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Honor V8 im Hands-on: Dual-Kamera ohne Leica

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honor v8Lange hat es nicht gedauert: Nur rund einen Monat nach dem P9 hat Huawei unter dem Dach der Tochter Honor das nächste Dual-Kamera-Smartphone vorgestellt. Das muss zwar ohne Leica-Branding auskommen, verfügt in der höchsten Ausbaustufe aber über ein QHD-Display. Ob und wann das Honor V8 nach Deutschland kommt, konnte man in Shanghai nicht beantworten.

Unwahrscheinlich ist das aber nicht, wie die letzten Modelle zeigen. Ob es dann wie in China zwei Versionen werden, bleibt abzuwarten. Die günstigere der beiden Konfigurationen verfügt über ein 5,7 Zoll großes Full-HD-Display, 4 GB RAM, 32 GB internen Speicher sowie einen Kirin 950 mit maximal 2,3 und 1,8 GHz. Wird der interne Speicher per microSD-Karte erweitert, entfällt die Dual-SIM-Funktionalität. Letztere beinhaltet eine noch immer weit verbreitete Einschränkung: Nur die primäre SIM-Karte kann für alle Netze genutzt werden, die sekundäre ist auf 2G und 3G beschränkt. Zudem werden vom Modem diverse europäische Frequenzen nicht unterstützt, der Import ist somit nicht empfehlenswert.

Auf Wunsch mit QHD-Display

Im Topmodell steckt das gleiche Modem, beim SoC ändert sich aber eine Nummer. Denn hier kommt der Kirin 955 zum Einsatz, der aber wie schon im P9 nur beim Maximaltakt des Cortex-A72-Cluster abweicht – möglich sind hier 2,5 GHz. Der interne Speicher wächst auf 64 GB an, das Display bietet bei gleicher Diagonale 2.560 x 1.440 Pixel. Beide Anzeigen erfüllen wie schon das HTC 10 den DCI-P3-Standard, der eine sehr natürliche Farbwiedergabe gewährleisten soll.

Das Display gibt es je nach Wunsch und Geldbeutel mit Full HD oder QHD
Das Display gibt es je nach Wunsch und Geldbeutel mit Full HD oder QHD – die DCI-P3-Norm erfüllen beide

Bezüglich der Anschlüsse orientiert man sich dann wieder am P9. Schnelles WLAN (802.11ac) ist ebenso vorhanden wie Bluetooth 4.2, NFC und USB Typ-C, letzteres wieder nur mit 2.0-Tempo.

Dual-Kamera ohne Leica, aber mit 360 Grad

Abgesehen vom Objektiv soll die Kamera-Hardware der des P9 entsprechen. Auf der Rückseite stehen zwei 12-Megapixel-Sensoren mit jeweils Blende f2.2 zur Verfügung, auf der Front sind es 8 Megapixel und Blende f2.4. Der Schwarz-Weiß-Sensor ist auch hier in erster Linie als Unterstützung – beispielsweise für Tiefenschärfe-Effekte und die spätere Fokussierung – vorgesehen, kann aber auch dediziert für Monochrom-Aufnahmen eingesetzt werden. Beim Fokussieren hilft auf kurze Distanz ein Laser-Fokus, die Kamera-Applikation entspricht weitestgehend der des P9. Allerdings bietet das Honor V8 einen sogenannten 360-Grad-Modus. Außerdem soll sich dabei nicht das Smartphone im Mittelpunkt der Aufnahme befinden, was die Funktion auf die Rundum-Ablichtung von Objekten und Personen beschränkt.

Die Kamera-Hardware hat man vom P9 übernommen, auf Leica muss man aber verzichten
Die Kamera-Hardware hat man vom P9 übernommen, auf Leica muss man aber verzichten

Ein Stück weit enttäuschend ist das angesichts der VR-Positionierung der Huawei-Tochter. Schließlich will man eine eigene VR-Brille auf den Markt bringen, die technisch besser als Samsungs Gear VR ausfallen soll. Einen Kooperationspartner für entsprechende Videos hat man bereits gefunden.

Verarbeitung ist (noch) verbesserungswürdig

Im ersten kurzen Test fiel auf, dass das Gehäuse angesichts des Displays ungewöhnlich groß ausfällt. Mit 157,0 x 77,6 x 7,7 mm fällt das Honor V8 deutlich größer als beispielsweise ein Samsung Galaxy S6 edge+ aus, allerdings bietet der 3.500 mAh fassende Akku eine überdurchschnittliche Kapazität. Optisch ist das aus Aluminium bestehende Gehäuse hingegen weniger auffällig, man hält an der bekannten Design-Linie fest.

Das Aluminium-Gehäuse ist überraschend groß, das Design altbewährt
Das Aluminium-Gehäuse ist überraschend groß, das Design altbewährt

Bis zu einem möglichen Start in Deutschland muss aber noch an der Verarbeitungsqualität gearbeitet werden. Die am Stand ausgestellten Geräte wiesen hier und da kleine Nachlässigkeiten wie nicht ganz bündig passende SIM-Karten-Träger oder leichte Abweichungen bei den Farben auf. Keinen subjektiven Unterschied gab es bezüglich der Leistung der beiden Konfigurationen. Auch für die QHD-Auflösung scheint der SoC über genügend Reserven zu verfügen.

In China soll das Honor V8 im Laufe des Monats verfügbar werden, ausgeliefert wird es dann mit Android 6 und EMUI 4.1. Verlangt werden knapp 2.500 und 2.800 Yuan, was rund 335 und 380 Euro entspricht.

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