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Intel beerdigt 5G-Projekt mit chinesischem Konzern

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Im Jahr 2018 gab der US-amerikanische Halbleiterhersteller Intel zu verstehen, dass 2019 ein 5G-Smartphone in Zusammenarbeit mit der Tsinghua Unigroup entstehen soll. Obwohl besagtes Smartphone auf dem Mobile World Congress 2018 beworben wurde, beendet Intel jetzt das 5G-Projekt mit dem chinesischen Konzern. Als Grund nannte Intel die aktuell angespannte Lage in der Zusammenarbeit mit China. Diese äußerten bereits in der Vergangenheit ähnliche Bedenken gegenüber dem chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei.

Allerdings könnte die Entscheidung von Intel auch mit dem Abgang des CEOs Brian Krzanich, der das Unternehmen von 2013 bis 2018 leitete, zusammenhängen. Der ehemalige CEO war einer der großen Antreiber der Kooperation mit der Tsinghua Unigroup. Somit ist davon auszugehen, dass Intel vor dem Jahr 2020 keine 5G-Lösung anbieten wird. Was die Zusammenarbeit im Bereich Flash und NAND betrifft scheint der US-amerikanische Halbleiterhersteller weiterhin aktiv zu sein. So gab Tsinghua vergangenes Jahr an, dass Intel nicht nur ein Partner sei, sondern ebenfalls als Lieferant und Lizenzgeber aktiv sei. Jedoch ist die Kooperation auch nicht frei von Sicherheitsbedenken, da es dem chinesischen Unternehmen am nötigen Know-How fehlt. Die Tsinghua Unigroup könnte die Absicht verfolgen, sich Patente einzuverleiben um geschützte Technologie zu kopieren. Dadurch könnte das Unternehmen Lizenzkosten sparen und die Produkte selbst herstellen.

Der Ableger der Tsinghua Unigroup, früher Spreadtrum jetzt Unisoc, stellte am 26. Februar diesen Jahres bereits ein eigenes 5G-Modem vor. Ebenfalls wurden eine komplette Plattform und weitere neue Produkte angekündigt. Genau dies entspricht den Ankündigungen des US-amerikanischen Halbleiterherstellers Intel aus dem Vorjahr. Somit bleibt aktuell nur abzuwarten, wie sich die “Noch-Kooperation” der zwei Unternehmen entwickeln wird.

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