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USA: Chinesischer Professor aufgrund von Industriespionage für Huawei angeklagt

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huawei

Der Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Volksrepublik China geht in die nächste Runde. Am 14. August wurde der chinesische Professor Bo Mao in Texas festgenommen. Sechs Tage später wurde Mao jedoch auf Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt. Laut Anklage hat der Professor in den Vereinigten Staaten Wirtschaftsspionage für den chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei betrieben haben. Mao soll unter dem Vorwand der akademischen Forschung an ein nicht weiter genanntes kalifornisches Technologieunternehmen herangetreten sein, um so Zugang zu einer Leiterplatte zu erhalten. Bei der Anklageerhebung am 28. August vor dem US-Bezirksgericht in Brooklyn plädierte der Angeklagte auf nicht schuldig.

Bo Mao ist ein Professor an der Xiamen University in China und seit vergangenen Herbst als Gastprofessor an einer texanischen Universität tätig. Der chinesische Wissenschaftler hat bereits im Rahmen eines texanischen Zivilprozesses zwischen Huawei und dem Silicon-Valley-Startup CNEX Labs Inc eine Rolle gespielt. Allerdings ist im genannten Verfahren nicht der chinesische Konzern Huawei der Beschuldigte gewesen, sondern CNEX. Huawei bezichtigte die ehemalige Mitarbeiterin Yiren Huang des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen. 

Huang war als technische Leiterin für eine US-Tochtergesellschaft von Huawei tätig. Drei Tage nachdem sie die Tochtergesellschaft des Telekommunikationsausrüsters verlassen hatte beteiligte sich Huang im Jahr 2013 an der Gründung von CNEX. Allerdings war die Jury der Meinung, dass CNEX keine Geschäftsgeheimnisse von Huawei gestohlen hat. Huang soll jedoch gegen Bedingungen ihres Arbeitsvertrages verstoßen haben. Die ehemalige technische Leiterin musste allerdings keinen Schadensersatz an ihren ehemaligen Arbeitgeber zahlen. Das Gericht befand, dass durch die Verstöße kein Schaden für den chinesischen Hersteller entstanden wäre. 

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