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Bastelplatine für Industrieanwendungen: Der Arduino Portenta H7 mit AI-Hardware

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arduinoBereits im Januar vorgestellt wurde der Arduino Portenta H7. Inzwischen kann dieser im Online-Shop bestellt werden und daher wollen wir den Portenta H7 einmal genauer vorstellen, denn das Board besitzt durchaus interessante Aspekte. Der italienische Hersteller Arduino sieht den Portenta H7 bereit für den industriellen Einsatz.

Als Prozessor kommt auf dem Portenta H7 ein STM32H747XI mit jeweils zwei Cortex-M7 und Cortex-M4-Kernen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um 32-Bit-Kerne auf Basis einer ARM-Low-Power-Architektur. Die M7-Kerne arbeiten mit 480 MHz und die kleineren M4-Kerne mit 240 MHz. Als kleinste Variante ist der Cortex M0 gerade einmal 0,007 mm² groß.

Beim Arbeitsspeicher kann der auf dem Portenta H7 verwendete STM32H747XI-SoC mit 8 bis 64 MB ausgestattet werden. An Flashspeicher verbaut sind 2 bis 128 MB. Der Speicher kann über eine SD-Speicherkarte erweitert werden, wenn das entsprechende Modul verwendet wird. Neben einem optionalen Ethernet-Modul gibt es ein solches für Bluetooth 5.0 und WLAN nach 802.11 b/g/n, welches 65 MBit/s erreicht. Nach den ersten technischen Daten zeigt sich bereits, dass das Portenta H7 nicht zwangsläufig mit der besten Ausstattung glänzen kann, aber auch nicht in dieser Form konzipiert wurde.

Das Vorhandensein eines Crypto-Chips (NXP ECC608 oder NXP SE050C2 Crypto), der AI-Beschleunigung über die Cortex-M-Kerne sowie die Möglichkeit, die Hardware zwischen -40  und +85 °C betreiben zu können, zeigt ein mögliches Einsatzgebiet für den Arduino Portenta H7 sicherlich am deutlichsten auf. Arduino sieht das Board im Industrieeinsatz und hier in der Überwachung von Produktionsprozessen, der Qualitätskontrolle, Robotorcontroller und vielem mehr.

Weitere Merkmale des Arduino Portenta H7 80 GPIO-Kontakte, um die verschiedenen Module und Sensoren anzubinden, und eine integrierte Chrom-ART-Grafikeinheit, deren Ausgabe über den Typ-C-Anschluss als DisplayPort-Signal erfolgt. Weiterhin bietet das Board drei ADCs mit einer maximalen Auflösung von 16 Bit (bis zu 36 Kanäle mit bis zu 3,6 MSPS), zwei 12-Bit DACs (1 MHz) sowie 22 Timer und Watchdogs. Das Kamerainterface nimmt ein 8-Bit-Signal mit 80 MHz entgegen.

An Betriebssystemen bzw. Entwicklerschnittstellen verwendet werden können MicroPython und JavaScript über einen Interpreter sowie TensorFlow Lite.

Das Arduino Portenta H7 ist ab sofort im Online-Store für 89,90 Euro erhältlich.