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Automatisiertes Fahren: Bosch stellt KI Autocomputer mit NVIDA-Chip vor

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Das automatisierte Fahren stellt nicht nur Automobilhersteller vor eine große Herausforderung, auch die etablierten Zulieferer müssen umdenken. Das Ergebnis sind bislang die unterschiedlichsten Kooperationen mit Größen aus der IT-Welt. Bosch setzt dabei auf die Mithilfe von GPU-Spezialist NVIDIA. Mit dem KI Autocomputer wurde gestern das erste Ergebnis der Zusammenarbeit angekündigt.

Bosch selbst bezeichnet den KI Autocomputer als das Gehirn für selbstfahrende Autos. Seine Aufgabe wird es dem Unternehmen zufolge sein, das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer zu analysieren und Vorhersagen zu erstellen. Möglich wird das unter anderem durch zahlreichen Informationen, die von den Fahrzeugsensoren gesammelt werden. So soll der KI Autocomputer unter anderem dazu in der Lage sein, Fußgänger und Fahrradfahrer problemlos zu erkennen. Aber auch ganz alltägliche Dinge des Autofahrens, mit denen sich aktuelle Fahrzeuge schwer tun soll, soll das System beherrschen. Bosch zufolge wird der KI Autocomputer die Spurwechselwahrscheinlichkeit auch daran festmachen, ob das entsprechende Auto blinkt oder nicht, was wiederum Einfluss auf die Berechnung dessen und des eigenen Fahrwegs hat.

Doch Bosch will sich nicht nur darauf verlassen, dass der KI Supercomputer in jedem Fahrzeug seine eigenen Erfahrungen sammelt und nutzt. Stattdessen sollen die Daten im jeweiligen künstlichen neuronalen Netzwerk gespeichert und später von Experten überprüft werden. Stellen diese – auch in Praxistests – die Richtigkeit des Wissens fest, lässt es sich problemlos per Software-Update auf jeden beliebigen KI Autocomputer übertragen. Wenig bewegte automatisierte Fahrzeuge würden so von anderen profiteren, die eine höhere Kilometerleistung erreichen. Das Ziel laut Bosch: „Wir wollen automatisiertes Fahren in jeder Situation ermöglichen."

Basieren wird der KI Autocomputer in weiten Teilen auf einer kommenden Generation von NVIDIAs DRIVE-PX-Plattform, die in – vermutlich anderer Form – auch Audi nutzen wird. Diese nutzt neuronale Netzwerke für Deep Learning und soll im Fall der Bosch-Variante den „AI car superchip" Xavier nutzen. Der Anfang 2016 angekündigte SoC verfügt im Wesentlichen über acht eigenentwickelte CPU-Kerne mit ARM-Architektur sowie eine GPU der Volta-Generation mit 512 CUDA-Kernen.

Während Xavier noch in diesem Jahr verfügbar werden soll, strebt Bosch einen deutlich späteren Start an. Erst bis zum Anfang des kommenden Jahrzehnts soll die Serienproduktion des KI Autocomputers starten. Welche konkreten Modelle dann mit seiner Hilfe automatisiert über die Straßen rollen sollen, ist noch nicht bekannt.

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