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NVIDIA hat gestern die Zahlen für das vierte Quartal 2026, so die fiskalische Zählweise im Unternehmen, veröffentlicht. Darin verzeichnet man einen Umsatz von 68,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 20 % gegenüber dem Vorquartal und 73 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Marge lag bei sagenhaften 75 % und legte um zwei Prozentpunkte zu. NVIDIA hat vor allem mit dem Datacenterbereich eine Gelddruckmaschine.
Dies zeigt sich im Gewinn, der in den vergangenen drei Monaten bei fast 43 Milliarden US-Dollar lag. Damit legt der Gewinn um 35 % im Vergleich zum vorherigen Quartal zu. Gegenüber dem Vorjahresquartal kann NVIDIA den Gewinn sogar fast verdoppeln.
Für das gesamte Jahr bringt es NVIDIA auf einen Umsatz von 216 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn lag bei 117 Milliarden US-Dollar. Schaut man sich an, welche Zahlen noch vor gut zehn Jahren gemeldet wurden, wird die Entwicklung des Unternehmens deutlich.
Das Datacenter-Geschäft dominiert die Geschäftszahlen von NVIDIA natürlich. Aber das Unternehmen verfügt auch noch über weitere Geschäftsbereiche. Das Gaming-Geschäft mit den GeForce-Grafikkarten kommt auf einen Umsatz von 3,7 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 74 % im Vorjahresvergleich. Das starke dritte Quartal kann NVIDIA aber nicht wiederholen.
Zudem sind die Aussichten schlecht. NVIDIA geht davon aus, dass es zu Lieferengpässen im ersten Quartal und darüber hinaus kommen wird.
Imposant ist zudem der Sprung für den "Professional Visualization"-Geschäftsbereich. Mit 1,3 Milliarden US-Dollar sprechen wir hier zwar nur von einem Bruchteil des Gesamtumsatzes, dieser konnte aber ebenfalls um 72 % im Vorjahresvergleich zulegen. Die RTX-Pro-Karten auf Basis der Blackwell-GPUs mit bis zu 96 GB Grafikspeicher finden bei KI-Forschern offenbar ihre Abnehmer.
Für das aktuell laufende erste Quartal 2027 rechnet NVIDIA mit einem Umsatz von 78 Milliarden US-Dollar. Genau wie in den heute vermeldeten Zahlen, konnte China kaum etwas beisteuern, da der Export fast aller Datacenter-Beschleuniger dorthin verboten ist.
Eine Abkühlung des KI-Markts ist zumindest in den Zahlen von NVIDIA nicht zu erkennen. In der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen die ersten Vera-Rubin-Beschleuniger ausgeliefert werden. Erste Samples erhalten die Kunden in den kommenden Wochen. Größere Stückzahlen sollen aber erst in einigen Monaten zur Verfügung stehen. In wenigen Wochen wird zudem die Hausmesse GTC stattfinden. Hier wird NVIDIA vermutlich den weiteren Werdegang hinsichtlich der Hardware verkünden und erste Details zu den Feynman-Beschleunigern offenbaren.