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GPU-Markt bricht ein

Minus 25 % - größter Rückgang seit 2009

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Minus 25 % - größter Rückgang seit 2009
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Nach einem Bericht von Jon Peddie Research, ist die Nachfrage nach Prozessoren und GPUs im vergangenen Quartal im Vergleich zum Vorjahresvergleich um 19 % (Prozessoren) bis 25 % (GPUs) eingebrochen. Aufgeschlüsselt auf die Märkte bzw. Plattformen, ist die Rede von einem Rückgang um 25,1 % für alle GPUs (integrierte Grafikeinheiten mit eingeschlossen) und um 15,4 % bei den Desktop-Grafikkarten. Bei den Notebooks soll gar ein Rückgang von -30 % zu verzeichnen sein – der größte Rückgang seit der Rezession im Jahre 2009.

Dabei haben sich auch die Marktanteile verschoben. Intel kann 10 % hinzugewinnen. NVIDIA verliert je nach Vergleichsperiode 2 bis 4 % und für AMD scheint der Rückgang mit -10 % am größten zu sein. Der hohe Zugewinn von Intel ist vermutlich damit zu begründen, dass oft aus Kostengründen auf eine dedizierte Grafiklösung verzichtet wird und somit auf die integrierte Lösung zurückgegriffen wird. Gegenüber dem direkten Vorgänger-Quartal sollen NVIDIAs GPU-Auslieferungen um 19,7 % zurückgegangen sein, bei AMD sogar um 47,6 % – dies erklärt den aktuellen Druck am Markt und auf die Hersteller derzeit. Für die Partnerkarten spricht die Marktanalyse von einem Minus von 33,5 %.

Bei den Prozessoren sieht es nicht besser aus – wenngleich nicht ganz so dramatisch wie bei den Grafikkarten. Die CPU-Verkäufe sollen im Vergleich zum Vorgänger-Quartal um 5,7 % zurückgegangen sein. Hier beträgt der Rückgang gegenüber dem Vorjahres-Quartal aber auch 18,6 %.

Die Gründe für die aktuelle Situation sind vielschichtig. Einerseits konnte das Wachstum der Coronazeit nicht fortgesetzt werden. Der Krieg in der Ukraine und die Spannungen mit China tun ihr übriges. Die Hersteller haben teilweise noch mit großen Lagerbeständen zu kämpfen, die nun abverkauft werden müssen. Vor allem bei den Notebooks soll die Situation angespannt sein. Aber auch bei den Ampere-Karten sind wohl noch große Stückzahlen vorhanden. Der Start der GeForce-RTX-40-Serie mit Preisen ab 1.469 Euro für eine GeForce RTX 4080 ist dabei auch nicht sonderlich hilfreich. Ob AMDs Radeon-RX-7900-Serie hier die Rettung sein wird, bleibt fraglich bzw. ist zumindest bis zum offiziellen Start mit den Tests noch eine offene Frage.

Unstrittig ist, dass die aktuelle Preisspirale auf eine schwierige Marktsituation trifft. Wie darauf zu reagieren ist, ist nun die große Frage. Stetig steigende Preise akzeptiert die Käuferschaft derzeit nicht so ohne weitere und so liegen beispielsweise die neuen GeForce-RTX-4080-Karten zu Preisen ab 1.499 Euro wie Blei in den Regalen.

Quellen und weitere Links

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