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WhatsApp: Werbung kann jeden Tag kommen

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Im September des Jahres 2017 verließ mit Brian Acton bereits einer der Mitgründer des Instant-Messaging-Dienst “WhatsApp” das Unternehmen, welches am 19. Februar 2014 für 19 Milliarden US-Dollar von Facebook akquiriert wurde. Im Mai des vergangen Jahres folgte Acton dann auch der verbliebene Mitgründer Jan Koum. Beide haben sich immer stark gegen Werbung bei Instant-Messengern ausgesprochen. Dass dies nicht gerade zur Philosophie von Facebook und Mark Zuckerberg passt, dürfte offensichtlich sein, denn Facebooks Geschäftsmodell ist nunmal Werbung.

Mit dem Weggang beider Gründer verstummten die Stimmen, die sich all die Jahre so vehement gegen Werbung bei “Whatsapp” aussprachen und so kam es, wie es kommen musste. Seit dem 1. Februar diesen Jahres ist es vorbei mit der Werbefreiheit bei dem beliebten Messenger.

Facebooks Vizepräsidentin für globale Marketingstrategien bestätigte dies jetzt, allerdings äußerte sie sich nicht dazu, wie die Anzeigen konkret aussehen werden. Jedoch ist bereits bekannt, dass es zu Werbeeinblendungen im Status-Bereich kommen soll, da diese Funktion Ähnlichkeiten zu Instagram aufweist. Somit ist davon auszugehen, dass die Art der Werbung in den Statusmeldungen die Gleiche sein wird, wie bei Facebooks Foto-Plattform. Ebenfalls arbeitet Facebook bereits seit September des vergangen Jahres an der Integration von Werbung in der iOS-App des Messengers. Dies legt den Verdacht nahe, das iPhone-User zuerst von der neuen Werbung seitens “WhatsApp” betroffen sein werden.

Ob Werbung auf “WhatsApp” zu einem massiven Nutzerschwund sorgen wird, bleibt abzuwarten. Allerdings existieren diverse werbefreie Instant-Messaging-Dienste, wie zum Beispiel Signal oder Telegram. WhatsApp ist lediglich aufgrund seiner weiten Verbreitung und Bekanntheit bei den meisten Smartphones vertreten. Ein Alleinstellungsmerkmal, wie sie andere Messenger besitzen, hat “WhatsApp” nicht. Gruppenchats oder Sticker gab es schon weitaus früher bei der Konkurrenz. Somit bleibt nur zu hoffen, dass jetzt auch der bequemste “WhatsApp”-Nutzer einen Blick über den Tellerrand wagt und sich nach werbefreien Alternativen umschaut.