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Charles P. Thacker, Mitentwickler des Xerox Alto und Ethernets, verstorben.

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Computerpionier Charles P. Thacker ist diese Woche verstorben. Thacker, der mit Spitznamen Chuck genannt wurde, war einer der leitenden Entwickler des legendären Xerox Alto, dem ersten, ursprünglichen PC.

Der Xerox Alto wurde im Forschungszentrum Xerox PARC entwickelt und 1973 vorgestellt. Er war der erste Rechner, der mit einer graphischen Benutzerobfläche bedient werden konnte. Bedient wurde der Xerox Alto mit einer weiteren Innovation: der Maus. Das Betriebssystem hatte Fenster, die in der Größe angepasst werden konnten. Thacker war auch maßgeblich an der Entwicklung der Ethernet-Technologie beteiligt, die auch erstmalig im Xerox Alto eingesetzt wurde.

Apple Mitgründer Steve Jobs besuchte Xerox PARC Im Jahr 1979 und sah einen Xerox Alto. Der Besuch soll ihm die Idee und Inspiration für den Macintosh gegeben haben. Während seiner Zeit bei Xerox PARC war Thacker an vielen weiteren Projekten beteiligt, unter anderem an der Entwicklung des ersten Laserdruckers.

1983 verließ Thacker PARC und wechselte zu Digital Equipment Corporation (DEC), wo er Firefly entwickelte, eine der ersten Workstations mit mehreren Prozessoren. Später, im Jahr 1997, arbeitete er bei Microsoft Research, wo er für die folgenden zwei Jahre an der Gründung von Microsoft Research Cambridge mithalf, angegliedert an der University of Cambridge.

Nach seiner Rückkehr in die USA entwickelte er die Hardware für Microsofts Tablet-PC. Dieser basierte auf dem "Interim Dynabook", einem PARC-Entwurf, aus dem bei DEC der Lectrice wurde. Der Lectrice war ein Prototyp eines Tablet-PCs, der mit einem Stift bedient wurde.

Er erhielt den ACM A.M. Turing Award 2009 als Würdigung seiner wegweisenden Arbeit am ersten PC, Ethernet und Tablets. Microsoft verlieh ihm 2014 einen Career Achievement Award.

Thacker wurde in Pasadena, Kalifornien am 26.2.1943 geboren. Er erhielt einen BA in Physik von der University of California Berkeley in 1967. Am 12. Juni 2017 verstarb er nach kurzer Krankheit, im Alter von 74 Jahren.

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Kommentare (5)

#1
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Schade, es gibt viel zu wenig kreative Visionäre.
Hätte es nicht stattdessen einen dieser überflüssigen Selbstdarsteller erwischen können...
#2
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Leutnant zur See
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Und die wären? Jemanden den Tod zu wünschen ist schon Strafrechlich, nur zur Info..
#3
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Admiral
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Wüsste auch gern wen er meint.

Man braucht, um eine Inovation richtig vorran zu bringen, halt so gut wie immer beides - technische Genies wie den Herrn hier, und welche die daraus eine Marke machen und für Verbreitung und Akzeptanz sorgen können.
Im Idealfall kann eine Person beides, wie Gates, Jobs, Musk usw. Diese Personen kann man allerdings auf der Welt an wenigen Händen abzählen.
#4
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Registriert seit: 24.06.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5545
Man darf aber nicht vergessen, dass z.B. Jobs und Gates bei der technischen Seite angefangen haben.

Heute gibt es halt viele junge Menschen, die sich sagen: "Ach Mathe ist so trocken, den Dreisatz kann ich auch nicht, aber ich studiere mal BWL/Marketing, mache 3 Trainee-Programme, dann werde ich automatisch Chef".

So einfach gehts aber zum Glück auch nicht =)
#5
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Admiral
Altweintrinker
Beiträge: 25430
Zitat Rangerkiller1;25613026
Und die wären? Jemanden den Tod zu wünschen ist schon Strafrechlich, nur zur Info..

Ist das daher nun als Fangfrage zu verstehen? :fresse:
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