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NTT Frankfurt 6

Ab 2027 soll gigantisches Rechenzentrum mit fast 500 MW entstehen

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Ab 2027 soll gigantisches Rechenzentrum mit fast 500 MW entstehen
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Rund um die Region Frankfurt sind aufgrund der Nähe zum DE-CIX bereits zahlreiche Telekommunikations- und Rechenzentren ansässig. Das japanische Unternehmen NTT Data plant (über seine Tochter NTT Global Data Centers EMEA GmbH) auf dem Gelände einer ehemaligen US-Kaserne in Rheinhessen den Bau eines gigantischen Rechenzentrums, welches mit einer geplanten Gesamtleistung von 482 MW zu den größten Europas gehören würde. 

Die als NTT Frankfurt 6 (kurz NTT FRA6) geplante Anlage kann dabei nicht nur auf die schnelle Anbindung an das restliche Internet durch die Nähe zum DE-CIX zurückgreifen, sondern profitiert auch von der kurzen Anbindung zu einer 110-kV-Leitungen nahe dem Gelände. Bei einer geplanten Stromversorgung mit fast 500 MW spielt die Anbindung an das Netz eine ebenso wichtige Rolle, wie die Anbindung an das Internet.

NTT GDC baut aktuell bei Hattersheim bereits das Frankfurt 4 (FRA4) mit 70 MW geplanter Leistungsaufnahme. NTT FRA6 soll deutlich größer werden. Die Schwarz Gruppe plant mit dem Schwarz Digits Datacenter ein Rechenzentrum mit einer Anschlussleistung von 200 MW. Hier ist der Spatenstich bereits erfolgt. In Europa sind aber bereits größere Rechenzentren in Planung bzw. im Bau. Das Start Campus Sines Datacenter in Portugal soll mit 1.200 MW an den Start gehen. In Stockholm plant Brookfield ein Rechenzentrum mit 750 MW.

Im Dezember 2025 wurde der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan gefasst. Das Jahr 2026 soll nun genutzt werden, um den Bebauungsplan abzuschließen und einzureichen. Für 2027 wird mit dem Erhalt der Baugenehmigung gerechnet. Erste Arbeiten auf dem Gelände sollen aber bereits 2026 beginnen. Von 2027 bis 2028 soll das Rechenzentrum dann gebaut werden, die Inbetriebnahme ist für 2029 vorgesehen. Bis 2037 plant NTT GDC den weiteren Ausbau des Rechenzentrumscampus.

Per Power Purchasing Agreements (PPA) soll ein vollständig regenerativer Betrieb des Rechenzentrums möglich sein. Ein Windpark in direkter Nähe mit 90 MW ist Teil der Planung, wird aber von SelzEnergie betrieben. Die Nutzung der Abwärme ist geplant, Details dazu gibt es aber noch nicht.

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