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Kommentar: AMD und NVIDIA – Alles im Griff, nur die Preise nicht

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radeon-6800Die Arena ist eröffnet – AMDs Radeon RX 6800 schlägt NVIDIAs GeForce RTX 3070 und die Radeon RX 6800 XT kann es mit der GeForce RTX 3090 aufnehmen. Liegt die Radeon RX 6900 XT am Ende auch noch auf Augenhöhe mit der GeForce RTX 3090, kann AMD neben der Rückkehr bei den Prozessoren  endlich auch bei den Grafikkarten wieder mitmischen.

Aber was nützt all die schicke Hardware, wenn man sie nicht kaufen kann? Der Verkaufsstart der GeForce RTX 3080 und GeForce RTX 3090 war genau wie der verschobene Start der GeForce RTX 3070 für viele eine Enttäuschung. Zwar nannte NVIDIA zumindest für die kleineren beiden Modelle halbwegs attraktive Preise, zu diesen sind die Karten aber bis heute nicht oder in nur sehr geringen Stückzahlen verfügbar.

Der heutige Test der ersten beiden Big-Navi-Karten war auch zugleich der Startschuss für den Verkauf der Referenzversionen. Die Radeon RX 6800 soll 579,99 Euro kosten und die Radeon RX 6800 XT 649,99 Euro. Aber mehr als eine Fußnote sind diese Preise wohl in absehbarer Zeit nicht. 

Selbst wer heute schnell war, musste schon viel Glück haben, um eines der beiden Modelle zur unverbindlichen Preisempfehlung zu ergattern. Bereits in der gleichen Minute des Verkaufsstarts um 15:00 Uhr waren die meisten Karten vergriffen oder kosten 150 Euro, 200 Euro oder noch mehr an Aufpreis.

Wie absurd die Situation ist, zeigt sich an der Tatsache, dass manche Shops die Radeon RX 6800 oder Radeon RX 6800 XT in größeren Stückzahlen im Shop lieferbar haben, diese aber aufgrund des hohen Preises offenbar niemand haben will.

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AMD wehrt sich natürlich dagegen, von einem Paperlaunch zu sprechen. Solange man eine gewisse Stückzahl in den Handel hat bringen können, könne von einem Paperlaunch nicht die Rede sein – so AMD und NVIDIA. Beide Hersteller sprechen davon, dass man übliche Stückzahlen für einen solchen Launch vorgesehen hat. Ob man hätte absehen können, dass die Nachfrage deutlich höher sein dürfte, ist eine streitbare Frage. Die Pandemie einerseits und belastbare Markforschungsanalysen hätten durchaus Hinweise darauf geben können, dass die Nachfrage deutlich höher sein wird. Aber im Nachhinein sind wir immer klüger.

Aber das, was aktuell auf den Grafikkartenmarkt geschieht, geht über das hinaus, was noch als vertretbar zu bezeichnen ist. Die unverbindlichen Preisempfehlungen von AMD und NVIDIA sind reine Makulatur. Daher verzichten wir im Rahmen der Tests auch auf eine preisliche Bewertung. Klar spielt dieser im Hinterkopf eine Rolle, aber er kann aktuell keine belastbare Basis für eine Entscheidung sein, da zumindest die UVPs derzeit zu einem Großteil nichts mit der Realität zu tun haben.