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Essential: Nach Ankündigung seines modularen Smartphones droht direkt ein Rechtsstreit

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essential ph-1 Kaum hat der Android-Vater Andy Rubin mit einem Paukenschlag das Essential Phone angekündigt – ein recht interessantes Gerät mit modularen Erweiterungsmöglichkeiten – da gibt es bereits die ersten Probleme: Allerdings sind jene nicht technischer, sondern rechtlicher Natur. So beschuldigt der Zubehörhersteller Spigen Essential seine Markenrechte zu verletzen. Die Marke „Essential“ befinde sich nämlich im Besitz von Spigen. Der amerikanische Hersteller bietet unter anderem Schutzhüllen für mobile Endgeräte an.

Von Andy Rubin und seinem Unternehmen fordert man nun in einer Unterlassungsaufforderung die Verwendung des Namens „Essential“ sofort einzustellen. Zwar hat Spigen tatsächlich die Marke Essential registriert, verwendet sie bisher aber nur für Powerbanks und Aufladegeräte sowie einige Bluetooth-Kopfhörer. Spigen erklärt nun, das Essential Phone PH-1 könnte unter Kunden Verwirrung stiften.

Tatsächlich hatte Andy Rubins Essential auch versucht, sich die Markenrechte für Essential-Smartphones zu sichern, erhielt den Zuspruch eben wegen Spigen dann aber nicht. Trotzdem blieb man bei der Namensgebung und nahm das Risiko rechtlicher Querelen in Kauf. Eine überraschende Verfahrensweise, die nun direkt zur Ankündigung des Essential Phone PH-1 für Konsequenzen sorgen dürfte. In einer Stellungnahme äußerte Essential: „ Derartige Drohungen sind in unserer Branche verbreitet. Während es Spigen freisteht Vorwürfe zu erheben, denken wir bei Essential, dass sie gegenstandslos sind. Entsprechend werden wir auch reagieren.

Spigen will wiederum bis zum 15. Juni aus Essentials Reaktion warten. Sollte man sich bis dahin nicht einig werden, sei der Zubehörhersteller „ bereit alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um Spigens Rechte zu verteidigen “.

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Kommentare (5)

#1
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Admiral
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Da man es gezielt auf den Rechtsstreit angelegt hat, muss man das wohl eher als "günstige" Marketingaktion verstehen.
Nun ist man ja erst einmal für längere Zeit im Gespräch. Einlenken kann man immer noch ...
#2
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Vizeadmiral
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Mich wundert es dass man "Essential" überhaupt schützen kann...
#3
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Leutnant zur See
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Ja, zwischen Zubehör und einem echten Gerät ist das Verwechslungspotential wirklich enorm.

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Zitat Mr.Mito;25591011
Da man es gezielt auf den Rechtsstreit angelegt hat, muss man das wohl eher als "günstige" Marketingaktion verstehen.
Nun ist man ja erst einmal für längere Zeit im Gespräch. Einlenken kann man immer noch ...


Also wie man sowas als Marketing auslegen kann... Ich würde eher Spigen übel nehmen den Wettbewerb in einem Markt zu behindern in dem sie nicht aktiv sind und als Konsument den Entschluss fassen nie wieder etwas von Spigen zu kaufen.
#4
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Ilmenau
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Verstehe nicht wie man ein High-End-Gerät "Essential" nennen kann, das klingt doch deutlich mehr nach einem Einstiegsgerät mit den, eben essentiellen, grundlegenden Features
#5
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Zitat
Also wie man sowas als Marketing auslegen kann...

Man wusste von dem Markenschutz, man versuchte dennoch mehrfach es selbst als Marke eintragen zu lassen, scheiterte, ignorierte den bestehenden Markenschutz daraufhin bewusst/gezielt und du denkst nun wirklich, dass die aktuelle, dadurch entstehende Medienaufmerksamkeit nicht einkalkuliert wurde bzw. zumindest sehr wohlwollend mitgenommen wird?

Es funktioniert doch wunderbar - alle Seiten berichten darüber.
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