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Huawei plant eigene Chipfabrik komplett ohne US-Technologie

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huaweiBereits vor einigen Monaten wurden Gerüchte laut nach denen Huawei im Zuge der US-Sanktionen plane, eine eigene Fabrik zur Herstellung von Prozessoren zu eröffnen. Laut einem Bericht in der Financial Times scheinen die Pläne nun konkret zu werden. So soll die Fabrik in Zusammenarbeit mit einem Partner-Unternehmen namens Shanghai IC R&D entstehen, welches die Fabrik betrieben soll. Das Interessante: Wohl um den USA keine Angriffsfläche für Sanktionen zu bieten, soll die Fabrik völlig unabhängig von US-Unternehmen und deren Technologien laufen. 

In der Vergangenheit wurden Huawei durch US-Sanktionen immer wieder mögliche Handelspartner wie etwa TSMC genommen. Die wohl bekannteste und verheerendste Auswirkung stellt wohl aber nach wie vor das Verbot zur Nutzung des Android-Betriebssystems dar. Dadurch werden Smartphones der im Westen eigentlich beliebten Marke für die meisten Nutzer uninteressant, da Google-Dienste, wie der PlayStore oder ähnliches nicht mehr zur Verfügung stehen. Erst kürzlich stellte man konkrete Pläne zur Etablierung eines eigenen mobilen Betriebssystems mit Namen Harmony OS vor.

Die Inbetriebnahme und Fertigung der ersten Chips soll noch in diesem Jahr starten. Vorerst könne jedoch nur im recht veralteten 45-nm-Verfahren gearbeitet werden, eine Fertigung im 28-nm-Verfahren soll dann bis Ende des nächsten Jahres folgen. Es wird einige Zeit dauern, bis Huawei konkurrenzfähige SoCs für High-End-Smartphones und andere Mobilgeräte herstellen kann. 

Zum Vergleich: Apple arbeitet mit dem Chip-Hersteller TSMC bereits an einem 2-nm-Fertigungsverfahren. Allerdings bieten die eigenen Chips dennoch neue Möglichkeiten im Bereich von Smart-TVs und dem Internet der Dinge. Im Jahr 2022 soll dann die Fertigung von 20-nm-Strukturbreiten folgen, zusammen mit dem Produktionsstart für 5G-Technologien.

Obwohl die eigene Fertigung dem chinesischen Konzern langfristig eine Perspektive sichert, bleibt es unklar, wie das Unternehmen die nächsten Jahre überstehen wird. Immerhin bricht mit dem faktischen Verkaufsverbot von nutzbaren mobilen Geräten außerhalb Chinas der wichtigste Einnahmezweig weg. Huawei äußerte sich zu den Plänen bisher nicht.

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