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Nest: Neue Überwachungskamera und überarbeiteter Rauchmelder

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nest 2013Seit der Übernahme durch Google Anfang 2014 war es rund um den Smart-Home-Spezialisten Nest auffällig ruhig, sieht man einmal vom Kauf von Dropcam wenige Monate später ab. Umso größer war die Erwartungshaltung an den gestrigen Abend. Denn in San Francisco wollte man Neuheiten vorstellen, das erste Mal seit knapp zwei Jahren – im Oktober 2013 zeigte man den Rauchmelder Protect.

Am Ende der Veranstaltung dürfte die Enttäuschung der Anwesenden aber groß gewesen sein, darauf lassen zumindest verschiedene Meldungen US-amerikanischer Kollegen schließen. Auch, weil auf eine Berücksichtigung von Brillo und Weave gehofft wurde.

Nest Cam

Denn das Highlight des Abends war die Nest Cam, eine Überwachungskamera, deren Stärke in der Cloud-Anbindung liegen soll. Das etwa 11 x 7 cm große Gerät nimmt Videos maximal mit 1.920 x 1.080 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde auf und soll binnen weniger Sekunden installiert und einsatzbereit sein. Überwacht werden kann ein 130 Grad breiter Bereich vor der Kamera, im Dunkeln helfen dabei IR-LEDs; die Erkennungsreichweite soll dann bei knapp 7 m liegen. Neben dem notwendigen 3-Megapixel-Sensor stecken im Innern der Kamera Module für WLAN (802.11n, Dual-Band) und Bluetooth (Low Energy) sowie ein Mikrofon und Lautsprecher.

Ohne teure Cloud-Anbindung ist die Nest Cam nur eine Spielerei
Ohne teure Cloud-Anbindung ist die Nest Cam nur eine Spielerei

Was bis hierhin überlegenswert klingt, entpuppt sich beim Blick auf den praktischen Einsatz als entweder teuer oder Spielerei. Denn in der Grundversion kann die Kamera keine Aufnahmen sichern, mehr als die Wiedergabe von Live-Material per dazugehöriger Android- oder iOS-Applikation ist nicht möglich. Dies ändert sich erst, wenn eines der beiden „Aware“-Pakete zusätzlich gebucht wird. Für 100 US-Dollar im Jahr werden die Aufnahmen 10 Tage lang in der Cloud gesichert, für 300 US-Dollar hingegen 30 Tage lang. Hinzu kommt in allen Fällen die Kamera selbst, die mit 199 US-Dollar zu Buche schlägt. Kennern der Materie dürfte spätestens hier auffallen, dass Nest lediglich die Dropcam Pro minimal überarbeitet hat. Für mehr hat es in knapp einem Jahr nicht gereicht.

Nest Protect in zweiter Generation

Aber Nest hatte auch eine neue Version seines Rauchmelders Protect im Gepäck. Äußerlich hat sich abgesehen von einem kleineren Gehäuse nichts getan, dafür hat man die verbaut Technik leicht modifiziert. Ein neuer Sensor soll nun zwei verschiedene Wellenlängen überwachen und somit sowohl langsam als auch schnell entstehende Feuer erkennen; an der Überwachung der Kohlenmonoxid-Werts der Luft ändert sich hingegen nichts. Weitere Änderungen: Nest spricht nicht von einer Nutzungsdauer von 10 Jahren, per App können alle verbundenen Melder auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft werden, die zudem einmal im Monat automatisch durchgeführt werden soll. Zu guter Letzt kann der Alarm nun auch per App beendet werden.

Die zweite Generation des Nest Protect fällt kleiner aus und soll eine bessere Erkennungsrate bieten
Die zweite Generation des Nest Protect fällt kleiner aus und soll eine bessere Erkennungsrate bieten

Lediglich für Nutzer in den USA interessant ist die Zusammenarbeit mit einigen Hausratversicherungen. Diese bieten Rabatte an, wenn der Rauchmelder einmal im Monat Daten über seinen Zustand übermitteln darf.

Frische Software

Aufgefrischt hat Nest aber auch seine Software. So erhält die Nest App in Version 5.0 ein neues Design und kann im Zusammenspiel mit allen drei Produkten – Thermostat, Protect und Cam – genutzt werden. Das Thermostat soll nach einem Update auf Version 4.5 Warnungen an die Nest App verschicken, wenn die Temperaturen zu niedrig oder zu hoch ausfallen. Damit soll sowohl das Überheizen als auch das Zufrieren von Wasserleitungen verhindert werden.

Das Thermostat erhält per Update neue Funktionen
Das Thermostat erhält per Update neue Funktionen

An den Preisen für Thermostat und Protect wird sich nichts ändern: Ersteres kostet weiterhin 249 US-Dollar, letzterer 99 US-Dollar.

Weiterhin offen ist, ab wann Nest auch offiziell in Deutschland tätig werden wird. Zwar ist der Rauchmelder im Angebot einiger Händler, das Unternehmen selbst beschränkt sich Europa aber bis auf weiteres auf Belgien, Irland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und die Niederlande.

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Kommentare (1)

#1
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Ich erkenne den Mehrwert nicht, wo der Preis so etwa beim 10 fachen von nicht cloud Geräten liegt. Naja wer nicht weiß wohin mit seinem Geld...
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