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Übernahme abgelehnt: Qualcomm verweigert Milliarden-Deal mit Broadcom

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qualcommBroadcom hatte ein massives Übernahmangebot an Qualcomm unterbreitet: Insgesamt 130 Milliarden US-Dollar sollte die Transaktion wert sein. Wir hatten bereits berichtet, dass Broadcom im Rahmen des potentiellen Deals 70 US-Dollar pro Aktie zahlen wollte. Doch dazu wird es nun nicht kommen, denn Qualcomm hat das Angebot bereits abgelehnt. Als Begründung teilt Qualcomm mit, dass das Unternehmen „dramatisch“ im Wert unterschätzt werde.

Nach der Mitteilung dieser Entscheidung stiegen die Aktien Qualcomms um 1 % bzw. auf 65,25 US-Dollar, während jene von Broadcom um 0,7 % fielen – auf 263 US-Dollar. Qualcomms Presiding Director, Thomas W. Horton, hat zu Protokoll gegeben: „Nach ausgiebiger Prüfung, die wir in Abstimmung mit unseren finanziellen und rechtlichen Beratern durchgeführt haben, sind wir zu dem Ergebnis gelangt, dass das Angebot von Broadcom den Wert von Qualcomm dramatisch unterschätzt. Zudem gäbe es eine immense Unsicherheit darüber, ob die Behörden einer derartigen Übernahme zustimmen würden.

Broadcom hat bisher nicht auf die Ablehnung Qualcomms und die Aussagen Hortons reagiert. Qualcomm liefert Prozessoren und Modems für mobile Endgeräte an Partner wie Apple, Samsung und LG. Aktuell ist der Hersteller jedoch auch in signifikante Rechtsstreitigkeiten mit beispielsweise Apple verwickelt. CEO Steve Mollenkopf hat dennoch erklärt: „Keine andere Firma steht besser als Qualcomm in den Bereichen Mobile, IoT, Automotive, Edge Computing und Networking im Bereich der Halbleiterindustrie da.“ Qualcomm sei deswegen selbstsicher auch in Zukunft Mehrwerte für seine Aktionäre generieren. Das wird, wie nun feststeht, allerdings nicht unter dem Dach von Broadcom geschehen.

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Kommentare (5)

#1
Registriert seit: 30.04.2008
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Beiträge: 886
"Qualcomm verweigert Milliarden-Deal mit Broadcom"

Qualcomm hat verweigert?
Diese Entscheidung trifft der Besitzer und nicht ein Angestellter...
#2
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Beiträge: 209
Zitat smalM;25949688
"Qualcomm verweigert Milliarden-Deal mit Broadcom"

Qualcomm hat verweigert?
Diese Entscheidung trifft der Besitzer und nicht ein Angestellter...


Qualcomm ist ein eigenständiges unternehmen mit eigenständigem aufsichtsrat. Und dieser hat nunmal das angebot abgelehnt. Das ist doch kein hochlatein.
#3
Registriert seit: 30.04.2008
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Oberbootsmann
Beiträge: 886
Das Übernahmeangebot richtet sich an die Aktionäre.
Vorstand und Board können da nur Kommentare abgeben, haben aber nichts zu entscheiden.
Und in US-Firmen ist das Board kein Aufsichtsrat.
#4
Registriert seit: 11.08.2017

Hauptgefreiter
Beiträge: 209
Zitat smalM;25950487
Das Übernahmeangebot richtet sich an die Aktionäre.
Vorstand und Board können da nur Kommentare abgeben, haben aber nichts zu entscheiden.
Und in US-Firmen ist das Board kein Aufsichtsrat.

Dann eben vorstand. Verzeih bitte.

Jedoch ust es in den usa üblich dass der vorstand teilweise in aktien bezahlt wird. Und wenn der vorstand eben einstimmig bestimmt mit seinen 40% dagegen zu stimmen dann müsste so ziemlich alle anderen aktionäre dagegen stimmen um sie zu überbieten. Die zahl 40 war rein zifällig gewählt, der vorstand kann auch 51% haben oder 60%. Denn im vorstand zu sitzen macht keinen sinn wenn man keine aktien hat die stimmberechtigt sind un entscheidungen durchzudrücken.

Deshalb kann sich der vorstand auf gesellschafterverträge berufen und sogar einstimmig den vorsitzenden ( oder mit genug%) rauskicken.

Wir können uns sicher sein dass die leute ganz oben gut dafür sorgen dass sie die zügel in den händen halten.
#5
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Das kommt schon aufs Unternehmen an.
Bei Bosch z.B. besitzt der Vorstand keinerlei Firmenanteile.
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