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Apple-Nachlese: Zahllose Kleinigkeiten rund die iPads, den iMac 5K und Yosemite

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apple logoDie großgeschriebenen Fakten zum gestrigen Abend und der zweiten großen Veranstaltung mit Neuvorstellungen von Apple sind festgeschrieben, doch wie immer gibt es im Nachgang noch einige interessante Details zu berichten, die zunächst nicht im Vordergrund stehen, sehr wohl aber zu nennen sind. Doch zunächst noch einmal eine kleine Zusammenfassung von dem, was gestern passiert ist.

Begonnen hat alles mit einem Update zu dem, was ab kommender Woche in den USA mit Apple Pay passieren wird und auch die Apple Watch spielte in der Rückschau zum letzten Event noch einmal eine Rolle. OS X 10.10 Yosemite ist seit gestern Abend kostenlos verfügbar und dürfte sich heute bereits auf so manchem Mac befinden. Auf direktem Wege zu den neuen iPads wurde danach die Verfügbarkeit von iOS 8.1 ab dem 20. Oktober, als kommenden Montag, angekündigt. Weiter ging es mit einer Überarbeitung der iPads, wobei eigentlich nur das iPad Air 2 wichtige Änderungen erhalten hat. Hier kommt der neue A8X-SoC zum Einsatz und auch in Punkten wie WLAN, LTE und Kamera lag der Fokus eher auf technischer Seite. Das iPad mini 3 bekommt ebenfalls den neuen Touch-ID-Sensor und erhielt damit das wohl kleinste Update aller gestrigen Neuvorstellungen. Schon deutlich überraschender war die Vorstellung des iMac mit Retina 5K Display. Kein Desktop-System schubst derzeit mehr Pixel auf einem Display über den Bildschirm. Auch als weniger bedeutend bezeichnet werden darf das Update der Mac mini, der zumindest in Teilen auf den aktuellen Standard gebracht wird.

Kommen wir nun aber zu den Punkten, die bisher nicht auf Seite eins zu finden waren:

iPad Air kommt in den USA mit Apple-SIM

Auswahl des Mobilfunkanbieters auf dem iPad
Auswahl des Mobilfunkanbieters auf dem iPad

SIM-Karten dürfen als Relikt aus einer alten Mobilfunk-Zeit bezeichnet werden. Aus technischer Sicht dürfte seit Jahren darauf verzichtet werden und einige Anbieter von CDMA-Netzen in den USA und Asien haben bereits bewiesen, dass es auch ohne geht. Apple will seinen Kunden trotz einer SIM-Karte, auf die aktuell einfach noch nicht verzichtet werden kann, etwas entgegen kommen und den Prozess eines Provider-Wechsels etwas vereinfachen. Daher wird das iPad Air 2 in den USA mit einer Apple-SIM ausgeliefert.

Auf dieser SIM-Karte befinden sich alle Provider-Informationen für AT&T, Sprint und T-Mobile. Möchte der Kunde den Provider wechseln, muss er nur noch in die entsprechenden Einstellungen und kann dort den dazugehörigen Account auswählen. Apple musste dazu in Verhandlungen mit den Anbietern gehen, die  sich sicherlich nicht gerne die Butter vom Brot wegnehmen lassen. Eine solche Lösung kann auch nur der erste Schritt zu einem System sein, bei dem gar keine SIM-Karte mehr notwendig ist. Die Zukunft wird zeigen müssen, wie steinig dieser Weg sein wird.

iMac mit Retina 5K Display besitzt keinen Target-Mode

iMac mit Retina 5K Display
iMac mit Retina 5K Display

Der iMac mit Retina 5K Display wirft in technischer Hinsicht ein paar Fragen auf. Wie schafft es Apple die 5K also 5.120 x 2.880 Pixel anzusteuern? Wird es wie bei den Vorgänger-Modellen möglich sein den iMac auch als Display zu verwenden?

Zunächst einmal gibt es aktuell keine sicheren Angaben darüber, welches Panel Apple verbaut. Man darf aber davon ausgehen, dass noch kein Display-Hersteller ein 5K-Display aus einem Panel anbieten kann. Wie auch schon beim Dell UltraSharp UP2715K dürften zwei Panele in senkrechter Ausrichtung mit jeweils 2.560 x 2.880 Pixeln zum Einsatz kommen. Zusammengenommen ergibt dies dann die 5.120 x 2.880 Pixel des kompletten Displays und löst auch die Problematik der Ansteuerung. Kein aktueller Standard ist derzeit in der Lage ein 5K-Display mit 60 Hz anzusteuern. DisplayPort 1.2 würde hier nur 30 Hz erreichen. Wie auch schon beim angesprochenen Dell-Monitor dürften daher zwei DisplayPort-Streams zum Einsatz kommen, die via MST (Multi Stream Transport) ein komplettes Bild ergeben. Pro Panel stünde hier dann eine Display-Port-1.2-Verbindung zur Verfügung. Für solche interne Verbindungen werden allerdings keine Standard-DisplayPort-Anschlüsse verwendet, sondern eDP, also Embedded DisplayPort bietet sich hier an.

Der neue iMac mit Retina 5K Display verfügt nicht über den Traget Display Mode der Vorgänger. Grund hierfür ist ganz einfach, dass keine Schnittstelle existiert, welche diese Übertragung ermöglichen würde. Apple verwendet dazu normalerweise die Thunderbolt-Schnittstelle. Diese hängt bis zum Release von Thunderbolt 3 aber noch auf DisplayPort 1.2 fest und erlaubt somit weder die 5K-Auflösung, noch eine ausreichende Bildwiederholrate.

iLife und iWork für OS X und iOS erhalten Updates

Updates für iWork und iLife unter OS X
Updates für iWork und iLife unter OS X

Im Anschluss an das Update auf OS X 10.10 Yosemite folgen natürlich auch sämtliche Apps aus der iLife- und iWork-Suite für OS X und iOS. Dazu gehören natürlich Pages, Numbers und Keynote sowie iMovie, iPhoto, Aperture und Garageband. In der Folge werden nun noch die Update für die professionelleren Pakete wie Final Cut, Motion, Compressor und Logic Pro erwartet.

In diesem Zusammenhang wichtig ist die Verwendung des iCloud Drive. Mit dem Wechsel auf iOS 8 und OS X 10.10 Yosemite wird auch das iCloud Drive in den Fokus gerückt. Dateien, die auf dem iCloud Drive liegen, sind über die alten iCloud-Zugänge nicht mehr verfügbar. Gleiches gilt für die umgekehrte Richtung.

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Kommentare (2)

#1
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Registriert seit: 01.12.2012
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"Apple-Nachlese: Zahllose Kleinigkeiten rund die iPads, iMac 5K und Yosemite" ->

Apple-Nachlese: Zahllose Kleinigkeiten rund um die iPads, den iMac 5K und Yosemite
#2
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Registriert seit: 27.10.2011

Oberbootsmann
Beiträge: 787
Danke für die Verbesserung SkyL1nE, war schon verwirrt weil ich den Titel nicht verstanden habe...
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