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Mobiles Bezahlen: Sparkasse nennt Details, Apple Pay bleibt ein Thema

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Vier Wochen vor dem Start des neuen Zahlungsdienstes „Mobiles Bezahlen" hat der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) die dafür benötigte App zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig nennt man Details bezüglich der Einsatzmöglichkeiten und vorhandener Einschränkungen. Welche Sparkassen zum Start teilnehmen, ist hingegen noch offen.

Fest steht, dass der Start am 30. Juli erfolgen wird und zahlreichen Sparkassen das System unterstützen werden. Konkret nennt der DSGV derzeit unter anderem die Sparkassen Hannover, Nürnberg, Förde, Baden-Baden und Aachen - insgesamt sind es acht. Bei diesen Sparkassen handelt es sich um diejenigen, die ab sofort an der vermutlich letzten Testphase teilnehmen. Für diese werden nach aktuellem Stand aber lediglich Mitarbeiter berücksichtigt.

Die notwendige „Mobiles Bezahlen"-App kann hingegen bereits öffentlich über den Google Play Store bezogen werden, wenn das jeweilige Smartphone die Voraussetzungen erfüllt. Dazu gehört Android ab Version 4.4, ein NFC-Modul sowie ein nicht gerootetes System. Gehört man nicht zum Kreis der Tester, ist die App derzeit aber noch nahezu funktionslos. Zwar kann die eigene Sparkasse bereits ausgewählt werden, die im nächsten Schritt erforderliche Verbindung mit dem eigenen Online-Banking-Konto wird jedoch mit einer Fehlermeldung quittiert.

Wird diese Hürde passend zum Start entfernt, sollen Kunden in wenigen Schritten ihre Karten hinterlegen können. Unterstützt werden dabei die Sparkassen-Card sowie Sparkassen-Kreditkarten. Bei letzten ist allerdings unklar, ob lediglich Mastercard oder auch Visa unterstützt wird.

Das Bezahlen an der Kasse wird sich dann nicht von dem mit einer NFC-tauglichen Karte unterscheiden. Das Smartphone wird lediglich an die NFC-Antenne des Kartenterminals gehalten, bei Beträgen unterhalb von 25 Euro ist keine weitere Aktion notwendig. Liegt der Betrag hingegen bei 25 Euro oder mehr, muss der Bezahlvorgang mit der Karten-PIN bestätigt werden - ein Bestätigung via Fingerabdrucksensor am Smartphone ist nicht vorgesehen. Immerhin aber sollen Nutzer selbst festlegen können, ob für den Bezahlvorgang lediglich das Display des Smartphones eingeschaltet sein, das Gerät komplett entsperrt sein oder gar die „Mobiles Bezahlen"-App aktiv laufen muss. Eine Internetverbindung ist hingegen keine Voraussetzung.

Mit „Mobiles Bezahlen" wollen die Sparkassen in erster Linie mit Google Pay konkurrieren. Unmittelbar nach dem Deutschlandstart von Google Pay in der vergangenen Woche kündigte der DSGV an, dass die Kooperation mit Google nicht vorgesehen sei. Direkt miteinander vergleichbar sind die beiden Dienste allerdings nicht, beide haben individuelle Vor- und Nachteile. So kann Google Pay beispielsweise auch in Online-Shops genutzt werden, dort wie auch bei Kartenterminals muss der Dienst aber explizit unterstützt werden. Das ist wiederum bei „Mobiles Bezahlen" nicht nötig, dafür ist aber der Online-Einsatz nicht vorgesehen.

Dass der DSGV respektive die deutschen Sparkassen an Google Pay kein Interesse haben und stattdessen auf einen eigenen Dienst setzen, sorgt noch immer für Kritik. Allerdings könnte sich dahinter schlicht ein technisches Problem verbergen. Denn mit Google Pay könnten die Sparkassen lediglich die Kunden erreichen, die über ein Android-Smartphone verfügen. Zudem unterstützt Google Pay die in Deutschland überwiegend zum Bezahlen per Karte genutzte Girocard (ehemals EC-Karte) nicht, da diese nicht kompatibel zum Sicherheitssystem des Dienstes - Stichwort Tokenization - ist. Auf der anderen Seite werden iPhone-Nutzer „Mobiles Bezahlen" nicht verwenden können, das Apple die NFC-Schnittstelle nicht für Zahlungsdienste Dritter freigibt.

Allerdings deutet sich an, dass die Sparkassen Apple Pay unterstützen werden, sobald der der Dienst hierzulande an den Start geht. Gerüchte über einen Start gab er in der Vergangenheit immer wieder, bewahrheitet haben sie sich aber nie. Auch in iOS hinterlegte deutschsprachige Menüs für den Dienst änderten daran nichts. Tatsächlich könnte der Start aber noch im Sommer erfolgen. So wurde über den offizielle Sparkassen-Twitter-Account zunächst verbreitet, dass man grundsätzlich an Apple Pay interessiert sei. Nur sechs Stunden später ruderte man dann jedoch zurück - man sei nicht auf dem aktuellen Stand der Planungen gewesen. Dass dahinter aber lediglich eine Intervention von Apple stecken könnte, zeigt ein Beitrag im Telefon-Treff-Forum.

Dort heißt es, dass eine oder mehrere Sparkassen derzeit einen Praxistest mit einigen wenigen Nutzern durchführen. Zwar wird die Behauptung nicht mit Bildern oder auf anderem Wege belegt, sie deckt sich aber mit Aussagen anderer Banken. Unter anderem hatte die DKB bereits vor einiger Zeit mitgeteilt, dass man Apple Pay sehr genau beobachte. Der wcihtigste Grund für den vergleichsweise späten Start von Apple Pay soll die Zahl der teilnehmenden Banken und Händler sein. Anders als bei Google Pay sollen beiden Gruppen umfangreicher ausfallen.

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