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Intel Optane 900P im Preisvergleich: 480 GB für 1.000 US-Dollar

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intel-optane-ssd-900pBisher gibt es zwei Möglichkeiten, den neuen 3D-Xpoint-Speicher von Intel einzusetzen. Entweder man verwendet die kleinen Module mit 16 und 32 GB mit ihren extrem geringen Latenzen als Caching-SSD im Desktop und Notebook oder aber die Optane SSD DC P4800X  dient als Enterprise-SSD im PCI-Express-Steckkartenformat. Bereits mehrfach sind Informationen zur Desktop-Variante Intel Optane SSD 900P aufgetaucht, nun sind die ersten Hinweise in diversen Preisvergleichen zu finden. Auch unser Preisvergleich listet die Optane SSD 900P mit 280 und 480 GB.

Allerdings ist hier noch kein Europreis zu finden. US-Preise aber stammen von www.shopblt.com und nennen für die 240-GB-Variante etwa 635 US-Dollar und für das Modell mit 480 GB 1.075 US-Dollar. Der Aufpreis für die neue Serie dürfte damit nicht unerheblich sein, schließlich ist eine Intel SSD DC P3700 mit 400 GB ab 650 Euro zu haben. M.2-Module mit einer Anbindung über vier PCI-Express-Lanes sind natürlich deutlich günstiger zu haben.

Die Leistungsdaten der Intel Optane SSD 900P sind mit der Optane SSD DC P4800X nahezu identisch. Für zufällige Schreib- und Lesevorgänge von 4kB-Daten sollen IOPS von 500.000 bzw. 550.000 erreicht werden. Für das sequentielle Schreiben nennen die veröffentlichten Folien eine Datenübertragungsrate von 2,0 GB/s, für das Lesen von 2,5 GB/s. Die Leistungsaufnahme soll zwischen 5 und 18 W liegen – je nachdem, ob sich die SSD im Idle-Zustand oder unter Last befindet. Neben den Varianten mit 280 und 480 GB sind auch solche mit 960 GB und 1,5 TB geplant.

Überraschenderweise führen die Shops und Preisvergleiche die Intel Optane SSD 900P mit PCI-Express 4.0 auf. Bisher ist noch keine Desktop-Plattform bekannt, die auf die schnellere Schnittstelle setzen sollen. PCI-Express 4.0 ermöglicht bis zu 4 GT/s (Gigatransaktionen pro Sekunde), was gleichbedeutend mit 1.969 MB/s für eine einzige Lane ist. Damit ist PCI-Express 4.0 genau doppelt so schnell wie PCI-Express 3.0. Wird eine Zusatzkarte über die vollen 16 Lanes angebunden, steigt die Bandbreite von 15,75 GB/s auf 31,51 GB/s. Für besonders schnell angebundene M.2-SSDs mit vier Lanes wird somit eine Steigerung von 3,94 auf 7,87 GB/s erreicht.

Bisher hat Intel die Optane SSD 900P noch nicht offiziell vorgestellt. So sind der offizielle Preis und die Verfügbarkeit weiterhin unbekannt.

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Kommentare (33)

#24
Registriert seit: 01.08.2017
ganz im Westen
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 433
Zitat Shevchen;25913625
Und wenn ich wirklich ne Ultra-Performance brauche, frag ich mich warum die Hersteller noch keine x16-Karte rausbringen.


Weil die Controller einfach viel zu langsam sind, um so eine Bandbreite verarbeiten zu können.
Die 960Pro schafft noch nichtmal die 4Lanes auszureizen, was maßgeblich am Controller liegt. da werden die noch etwas brauchen um die Bandbreite von 16 Lanes effektiv zu nutzen.
#25
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 14449
Zitat Shevchen;25913054
Es ging um Spiele-Performance. IOPS kommen nicht mal ansatzweise in die Saturation, selbst bei der billigsten SSD die ich finden kann.
Das ist ja der Punkt, wenn die Spiele ihre Daten komprimiert ablegen, dann wird wegen der Arbeit fürs Entpacken die CPU die Performance begrenzen und dann wird dann auch nicht parallel geladen, dann werden die maximalen IOPS bei hohen QDs eben niemals abrufbar sein, wobei die Optane an der Stelle wegen ihren hohen IOPS Lesend bei QD1 weniger Probleme als eine SSD mit NAND hat und von daher viel bringen könnte, wenn die Datenkompression eben nicht jegliche Gewinne bei der I/O Performance ausbremst.
Zitat Shevchen;25913054
Ich sehe die Technologie aber nicht in einem Spiele-Rechner. Da würde ich gerne mal Benchmarks sehen, bevor ich das glaube.
Bei Star Citizen soll Intel mit den Entwicklern zusammengearbeitet haben um das Spiel besser für die Optane zu optimieren, von daher wären Benchmarks damit und im Vergleich zu einer NAND SSD schon interessant um zu sehen was überhaupt machbar wäre, wenn Spiele auf derartige Speichermedien optimiert sind. Hier dürfte noch einiges an Potential schlummern, Spiele scheinen wie gesagt derzeit kaum auf SSDs, geschweige denn schnelle NVMe SSDs hin optimiert zu sein, aber wie viel da noch jeweils machbar wäre, kann man schon mangels Benchmarks derzeit wohl kaum abschätzen.
#26
Registriert seit: 08.12.2007

Korvettenkapitän
Beiträge: 2233
auf anandtech gibts ein Test, bei den Random Werten macht sie sich sehr gut :)

https://www.anandtech.com/show/11953/the-intel-optane-ssd-900p-review/7

Jetzt müsste es nur noch eine 1TB Version für 500€ geben, dann würde ich zuschlagen :D
#27
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 14449
Der bisher beste von allen Optane 900P Reviews die ich gelesen habe, so viele gibt es ja noch nicht, ist der bei PCPer, da sie dort auch auf viele Aspekte eingehen die andere Reviews gar nicht beleuchten, wei die Verzögerung nach TRIM oder wie die etwa die Leseraten von nebenher stattfindenden Schreibvorgängen beeinflusst werden.
#28
Registriert seit: 17.06.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1550
@Holt: Danke für den Link, übertrifft den Anandtech Test tatsächlich deutlich.

Sehr interessant ist auch der dortige Link wie XPoint genau funktioniert:
How 3D XPoint Phase-Change Memory Works | PC Perspective

[COLOR="red"]- - - Updated - - -[/COLOR]

PS:

Merkwürdig, dass man von Micron noch nichts über neue Produkte gehört hat. Sie haben die Technik ja zusammen mit Intel entwickelt.
#29
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 14449
Micron fehlt wohl der eigene Controller und daher wollten sie nur die 3D XPoint an Partner ausliefern die dann damit die SSDs bauen. Seagate war da im Gespräch, aber obwohl sie ja damals Sandforce übernommen haben, ist in Richtung SSDs und Controllern bei denen auch nicht viel passiert. Ehrlich gesagt sehe ich bei Seagate überhaupt nicht was sie wollen, die haben damals von Samsung die HDD Sparte übernommen und hatten auch einen privilgierten Zugang zu Samsungs NANDs im Vertrag stehen, davon aber ebenso wenig Gebrach gemacht wie von Sandforce. Dann haben sie eine Partnerschaft mit Micron geschlossen und nun sind sie in dem Konsortium dabei welches Toshibas Speichersparte übernimmt. Irgendwie scheint Seagate da immer was anzufangen aber nie zu Potte zu kommen und Micron wird Seagate kaum zu viele Details mitteilen wollen, wenn sie nun bei Toshiba dabei sind.
#30
Registriert seit: 17.06.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1550
Micron macht ja immer noch zwei Drittel seines Umsatzes mit RAM und nur ein Drittel mit NAND (Chipverkauf und eigenen SSDs).
Hältst du es für denkbar, dass Micron auf DIMM Lösungen mit XPoint zielt?

Technisch ist XPoint schon bestechend einfach im Vergleich mit SSDs: bit-adressierbar, kein gehampel mit Blöcken, keine Writeamplification, keine Garbage Collection, kein Trim, nicht einmal refresh-Zyklen wie bei DRAM.
Braucht man da überhaupt einen Controller? Ich würde mir die Integration eher als HW Interface vorstellen, vielleicht noch mit ECC Logik.

Gut, vielleicht braucht man noch irgendeine wear level Logik. Aber laut dem technischen Artikel in PC Perspective wurden schon vor Jahren 1 Million Zyklen pro Speicherzelle erreicht. Für RAM(-Ersatz) ist das immer noch wenig. Aber eben, das war vor Jahren.
#31
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 14449
So einfache ist das mit dem 3D XPoint als DIMM (als RAM Ersatz) wohl auch nicht, Intel kommt damit auch später als geplant und ebenso mit der passenden Plattform dafür, denn eigentlich sollten die Sylake-SP es ja schon unterstützen. Wo die Probleme liegen, kann man nur erraten, vielleicht bei der Haltbarkeit oder den Fehlerraten. Immerhin scheint die Optane 900P intern nicht nur wie ein RAID 5 zu arbeiten, sondern wie ein RAID 6, was auf eine größere Notwendigkeit der Fehlerkorrektur hindeutet. Da Intel auch noch die Plattform selbst entwickelt, dürfte es Micron schwer fallen vorher mit Produkten auf den Markt zu kommen, außer man verbündet sich dafür mit andere Herstellern wie AMD oder IBM, die dann aber auch noch Intel Entwicklungsvorsprung aufholen müssten.

Wie weit es mit der Haltbarkeit am Ende wirklich hin ist und ob SSDs mit 3D XPoint wirklich ohne Wear Leveling auskommen könnten, weiß man im Moment auch nicht.
#32
Registriert seit: 17.06.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1550
Stimmt, da ist (uns) vieles noch unbekannt.

Wenn sich die Hoffnungen in die Technologie bestätigen, dann wäre man wieder dort, wo man vor Jahrzehnten mit den Magnetkern Speichern gestanden ist. Auch beim Ausschalten des Rechners bleibt der Speicherinhalt erhalten. Software könnte ganz anders designed werden.
#33
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 14449
So ganz wäre man nichg dort wo man damals war, denn bei allen Konzepten die ich dazu bisher gesehen habe, spielt auch DRAM immer noch eine Rolle, sei es als schnelles RAM für die Inhalte die sich ständig ändern, welches dann vom Programm explizit so angesprochen werden muss oder als Cache für die ja doch relativ langsamen und weniger haltbaren 3D XPoint, um dann automatisch die sich häufig ändernden Inhalte aufzunehmen. Nach dem Ausschalten, zumindest bei spontanen Spannungsabfälle, wäre damit dann doch nicht der ganze Inhalt des Arbeitsspeichern noch vorhanden.
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