> > > > NVIDIA Xavier: 8-Kern-ARM-SoC mit Volta-GPU wird noch einmal leistungsstärker

NVIDIA Xavier: 8-Kern-ARM-SoC mit Volta-GPU wird noch einmal leistungsstärker

Veröffentlicht am: von

Natürlich spielte auf der CES-Keynote von NVIDIA auch das Thema Automotive eine Rolle. In diesem Zusammenhang wurde auch eine bereits bekannte Hardware noch etwas konkretisiert. Genauer gesagt handelt es sich um den SoC namens Xavier, der für die Drive-PX-Plattform verwendet wird und bei der GPU ein Cluster auf Basis der Volta-GPU einsetzt. Auf der GTC16EU äußerte NVIDIA sich erstmals offiziell zu Xavier.

Der Projekt Xavier SoC besteht aus sieben Milliarden Transistoren und wird im 16-nm-FinFET-Verfahren gefertigt. Auf Seiten der Rechenkerne werden acht Custom-ARM64 verwendet. Hinzu kommt eine integrierte GPU auf Basis der besagten Volta-Architektur. 512 Shadereinheiten sollen hier verwendet werden. Sowohl auf Seiten der CPU wie auch auf Seiten der GPU sind noch viele Fragen offen. So ist unklar, ob die Custom-ARM64-Kerne eine Weiterentwicklung der Denver-Kerne sind.

Neben den acht CPU-Kernen und der Volta-GPU kommen einige SFUs (Special Function Units), wie Signalprozessoren, die zwei 8K-Videostreams mit HDR encodieren und analysieren können. Ein Xavier-SoC bzw. das dazugehörige Modul soll so leistungsstark sein wie Drive PX 2. Dieser verwendet zur gleichen Leistungsentfaltung allerdings zwei Parker-CPU-Kerne und zwei Pascal-GPUs. Projekt Xavier soll eine Rechenleistung von 30 TOPS DL-Operationen (8INT-Operationen) erreichen und ist damit um 50 % schneller als Drive PX 2. War im Sommer allerdings noch die Rede von 20 W Leistungsaufnahme, spricht NVIDIA nun von 30 W. Dies resultiert aus der gestiegenen Rechenleistung, die seit dem Sommer von 20 auf 30 TOPS DL-Operationen angestiegen ist. Damit kann NVIDIA die im Sommer angekündigten 1 TOPS/W weiterhin einhalten – ein extrem ambitioniertes Ziel.

Der Autopilot ist immer aktiv

Hardware wie Drive PX 2 und Xavier kommt bereits in Fahrzeugen mit Autopiloten zum Einsatz. Tesla verwendet in seiner aktuellen Ausbaustufe Drive PX 2 und auch Xavier wird ab dem kommenden Jahr in einigen Fahrzeugen eingesetzt werden. Die zur Verfügung stehende Rechenleistung soll auch eingesetzt werden, wenn der Autopilot nicht die Steuerung des Fahrzeugs übernimmt, sondern das Fahrverhalten nur überwacht. Dazu werden vermehrt Kameras und Mikrofone im Inneren des Fahrzeugs eingesetzt.

Auch wenn der Autopilot nicht die Steuerung selbst übernimmt, soll die künstliche Intelligenz die Umgebung überwachen und beispielsweise vor Hindernissen warnen. Eine Gesichtserkennung erkennt den Fahrer und stellt den Sitz und die Spiegel automatisch ein. Das Headtracking erkennt, wenn der Fahrer das Handy verwendet und warnt ihn davor. Die AI kann Lippenlesen, wenn die Umgebung zu laut ist, um Sprachbefehle auch dann erkennen zu können.

Auf der Keynote kündigte NVIDIA außerdem eine Zusammenarbeit mit Bosch und ZF an. Beide Zulieferunternehmen arbeiten mit NVIDIA zusammen und bieten ihre Hardware mit Rechenbeschleunigern aus dem Hause NVIDIA an. Audi und NVIDIA arbeiten schon etwas länger zusammen und wollen diese Zusammenarbeit zukünftig noch ausweiten.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (0)

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Intel Core i9-9900K im Test: Acht Kerne mit Luxuszuschlag

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_CORE_I9-9900K

    Nach monatelangen Spekulationen und zahlreichen durchgesickerten Informationen hat Intel vor knapp zwei Wochen seine neunte Generation der Core-Prozessoren vorgestellt. Ins Rennen werden mit dem Core i5-9600K, Core i7-9700K und Core i9-9900K zunächst drei Modelle geschickt, die nicht nur... [mehr]

  • AMD Ryzen Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Mit Vollgas an Intel vorbei

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_THREADRIPPER_2950X

    Pünktlich zum ersten Geburtstag startet AMD den Ryzen-Threadripper-Generationswechsel. Und wie schon im Frühjahr beim Sprung von Ryzen 1 zu Ryzen 2 vertraut man auf zwei Dinge: mehr Kerne und einen geringeren Preis. Beide sollen dabei helfen, dem Dauerrivalen Intel im... [mehr]

  • Intel mit eigenen Benchmarks zum i9-9900K, i9-9980XE und i9-9900X (5. Update)

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

    Am gestrigen Nachmittag präsentierte Intel die kommenden Produktlinien bei den Desktop-Prozessoren. Besonders interessant sind dabei natürlich die Core-Prozessoren der 9. Generation, die mit dem Core i9-9900K nun auch ein Modell mit acht Kernen und 16 Threads beinhalten. Im November wird es... [mehr]

  • AMD Ryzen 3000: Acht Zen-2-Kerne mit PCIe 4.0 ab Mitte 2019

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/RYZEN3000-CES19

    Neben der Vorstellung der Radeon Vega 7 als erste Gaming-GPU aus der 7-nm-Fertigung hat AMD eine Vorschau auf die Ryzen-Prozessoren der 3000er-Serie gegeben. Die als Matisse geführten Desktop-Prozessoren werden im Sockel AM4 Platz finden, basieren aber auf der neuen Zen-2-Architektur und bieten... [mehr]

  • AMD soll Ryzen 7 2800X mit 10 Kernen in Vorbereitung haben

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_TEASER_100

    Auf der spanischen Seite El chapuzas Informatico ist ein Bild aufgetaucht, welches die Cinebench-Ergebnisse eines Ryzen 7 2800X zeigen soll. Derzeit lässt sich die Echtheit des Screenshots nicht bestätigen und bisher sind auch noch keine weiteren Informationen zu einem Ryzen 7 2800X... [mehr]

  • Intel Coffee Lake Refresh: Overclocking-Check

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_CORE_I9-9900K

    Nach dem Start der neuen Generation der Intel-Core-Prozessoren stellt sich die Frage, wie es um die Overclocking-Eigenschaften bestellt ist. Erste Ergebnisse lieferte bereits der Test des Core i9-9900K. Doch wie schon in den vergangenen Jahren soll ein umfangreicher Check zeigen, an welchen... [mehr]