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Nintendo Switch kommt am 3. März für rund 300 US-Dollar in die Läden

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nintendo logo grauMit der Nintendo Classic Mini oder seinem ersten Smartphone-Spiel „Super Mario Run“ machte der einstige Videospielriese Nintendo in den letzten Wochen wieder auf sich aufmerksam, 2017 soll nun endgültig die Wiederauferstehung gelingen. Darüber hinweg soll auch das heutige Datum nicht täuschen, denn am heutigen, berühmt-berüchtigten Freitag, den 13. präsentierte Nintendo in Tokio seine neue Videospielkonsole und streamte die Veranstaltung live ins Netz. Die Nintendo Switch wird schon im März auf den Markt kommen und soll an den einstigen Erfolgen des Nintendo Entertainment Systems oder des GameBoys anschließen.

Die Nintendo Switch wird eine Hybrid-Konsole werden. Im Lieferumfang werden eine TV-Dockingstation, zwei Joycon-Controller, dafür passende Armschleifen und ein Netzteil enthalten sein. Über die Dockingstation kann die Hardwareeinheit direkt an den Fernseher angeschlossen werden, unterwegs werden die beiden Joycon-Controller dann einfach rechts und links an den 6,2 Zoll großen Touch-Bildschirm der Hardwareeinheit gesteckt, womit auch von unterwegs aus in der U-Bahn, im Zug oder Flugzeug gespielt werden kann. Der integrierte Akku soll je nach Spieletitel zwischen drei und sechs Stunden durchhalten.

Vor dem Fernseher können die beiden Joycons wahlweise separat für zwei Spieler oder aber zusammengesteckt für ein größeres Gamepad genutzt werden. Optional wird es ein größeres Pro-Modell geben, das vom Design her an die Controller der Xbox One, PlayStation 4 oder anderen PC-Controllern angelehnt ist. Die Joycons selbst besitzen nicht nur die typischen Aktionstasten, sondern sind auch mit Bewegungs- und Infrarot-Sensoren sowie einem Vibrationsmotor ausgerüstet, womit eine interaktive Steuerung möglich wird.

Welche Hardware verbaut sein wird, ist noch immer offen. Auch während der Präsentation, welche in japanischer Sprache mit englischem Untertitel abgehalten wurde, hielt sich Nintendo leider mit technischen Daten zurück. Die Hardware wird allerdings auf einem Tegra-Chip von NVIDIA basieren. Um sie bestmöglich auszureizen, will man auf angepasste Programmierschnittstellen zurückgreifen und eigene Entwickler-Tools geschrieben haben.

Viele namhafte Spieletitel

Wie bei Nintendo üblich aber soll nicht die Hardware überzeugen, sondern die Spiele. In der Vergangenheit setzte Nintendo stets auf eine weniger fotorealistische, aber immer noch liebevoll umgesetzte Grafik und machte dies mit umfangreichen Spielinhalten mit viel Liebe zum Detail wieder wett. Die ersten Spiele wurden heute während der Präsentation in Japan vorgestellt.

Eines der ersten Spiele wird „1,2 Switch“ werden, welches von allen Funktionen der neuen Joycon-Controller Gebrauch machen wird. Dabei handelt es sich um eine kleine Spielesammlung, bei der mehrere Spieler gegeneinander in spannenden Tischtennis- oder Revolver-Duellen antreten können. Die Besonderheit dabei: Die beiden Cowboy-Spieler stehen sich gegenüber, blicken sich in die Augen und schauen nicht gemeinsam auf den Bildschirm. Wer zuerst den Revolver gezückt und geschossen hat, gewinnt. Signalisiert wird dies per Vibration am Controller. 

Die neue Bewegungssteuerung demonstrierte Nintendo außerdem im Spiel „Arms“. Hier bekommen zwei Spieler jeweils zwei Controller in die Hand und boxen gegeneinander. Dabei kann man nicht nur alleine gegen den Computer antreten, sondern auch per Splitscreen mit Freunden oder über eine zweite Switch-Konsole.

Einen Onlinemodus wird es bei der Nintendo Switch natürlich ebenfalls geben. Über diesen können Multiplayer-Spiele und Chats gestartet werden. Teilweise wird man auf die Inhalte des Dienstes auch über eine eigene App vom Smartphone oder Tablet aus zugreifen können. Ähnlich wie bei Sony wird der Online-Service allerdings nicht kostenlos nutzbar sein, sondern nur gegen eine Gebühr. Wie hoch die ausfallen wird, blieb bislang unbeantwortet. Immerhin: bis Herbst 2017 soll der Dienst kostenlos bleiben. Einen Region-Lock für Spiele wird es nicht geben – wer sich Spiele aus dem Ausland beschafft, wird diese auch auf seiner in Deutschland gekauften Switch spielen können.

Wenige Spielhelden zum Start

Nintendos Superheld Mario wird natürlich ebenfalls auf die Switch hüpfen. Der Klempner wird wie gewohnt per Jump-and-Run durch verschiedene Fantasiewelten hüpfen und Prinzessin Peach vor dem Bösewicht Bowser retten müssen. Mario wird mit einem Luftschiff zwischen den Welten hin und her schweben und erstmals seine Mütze werfen können. „Super Mario Odyssey“ wird allerdings erst zum Weihnachtsgeschäft in den Regalen stehen.

Schon etwas früher – voraussichtlich ab dem 28. April – wird er seinen Switch-Debüt in Mario Kart 8 Deluxe geben. Hier sollen bis zu acht Freunde lokal vor dem Bildschirm oder kabellos von unterwegs aus über mehrere Switch-Konsolen gegeneinander antreten können. Das Spiel wird sich an der Wii-U-Version orientieren und alle bisherigen Rennstrecken und Charaktere wie beispielsweise Splatoon, König Buu Huu, Knochentrocken und Bowser Jr. enthalten.

Zum Marktstart Anfang März wird es immerhin Link auf die Konsole schaffen. Zeitgleich mit der Nintendo Switch soll „Zelda: Breath oft he Wild“ erscheinen. Gerüchte, Nintendo werde den Titel nicht rechtzeitig zum Start fertigstellen, stellten sich damit als unwahr heraus. Aber auch viele andere Spieleschmieden sollen an eigenen Titeln für die Nintendo Switch arbeiten. Während der Präsentation sprachen die Japaner von über 80 Spielen von rund 50 verschiedenen Entwicklerschmieden, darunter Activision, Ubisoft, Square Enix, Konami und Bethesda. Mit dabei werden beispielsweise „The Elder Scrolls V: Skyrim“, „Fire Emblem Warriors“, „Dragon Quest“, „NBA 2K“, oder „Minecraft“ sein. Von Electronic Arts soll es sogar ein eigenes FIFA geben. „Project Cars“ und „Pokémon Stars“ werden ebenfalls für die Switch erscheinen.

Preis und Verfügbarkeit

Die Nintendo Switch wird am 3. März 2017 auf den Markt kommen und für 299,99 US-Dollar ihren Besitzer wechseln. Preise für Europa hat Nintendo wie erwartet nicht verlauten lassen. Die dürften sich vermutlich aber stark am Dollarpreis orientieren, womit wohl auch hierzulande mit etwa 300 Euro zu rechnen ist.