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Auch Google stoppt sein Abhörprogramm

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Wie jetzt bekannt wurde, hat nun auch Google das Programm zur Transkription von Aufnahmen seines Sprachassistenten gestoppt. Allerdings betrifft dies nur Europa. Grund hierfür dürfte die DSGVO sein, nachdem mehrere Experten bestätigten, dass Google mit der Transkription der Aufnahmen gegen die Verordnung verstoßen würde. Der Tech-Riese setzt nun freiwillig die Praxis aus und führt, wie Apple auch, eine interne Überprüfung des Verfahrens durch. Ein Google-Sprecher sagte gegenüber dem US-amerikanischen Fernsehsender CNBC, dass der Suchmaschinenriese das Programm bereits kurz nach dem Bekanntwerden eines Datenskandals unterbrochen habe. 1.000 private Gespräche waren öffentlich geworden.

Aktuell stünde man im Kontakt mit der Hamburger Datenschutzbehörde und prüfe, welche Möglichkeiten existieren, um Audio-Reviews durchführen.

Im vergangenen Frühjahr kündigte Google an, den Support für den Google Assistant in 80 verschiedenen Ländern und 30 Sprachen einzuführen. Die durchgesickerten Gespräche kamen aus den Niederlanden und Belgien, wo der Google Assistant erst seit Ende 2018 verfügbar ist. Der Ton wurde sowohl von Google-Home-Smart-Speakern als auch von der Google-Assistant-Smartphone-App aufgenommen. Kurz nach dem Bekanntwerden des Vorgehens veröffentlichte das Unternehmen einen Blog-Post und erklärte, dass es Mitarbeiter einsetzt, um eine kleine Anzahl von Anfragen zu überprüfen und zu transkribieren. Dies soll dazu beitragen, verschiedene Sprachen besser zu verstehen.

Google verteidigte sein Vorgehen und behauptet, dass lediglich ein kleiner Teil (0,2 %) der Audiomitschnitte transkribiert wird. Laut Google soll es zudem keine unbeabsichtigten Aufnahmen betreffen. Nur Aufnahmen, die zum Beispiel zuvor vom Benutzer mit "Hey Google" ausgelöst wurden, sind Teil der Google-Analyse. Allerdings sind insgesamt 153 Gespräche bekannt, bei denen der Nutzer den Sprachassistenten nicht bewusst angesprochen hat. 

Das US-amerikanische Unternehmen beabsichtigt die Bewertungen der Aufnahmen für drei Monate auszusetzen. Zudem untersuchen die europäischen Datenschutzbehörden aktuell die Vorkommnisse.

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