufstellen zu können.

Im Lieferumfang des EVGA X299 Dark befindet sich eine schematische Zeichnung des Mainboards, die als Benchtable verwendet werden kann. Die Zeichnung beschreibt aber auch alle wichtigen Anschlüssen und hilft bei der Bestückung der PCI-Express-Steckplätze bzw. erläutert die dann noch zur Verfügung stehenden PCI-Express-Lanes.

Natürlich verfügt das Mainboard auch über zahlreiche OC-Funktionen. Dazu gehören gleich zwei 7-Segment-Anzeigen, die nicht nur Fehlercodes anzeigen können, sondern auch Spannungen. Hinzu kommen natürlich auch Spannungsmesspunkte und einige LEDs, die beim Overclocking helfen sollen zu verstehen, warum es beispielsweise zum Absturz gekommen ist.

Wann und zu welchem Preis des EVGA X299 Dark auf den Markt kommen soll, ist derzeit nicht bekannt. Gleiches gilt auch für das X299 FTW/K und das X299 Micro.