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Zunächst Protect und Cam: Nest startet Verkauf in Deutschland

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nest 2013Mit dem Start des Thermostats im Jahr 2011 galt Nest noch als Pionier im Bereich Smart Home, inzwischen scheint die Alphabet-Tochter aber ein Stück weit den Anschluss verloren zu haben. Auch, da man sich zu lange auf die USA und einige wenige andere Länder konzentrierte. Eine Ausweitung des Verkaufsgebiets auf Deutschland, Österreich, Italien und Spanien soll dem nun entgegenwirken. Erste Details deuten aber an, dass die Konkurrenz keine zu großen Befürchtungen haben muss.

Das zeigt beispielsweise eine Mitteilung von tado°. Der Münchner Anbieter von Thermostaten heißt den neuen Mitbewerber darin willkommen, verweist aber selbstbewusst auf die eigene, klar bessere Funktionsweise – unter anderem mit Blick auf Kompatibilität und Nutzbarkeit im Zusammenspiel mit Plattformen wie HomeKit und Alexa.

Letzteres gilt als der größte Schwachpunkt Nests, die Integration in andere Systeme ist kaum bis gar nicht möglich, was angesichts des sehr übersichtlichen Portfolios schnell gegen die Anschaffung sprechen kann. Vielleicht auch deshalb beschränkt das Unternehmen sich zum Start in Deutschland und den drei anderen Ländern im Februar auf die beiden Produkte, bei denen eine Vernetzung mit anderen Smart-Home-Komponenten weniger wichtig ist.

Denn geplant ist zunächst nur der Verkauf des Rauchmelders Protect sowie der Überwachungskameras der Cam-Familie für Außen und Innen.

Ersterer wird einzeln 119 Euro sowie im Dreierpack 329 Euro kosten, für die Kameras werden jeweils 199 Euro fällig. Ohne weitere Ausgaben können die Aufnahmen allerdings nur live verfolgt werden, eine Sicherung zur späteren Inaugenscheinnahme schlägt mit 10 Euro im Monat oder 100 Euro im Jahr zu Buche. Nicht nur diese Zusatzkosten für den vollen Funktionsumfang sprechen gegen die Nest-Kameras, auch die zahlreichen Lösungen von Mitbewerbern, die sich oftmals nahtlos in Smart-Home-Systeme integrieren lassen, lassen sie unattraktiv erscheinen.

Etwas anders sieht es beim Rauchmelder Protect aus. Der ist zwar alles andere als günstig, bietet dafür aber auch diverse Zusatzfunktionen wie beispielsweise das Messen des Kohlenmonoxid-Gehalts der Luft.

Noch unklar ist, ob und wann Nest sein Thermostat in Deutschland anbieten wird. Das wurde vor knapp drei Jahren zwar schon für den europäischen Markt angepasst und soll seitdem mit zahlreichen hier gängigen Heizungssystemen kompatibel sein, kann aber nach wie vor nicht mit Heizkörper-Thermostaten kommunizieren. Letztere gelten zumindest hierzulande aber als weitaus beliebter für die automatisierte Steuerung.

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