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Zusammen mit einem Update für iOS 26 hat Apple am Montagabend überraschend eine neue Generation seiner AirTag-Tracker vorgestellt. Knapp fünf Jahre nach der Originalversion folgt damit nun ein echtes Hardware-Upgrade für den kleinen Alltagshelfer. Die zweite Generation behält die bewährte, kompakte Münzform bei und startet ab sofort zum gleichen Einstiegspreis wie das Original: 35 Euro für ein Einzelgerät, 119 Euro für das Viererpack.
Herzstück ist der U2-Chip, der bereits in iPhone 17, iPhone Air, Apple Watch Ultra 3 sowie in der Apple Watch Series 11 zum Einsatz kommt. Er treibt den AirTag 2 an und soll das Auffinden von verlorenen Gegenständen mithilfe von haptischem, visuellem und akustischem Feedback bei der sogenannten "Genaues Suchen"-Funktion in einem 50 % größeren Radius ermöglichen. Parallel dazu steigert ein überarbeiteter Bluetooth-Chip die allgemeine Reichweite, mit der das "Wo ist?"-Netzwerk auch außerhalb direkter iPhone-Nähe funktioniert. Erstmals lässt sich die genaue Suche auch direkt von einer Apple Watch aus nutzen – allerdings nur ab Apple Watch Series 9 oder neuer Apple Watch Ultra 2 und neuer, die ebenfalls den entsprechenden UWB-Chip besitzen. Diese Funktion eröffnet ein Schnellzugriffs-Interface direkt am Handgelenk.
Bei der Akustik hat Apple ebenfalls aufgestockt: Der neue AirTag 2 ist in seinem überarbeiteten internen Aufbau 50 % lauter als die Vorgängergeneration. Diese Verbesserung dürfte sich in der Praxis bemerkbar machen – etwa bei der klassischen Situation, wenn ein AirTag zwischen den Sofakissen oder tief in der Handtasche verschwindet. Ergänzend führt Apple einen neuen Signalton ein, der die Identifikation des eigenen Trackers vereinfachen soll.
Apple hält an seinen Schutzmaßnahmen fest: Der Tracker speichert keine Standortdaten oder Verlaufsdaten lokal, die gesamte Kommunikation mit dem "Wo ist?"-Netzwerk läuft verschlüsselt Ende-zu-Ende. Bluetooth-Identifikatoren wechseln häufig, um Tracking zu erschweren. Im Softwarebereich spendiert Apple dem AirTag 2 mehrere Verbesserungen, die sich aus iOS 26 ergeben. Der Kopplungsprozess wurde vereinfacht, die Batteriestandsanzeige wird künftig detaillierter dargestellt.
Äußerlich bleibt der AirTag 2 dem Original treu: Die charakteristische runde Münzform, die austauschbare CR2032-Batterie und die kompakten Abmessungen sind unverändert. Dies hat den großen praktischen Vorteil, dass sämtliches bereits verfügbares AirTag-Zubehör kompatibel bleibt – alte Lederanhänger, Schlüsselketten und sonstige Schutzhüllen funktionieren problemlos mit dem neuen Modell. Apple verstärkt das AirTag-Portfolio um einen neuen Feingewebe-Schlüsselanhänger in fünf Farben (Fuchsrot, Mitternachtsviolett, Navy, Moosgrün, Schwarz), der mit 45 Euro zu Buche schlägt und zu 68 % aus recycelten Materialien besteht.