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Eilanträge abgewiesen: 5G-Auktion kann pünktlich starten

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telekomvodafonetelefonicaBisher war unklar, ob die Versteigerung der 5G-Frequenzen wie geplant im März starten kann. Denn die Mobilfunkbetreiber hatten im Vorfeld der Versteigerung gegen die Auflagen einen Eilantrag eingereicht. Damit wollte man den Start der Versteigerung verzögern. Nun wurde die Entscheidung getroffen, dass die Eilanträge nicht angenommen werden und damit gleichzeitig die Auktion wie geplant starten kann.

Damit beginnt bereits am kommenden Dienstag die Versteigerung der Frequenzblöcke zum Aufbau des 5G-Netzes in Deutschland. Neben den drei Mobilfunkbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica ist mit 1&1 Drillisch noch ein viertes Unternehmen zur Auktion zugelassen. Damit werden die Frequenzen unter insgesamt vier Anbietern aufgeteilt. Je nach Frequenzblock erhält das meistbietende Unternehmen den Zuschlag von der Bundesnetzagentur. 

Allerdings laufen die Klagen der Netzbetreiber auch weiterhin. Hier wurde trotz der Abweisung der Eilanträge noch keine endgültige Entscheidung der Gerichte getroffen. Die Netzbetreiber bemängeln vor allem die Auflagen für den Ausbau. Sobald ein Unternehmen einen Frequenzblock für das 5G-Netz erhält, muss sich dieser auch zu einem flächendeckenden Ausbau verpflichten. Vor allem in ländlichen Gebieten kostet dies allerdings viel Geld und dagegen wehren sich die Mobilfunkanbieter mit ihren Klagen.

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Kommentare (12)

#3
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Registriert seit: 16.11.2010
Bayern
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1417
Wenn du wie ich mal im ländlichen Bereich gewohnt hättest, würdest du DeckStein etwas verstehen. Klar die Beleidigung muss nicht sein, aber ja es ist in Ordnung dass die auch dementsprechend ausbauen müssen. Sie müssen ja nicht mitsteigern, wenn es ihnen nicht passt ...
#4
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Registriert seit: 06.03.2016

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1290
Zitat StylusDark;26856091
Wenn du wie ich mal im ländlichen Bereich gewohnt hättest, würdest du DeckStein etwas verstehen. Klar die Beleidigung muss nicht sein, aber ja es ist in Ordnung dass die auch dementsprechend ausbauen müssen. Sie müssen ja nicht mitsteigern, wenn es ihnen nicht passt ...


Ja, teure Lizenzen und Ausbaupflichten macht zusammen teure Verträge für uns alle. Ich sag ja garnichts dagegen, ich zeige nur Ursache und Wirkung auf.
#5
Registriert seit: 16.06.2013

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 434
Wenn wenigsten ein gutes netz entstehen würde...

Vermutlich wird es aber eben nicht darauf hinauslaufen.

Lustig wird es, wenn die Politik sich dann aber als Förderer für ein gutes netz darstellt.

Eine gute Idee wäre, wenn die Einnahmen durch die Ersteigerungen nicht genutzt werden dürften.

Einzig und allein dafür selbst im netztausbau tätig zu werden
#6
Registriert seit: 26.07.2018

Obergefreiter
Beiträge: 105
Ich wäre dafür, die Einnahmen aus der Versteigerung den hart geschundenen Mitgliedern des Bundestages als Bonus auszubezahlen. Die armen Figuren da drin tun so viel (v.a. nützliches) und verdienen so wenig!
#7
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Registriert seit: 01.03.2013

Bootsmann
Beiträge: 593
Ist die Angebotshöhe des Bundes eigentlich bekannt?

Ich lese im Netz nur, dass wohl deutlich niedriger angesetzt werden soll um das Verhältnis zu wahren, da ja die Kosten für den 98%-igen Pflichtausbau der Abdeckung bis 2022 in Deutschland mit einkalkuliert werden müssen. Ich hoffe die einzelnen Anbieter können sich bzgl. gemeinsame Nutzung und Zahlungsausgleich einigen. Aber das dauert erst mal. Der ländliche Bereich wird sicher das Nachsehen haben, es müssen erstmal Kabel für die Masten bis zum Bauernhof verlegt werden ... :)
#8
Registriert seit: 10.03.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1676
mit LTE bekommt man doch 2gbit... das sollte otto normal aufm Land bis 2050 locker reichen.
warum der Bauernhof 5g braucht, das alle steinwurf weit eine Antenne braucht hängt mir zu hoch.

aber nur zu
#9
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Registriert seit: 01.03.2013

Bootsmann
Beiträge: 593
Zitat Chasaai;26856544
mit LTE bekommt man doch 2gbit... das sollte otto normal aufm Land bis 2050 locker reichen.
warum der Bauernhof 5g braucht, das alle steinwurf weit eine Antenne braucht hängt mir zu hoch.

aber nur zu


Du wirst es kaum glauben. Ich habe O2 und ein mieser Empfang (0-1 Balken) hier im Ort. Wäre ich bei Telekom, dann steht der Masten für schnelles und mobiles Internet ca. 1 Km Luftlinie von mir. Gott sei Dank läuft mein Vertrag bei O2 diesen Sommer aus. :)
#10
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Registriert seit: 14.06.2009
Hamburg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2428
Die Kritik ist eher, dass die für 5G vorgesehenen Frequenzen nicht zur Flächenabdeckung geeignet sind. Die versteigerten Frequenzbänder liegen zwischen 3400 und 3800 MHz, was uns von WLan bekannt sein dürfte (2,4 bzw 5 Ghz). Klar kann man mit Tricks wie Beamforming noch etwas rausholen, aber generell ist das für Zellen <1km mit vielen teilnehmern geeignet. im 700-800 mhz band sind richtung 10km 4g drin, 5g entsprechend mehr.

Und dass die hohen Kosten den armen Providern durch den bösen Staat aufgezwungen werden, ist reine Propaganda. Die Mobilfunkbetreiber konnten die erworbenen Lizenzen in den Folgejahren abschreiben und somit Gewinn und Steuerlast verringern. Auch die Ausbauverpflichtung ist recht aufgeweicht, da ein Gebiet als erschlossen gilt, sobald EIN Anbieter dort verfügbar ist. Aus Kundensicht optimal, man braucht nur gleichzeitig von jedem Anbieter eine aktive SIM Karten um überall Empfang zu haben - und das haben wir ja alle.

Die Ziele den Politik sind in diesem Fall mit den Interessen von mir als Konsument identisch. Leichte Kost als Einstieg und die Strategie.

Die Kernziele:
- Netz-Rollout forcieren
- bedarfsgerechte Bereitstellung von Frequenzen
- Kooperationsförderung zwischen Telekommunikations- und Anwenderindustrie; Sicherstellung von Anforderungen, Ideen und Lösungen der betroffenen Anwenderbranchen in die Standardisierung
- koordinierte und gezielte Forschung
- frühzeitige Initiierung von 5G in Städten und Kommunen
Die Folge ist, dass die Provider den Ausbau nur durch eine Kooperation wirtschaftlich erreiche können, im Gegensatz zu dem oben genannten Problem bei 4G. Dafür sieht der 5G Standard auch entsprechende Funktionen vor, beispielsweise das "Virtuell geteilte Netz" (ich liebe diese deutschen Übersetzungen).

Also insgesamt wurde aus der Vergabe von vorherigen Frequenzen gelernt. Die Provider müssen nun gemeinsam arbeiten und ein für Kunden vorteilhaftes Netz aufbauen. Wenn ihr Gegenmeinungen lest, schaut einfach mal wer das bezahlt. Aktuell betreiben alle Provider eine PR Kampagne. Schade ist, dass dies nicht bei der Digitalen Dividende (800 Mhz Frequenzbänder) so gehandhabt wurde und nun mit einer objektiv schlechter geeigneten Technik durchgesetzt wird.
#11
Registriert seit: 26.07.2018

Obergefreiter
Beiträge: 105
Zitat Bitmaschine;26856599
Wäre ich bei Telekom, dann steht der Masten für schnelles und mobiles Internet ca. 1 Km Luftlinie von mir. Gott sei Dank läuft mein Vertrag bei O2 diesen Sommer aus. :)

Bei mir steht der Mast ca. in der gleichen Distanz. Resultat: Kein Netz. Nicht "kein Empfang", sondern das Gerät kann sich nicht mal einwählen.
Super Leistung von der Telekom. Gott sei Dank gibt es noch Vodafone, die immerhin ein kleines bisschen mehr in der Fläche tun als die Telekom.
Bevor du den Providerwechsel machst, besorge dir auf jeden Fall von allen möglichen Providern eine Prepaid zum Testen (oder Bekannten mit einer SIM beim jeweiligen Provider).
#12
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2995
Vodafone? In der Fläche? Errrr.... in welcher Welt?
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