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Online-Händler dürfen Retouren nicht mehr wegwerfen

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amazonImmer wieder kamen in der Vergangenheit Berichte auf, dass große Online-Händler bei einer Retoure die Ware vernichten würden. Dies sei am Ende für die Händler günstiger als die Waren auf Funktion zu überprüfen und wieder für einen geringeren Preis in den Verkauf zu bringen. Allerdings verbraucht dieses Vorgehen auch eine Menge wertvoller Ressourcen und zudem werden tonnenweiße Müll produziert.

Dies scheint sich allerdings schon sehr bald zu ändern, denn die Bundesumweltministerin Svenja Schulze möchte das Kreislaufwirtschaftsgesetz genau um diesen Punkt erweitern. Demnach dürften Online-Händler bei einer Retoure die Produkte nicht mehr einfach so entsorgen. Stattdessen soll der Verkauf der Ware als gebraucht im Vordergrund stehen. Wird die Ware defekt vom Kunden zurückgesendet, darf diese natürlich auch weiterhin entsorgt werden. Auch bei Produkten mit hygienischen Bedenken ist eine Entsorgung weiterhin möglich. Dies dürfte allerdings nur einen geringen Teil der Rücksendungen betreffen. 

Das Gesetz wurde vom Bundeskabinett auch inzwischen verabschiedet und die neue Regelung soll ohne weitere Verzögerung auch in Kraft treten. Damit dürfen Händler ab sofort nicht mehr ohne Weiteres die retournierten Waren entsorgen. Allerdings gilt zu beachten, dass es keine Kontrollen durch den Gesetzgeber geben wird. Stattdessen reicht ein Bericht des Unternehmens aus. Ob dies für die Umsetzung des neuen Gesetztes ausreicht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen müssen. Bereits jetzt werden Stimmen laut, dass dies für eine Veränderung im Online-Handel nicht ausreichen würde und stattdessen die Auflagen deutlich strenger sein müssten.

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