> > > > Fall Huawei: Telekommunikationsausrüster schlägt No-Spy-Abkommen vor

Fall Huawei: Telekommunikationsausrüster schlägt No-Spy-Abkommen vor

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huaweiUm den Sicherheitsbedenken durch den chinesischen Telekommunikationsanbieter Huawei beim Ausbau des 5G-Netzes entgegen zu wirken, bot dieser jetzt der Bundesregierung ein "No Spy”-Abkommen an. So soll man nach Aussage von Ren Zhengfei diesbezüglich bereits letzten Montag mit dem deutschen Innenministerium gesprochen und die Bereitschaft zum erwähnten Abgekommen mitgeteilt haben. Der Telekommunikationsausrüster mit Sitz in Shenzhen verspricht keine Hintertüren in Netzwerken zu platzieren.

Zudem gab Ren Zhengfei bekannt, dass er beabsichtigt, die chinesische Regierung dazu zu bewegen, ebenfalls ein No-Spy-Abkommen mit Deutschland zu unterzeichnen. Explizit erwähnt er hierbei auch die Möglichkeit, dass sich Peking aufgrund des genannten Abkommens an die EU-Datenschutz-Grundverordnung halten könnte. Zudem unterstütze Huawei den Vorschlag von Deutschland, Netzwerke mit Geräten von diversen Anbietern auszurüsten. Wörtlich heißt es hier in einem Interview des Handelsblatts mit dem Huawei-Chef: "Deutschland hat vorgeschlagen, Netzwerke mit Geräten von mehreren Anbietern aus verschiedenen Ländern aufzubauen. Wir unterstützen diesen Vorschlag."

Des Weiteren äußerte sich Zhengfei auch bezüglich der Übermittlung der Daten: "Die europäischen Länder möchten sicherlich nicht, dass ihre Daten nach China übermittelt werden. Sie wollen definitiv auch nicht, dass ihre Daten in die USA übertragen werden." Die Frage nach dem Wahrheitsgehalt der Anschuldigungen der US-Regierung beantwortete der Huawei-CEO nur knapp und tat diese als Märchen ab. Bezüglich der Verdächtigungen ein Staatsunternehmen zu sein, äußerte sich der CEO wie folgt: "Ich weiß nicht, was die chinesische Regierung denkt. Sie sagt mir nichts. Huawei ist ein Privatunternehmen, befolgt die Gesetze in China und zahlt Steuern an die chinesische Regierung.”

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Kommentare (13)

#4
Registriert seit: 08.05.2018

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1321
:" Die USA haben keine dauerhaften freunde oder feinde, nur interessen".
#5
Registriert seit: 13.02.2006
Koblenz
Admiral
Beiträge: 10949
Zitat DeckStein;26910393
:" Die USA haben keine dauerhaften freunde oder feinde, nur interessen".


"America first!"

;)
#6
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Registriert seit: 01.03.2013

Bootsmann
Beiträge: 638
Schon krank, dass sich Spionage lohnen soll. Würden wir alle an einen Stang ziehen und gemeinsam schauen was die Menschheit weiterbringt, dann wäre die Welt nur halb so kompliziert und wir wären schon deutlich weiter. Jedes Abkommen ist ein Vertrag der umgangen werden wird und kann. Wie hatte vor Jahren ein Politiker treffend zum Vorwurf des plötzlichen Sinneswandel gesagt: "Was kümmern mich die Worte von gestern". Solange Macht, Geld, Spionage und Geheimdienste sich lohnen, wird sich nie was daran ändern. :motz:
#7
Registriert seit: 10.01.2015

Leutnant zur See
Beiträge: 1124
Was für ein Schwachsinn - als ob sein Abkommen davon aufhält weiterhin zur Spionieren.
#8
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Registriert seit: 21.07.2006
Mainz-KH
Kapitän zur See
Beiträge: 4040
Tja, die Menschen sind nun mal von Natur aus dumm und egoistisch.
Da fehlt uns eine Ladung "Borg" in den Genen.

Um besser zu werden bräuchten wir eine sozial-darvinistische Gesellschaft:
Du unterstützt die Gesellschaft? - Die Gesellschaft unterstützt dich.
Du schadest der Gesellschaft/Schmarotzer? - Danke, dass Du dich als Organspender gemeldet hast.

Wer der Allgemeinheit Gutes tut müsste konsequent unterstützt werden, wer sich gegen die Gesellschaft stellt/ nur abgreift ohne zu geben/mordet/betrügt/stiehlt... Müsste konsequent aussortiert und entsorgt werden.
Da das aber nicht passiert wird es die "noble Gesellschaft" nie geben.

Solange sich Ellenbogen mehr lohnt als Soziales Engagement wird es keine Gewähr Evolution geben.
So falsch das auch klingen mag, aber zu viel sozial bedeutet sozialen Stillstand.

Und genau führt dazu, dass Verträge für eigentlich selbstverständliches aufgesetzt werden müssen und dann doch jeder schon weiß, dass diese das Papier nicht wert sind auf dem sie stehen...:(
#9
Registriert seit: 26.07.2018

Hauptgefreiter
Beiträge: 165
Ich persönlich halte es für ein falsches Signal, Staaten wie z.B. Deutschland auch noch Angebote zu machen. Alternativ sollen die tollen Regierungen doch erprobte US-Spionagehardware verwenden und dann hinterher die Scherben zusammen kehren bzw. dort um no spy Abkommen winseln...
#10
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Registriert seit: 01.01.2015
€Uropäische Union - Bairischer Sprachraum
Flottillenadmiral
Beiträge: 4215
Huawei ist der beste Anbieter, deswegen wettern ja die USA so gegen sie, sodass ihre eigenen Firmen das Geschäft machen können.
#11
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Registriert seit: 21.07.2006
Mainz-KH
Kapitän zur See
Beiträge: 4040
Den Russen zu vertrauen ist genau richtig/falsch wie den Chinesen oder den Amerikanern zu vertrauen.
Es geht allen nur um Geld und/oder Macht und keinem um die Kunden/Menschen.
#12
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Registriert seit: 01.03.2013

Bootsmann
Beiträge: 638
Zitat drakrochma;26910930
Den Russen zu vertrauen ist genau richtig/falsch wie den Chinesen oder den Amerikanern zu vertrauen.
Es geht allen nur um Geld und/oder Macht und keinem um die Kunden/Menschen.


Vielleicht noch die weiteren ca. 200 Staaten auf dieser Welt. Man merkt schon, dass auf der Welt einiges schief läuft. Man muss aber auch bedenken, dass diese Probleme Wenige machen und die Masse der Weltbevölkerung mit dem eigentlich nix zu tun haben. Eigentlich ein trauriges und ernstes Thema, aber stell dir vor Machthaber und Generäle wollen Krieg und keiner geht hin, weil im Fernseher gerade Dschungelcamp kommt ... :haha:

Nachtrag, um beim Thema zu bleiben:
Eigentlich hat der CEO indirekt mit einem No Spy-Abkommen zugegeben, dass im großem Stile durch Backdoors vielleicht spioniert wurde, möglich wäre oder aber auch Angst hat die Finger zu verbrennen. Und nur für Deutschland ein Abkommen? Warum nicht weltweit? Wenn man schon auf die Idee kommt die chineschische Regierung dazu zu bewegen diesen Abkommen mitzutragen, dann hat er zugegeben, dass die Regierung dies wohl tut. Man braucht nur einen fähigen Maulwurf in eine Firma einschleusen ...
#13
Registriert seit: 16.06.2013

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 451
Zitat hadhod;26910693
Was für ein Schwachsinn - als ob sein Abkommen davon aufhält weiterhin zur Spionieren.


Wenn du es so siehst...dennoch ist es mehr als nix.

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Zitat Bitmaschine;26910993
Vielleicht noch die weiteren ca. 200 Staaten auf dieser Welt. Man merkt schon, dass auf der Welt einiges schief läuft. Man muss aber auch bedenken, dass diese Probleme Wenige machen und die Masse der Weltbevölkerung mit dem eigentlich nix zu tun haben. Eigentlich ein trauriges und ernstes Thema, aber stell die vor Machthaber und Generäle wollen Krieg und keiner geht hin, weil im Fernseher gerade Dschungelcamp kommt ... :haha:

Nachtrag, um beim Thema zu bleiben:
Eigentlich hat der CEO indirekt mit einem No Spy-Abkommen zugegeben, dass im großem Stile durch Backdoors vielleicht spioniert wurde, möglich wäre oder aber auch Angst hat die Finger zu verbrennen. Und nur für Deutschland ein Abkommen? Warum nicht weltweit? Wenn man schon auf die Idee kommt die chineschische Regierung dazu zu bewegen diesen Abkommen mitzutragen, dann hat er zugegeben, dass die Regierung dies wohl tut. Man braucht nur einen fähigen Maulwurf in eine Firma einschleusen ...



Nein, das kann man Da nicht lesen. Eher, dass man eine Sicherheiten geben will, um bedenken auszuschließen. Eine Ernsthaftigkeit würde ich nicht unbedingt ausschließen.

Zudem haben sie uns auch angeboten den firmwarecode zu öffnen.

Das werte ich als ernsthafte Bemühungen. Wie die Geheimdienste in China verfahren, ist aber eine andere frage.

Ich sehe es nur so, wenn wir bei Ericsson nachfragen, sind wir auch nicht sicher.

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Zitat lll;26910832
Huawei ist der beste Anbieter, deswegen wettern ja die USA so gegen sie, sodass ihre eigenen Firmen das Geschäft machen können.



So wie ich verstanden habe, haben die nicht mal die Kapazität dafür uns so ein netz auzufbauen.

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Zitat Ycon;26910799
Ich persönlich halte es für ein falsches Signal, Staaten wie z.B. Deutschland auch noch Angebote zu machen. Alternativ sollen die tollen Regierungen doch erprobte US-Spionagehardware verwenden und dann hinterher die Scherben zusammen kehren bzw. dort um no spy Abkommen winseln...


Tatsächlich muss man dies so werten. Hehe. Letztlich muss man dies eigtl mal bewerten. Dass man uns dies im Gegensatz zu GB und Australien Nicht anbietet, bedeutet im umkehrschluss nun mal viel.

Den anti USA Tenor ist bei mir aber nicht Grundlage
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