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Amazon und Rossmann starten wohl eine umfangreiche Kooperation

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Amazon und Rossmann planen aktuellen Berichten zufolge eine sehr umfangreiche Kooperation: Bislang hat Rossmann vorwiegend auf sein Filialnetz gesetzt und dem Versandhandel nur geringe Bedeutung beigemessen. Das soll sich offenbar ändern, aber nicht über den eigenen Online-Shop, sondern durch die Zusammenarbeit mit Amazon. Demnach werde Rossmann ein zentraler Partner für den Schnell-Lieferservice Prime Now. Angestoßen wurden die Berichte durch die Wochenzeitung für Führungskräfte in der Lebensmittelbranche und im Handel. Beginnen soll die Kooperation in Berlin. Zunächst soll nicht das ganze Sortiment auf diese Weise bereitstehen, sondern nur ca. ein Viertel des Angebots von Rossmann, das etwa 17.000 Artikel umfasst. Sollten die Kunden das Projekt gut annehmen, werde man anschließend nach München expandieren.

Es heißt, dass Amazon und Rossmann diese Kooperation im Stillen über Monate hinweg vorbereitet haben sollen. Beide Unternehmen äußerten sich aber nicht zu den Meldungen – starteten aber auch kein Dementi. Amazon hatte vor einigen Jahren schon einmal eine ähnliche Zusammenarbeit mit dem Rossmann-Konkurrenten dm angetestet. Das Projekt erwies sich aber als Misserfolg und wurde dann eingestampft. Damals sei man aber anders herangegangen. Nun soll beispielsweise Rossmann die Preise festlegen und auch das Sortiment alleine bestimmen. Amazon stellt in erster Linie die Online-Plattform und die Logistik bereit.

Rossmann hat mit seinem Online-Shop im Vergleich zum Filialnetz aktuell eher moderaten Erfolg: Im vergangenen Jahr setzte Rossmann mit dem Online-Handel ca. 28 Mio. Euro um. Das sind gemessen am Gesamtumsatz von etwa 8,4 Mrd. Euro nur geringe Anteile. Vielleicht könnte die vermeintlich anstehende Kooperation mit Amazon hier eine Wende bringen.