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Netflix experimentiert mit höheren Abo-Preisen

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netflixNetflix hat in den vergangenen Tagen anscheinend verschiedene Preise getestet. Je nachdem über welche Art ein Benutzer die Übersicht der Abo-Preise aufgerufen hat, wurden andere Preise angezeigt. Beispielsweise wurde auf einem iPad über Chrome für das Basis-Abo 9,99 Euro angezeigt und über Safari der übliche Preis von 7,99 Euro. Auch beim höherwertigen Standard- sowie Premium-Abo wurde je nach Browser und Gerät eine Differenz von 2 Euro angezeigt.

Netflix hat gegenüber dem Blogger Caschy bekanntgegeben, dass die verschiedenen Preisanzeigen ein Test seien und dieser bis zum 3. Juli angedauert habe. Kunden, die ein Abo zu den höheren Preisen abgeschlossen haben, müssen trotz der vermeintlich gestiegenen Kosten nur der übliche Betrag bezahlen. Netflix wollte mit diesem Schritt laut eigenen Angaben lediglich die Reaktion seiner Kunden testen.

Unbekannt bleibt dabei das Ergebnis des Tests. Eventuell wird Netflix in den kommenden Monaten die Preise erhöhen und wollte nun schon einmal vorfühlen, ob Kunden das Abo trotzdem noch abschließen oder doch abgeschreckt werden. In Australien hat Netflix das identische Experiment unternommen und dort sind inzwischen auch die höheren Preise umgesetzt worden. Es bleibt also ungewiss, ob das Abonnement von Netflix sich auch in Deutschland verteuern wird.

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Kommentare (23)

#14
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Registriert seit: 13.07.2014

Leutnant zur See
Beiträge: 1089
Zitat Romsky;25654843

Tolle Logik... sorry. Aber ich will dein Gesicht mal sehen wenn vor dir ein Kunde für ein neues Auto ein Angebot über 60000€ bekommt und dann wenn du das Selbe Auto haben möchtest der Händler von dir aber 70000€ haben möchte.


Auch das ist gängige Geschäftspraktik. Ein Händler in München wird das selbe Auto sicherlich einen anderen Preis als der Händler in Bochum verlangen. Unter Garantie. Und gerade beim Autokauf kommt es auch auf das Verhandlungsgeschick und den Verhandlungswillen des einzelnen Kunden an.

Dein Beispiel ist dabei gar nicht mal so unrealistisch. Und das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern ist schlicht und ergreifend wie unsere Marktwirtschaft funktioniert. Wieso sollte der Händler den Wagen für 60k€ abgeben, wenn er auch 70k€ rausholen könnte?
#15
Registriert seit: 18.05.2007

Admiral
Beiträge: 8772
Ich rede vom gleichen Händler!
#16
Registriert seit: 13.03.2015

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1529
Hmmm, 'nen BWLer hat Netflix anscheined vor diesem "Test" nicht konsultiert :D
#17
Registriert seit: 27.12.2006
NRW
Leutnant zur See
Beiträge: 1081
Ich finde diese Paxis verabscheuungswürdig. Das widerspricht der Markttransparenz. Individuelle Preise gerne, aber dann bitte beeinflussbar durch andere Faktoren als die IP oder die Browserdaten.
Netflix ist die 10€ im Monat wert, aber wenn sie es übertreiben werden viele abspringen. Hauptsächlich sind es die guten Eigenproduktionen, alles andere hätte auch Amazon im Angebot.
#18
Registriert seit: 18.08.2015

Bootsmann
Beiträge: 760
Zitat DragonTear;25654595
Individualpreisen gehört die zukunft - macht auch wirtschaftlich Sinn denn es verdient nunmal nicht jeder das Selbe.
Hier ging es allerdings wirklich wohl mehr drum, die Kosten für eine Studie zu vermeiden...



Wenn es sich den an deinem Verdienst bemessen würde... Hier wird doch einfach angenommen, dass Kunden mit Produkt X mehr Geld haben und dann auch gefälligst mehr zahlen soll. Ob er mehr verdient ist eine pure Annahme. Intransparent ist es deshalb, weil ich zwar sehe, was ich zahle und bekomme, nicht aber darüber informiert werde, dass ich das selbe Produkt zu einem anderen Preis bekomme nur weil ich dann ein Gerät eines anderen Herstellers benutze.

Ich frage mich eh, was das in Zeiten von Internet soll. Glauben die allen ernstes, dass die Leute mit Apple Geräten bereit sind wissentlich mehr zu bezahlen, nur weil sie Apple Geräte favorisieren? Oder glauben die, dass es die Kunden nicht merken? Ich glaube auch nicht das Apple z.B. das langfristig gut heißt. Ihre Kunden werden benachteiligt und das schadet letztlich auch dem Ruf der Firma Apple ohne das diese was dazu kann oder Entscheidungsgewalt darüber hat.

Zu den tollen Autohändlerbeispiel: Der Logik folgend ist es für die Befürworter hier also auch okay, wenn du im Supermarkt das Brot und die Butter für X€ mehr kaufen musst und dir auch nur der Preis angezeigt wird nur weil du in nem Mercedes oder BMW vorfährst statt in nem VW Lupo oder Opel Corsa...
#19
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5275
Solange es Konkurrenz gibt, finde ich das nicht problematisch. Man wollte eben sehen, wie viel die Leute maximal zahlen. Dann muss man auch damit leben, dass manche einem Wucher vorwerfen werden oder abspringen.

Die Meinung von DragonTear teile ich nicht wirklich. Wenn jeder Mensch unterschiedliche Preise bekommt, und dann eventuell ein reicher nirgendwo seine Cola mehr für unter 20€ bekommt, ist das natürlich heftigste Diskriminierung. Und unsere Gesellschaft baut ja auf Leistung auf - warum sollte man dann nicht einfach nach 20 Stunden mit der Arbeit aufhören und immer Niedrigstpreise zahlen, wenn es sowieso alles nur immer teurer würde, wenn man mehr hätte?

Bei Kindern, Schülern und Studenten/Azubis etc. kann ich auf jeden Fall verstehen, wenn die günstigere Konditionen bekommen. Schließlich ist man auf die angewiesen, ohne, dass sie einem in ihrer aktuellen Situation viel Gegenleistung bringen können.

Bei allen anderen findet aber das Leistungsprinzip Anwendung und das bedeutet, wer mehr hat, kann sich auch mehr kaufen - wer sich mehr kaufen will, muss auch nach mehr Einkommen streben.
#20
Registriert seit: 13.03.2015

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1529
Zitat oooverclocker;25655112
Solange es Konkurrenz gibt, finde ich das nicht problematisch. Man wollte eben sehen, wie viel die Leute maximal zahlen. Dann muss man auch damit leben, dass manche einem Wucher vorwerfen werden oder abspringen.

Die Meinung von DragonTear teile ich nicht wirklich. Wenn jeder Mensch unterschiedliche Preise bekommt, und dann eventuell ein reicher nirgendwo seine Cola mehr für unter 20€ bekommt, ist das natürlich heftigste Diskriminierung. Und unsere Gesellschaft baut ja auf Leistung auf - warum sollte man dann nicht einfach nach 20 Stunden mit der Arbeit aufhören und immer Niedrigstpreise zahlen, wenn es sowieso alles nur immer teurer würde, wenn man mehr hätte?

Bei Kindern, Schülern und Studenten/Azubis etc. kann ich auf jeden Fall verstehen, wenn die günstigere Konditionen bekommen. Schließlich ist man auf die angewiesen, ohne, dass sie einem in ihrer aktuellen Situation viel Gegenleistung bringen können.

Bei allen anderen findet aber das Leistungsprinzip Anwendung und das bedeutet, wer mehr hat, kann sich auch mehr kaufen - wer sich mehr kaufen will, muss auch nach mehr Einkommen streben.



Das Problem hier ist, dass es "die Leute" nicht gibt. Was es einem Wert ist, ist für jeden Unterschiedlich. Insofern verstehe ich den Versuch, über individuelle Preise das Maximum herauszuholen. Oder es zu wollen. Das Problem hierbei ist nämlich, dass ich nicht 9,99 für das selbe zahle wie mein Nachbar für 7,99. Jedenfalls nicht wenn ich es herausfinde.

Deshalb ist die Preisfindung auch die hohe Kunst für jeden, der nicht speziell für einen Kunden etwas produziert, sondern auf einen Massenmarkt abzielt. Denn unterm Strich will man den höchstmöglichen Gewinn. Der stellt sich aber eben nicht zwangsläufig mit dem höchstmöglichen Preis ein.

Ein Beispiel: Netflix bietet ein Abo für 5 Euro und könnte damit 10000 Kunden Gewinnen. Damit hätten sie einen Gewinn von 50000.
Erhöhen sie den Preis auf 10 Euro springen 2000 ab und 8000 bleiben. Der Gewinn wäre dann 80000. Erhöhen sie den Preis noch weiter auf 15 Euro würden vielleicht weitere 3000 abspringen und noch 5000 bleiben. Damit wäre der Gewinn dann nur noch 75000.

Das heisst: mit 5 Euro hätten sie die meisten Kunden, aber nicht den höchsten Gewinn. Mit 15 Euro wäre der Preis am teuersten und sie hätten mehr als für 5 Euro, aber noch nicht den optimalen Gewinn. Der würde sich bei 10 Euro einstellen, weil sie dort noch relativ viele Kunden hätten und so einen Mehrgewinn realisieren könnten.

Gut möglich, dass der Test genau dazu diente, diese elastische Preisgrenze zu testen. Bei jeder Preiserhöhung werden Kunden abwandern. Ziel war es vermutlich, herauszufinden, wo man sich an dieser elastischen Preisgrenze befindet. Um beim Beispiel zu bleiben: Liegt man noch unterhalb der 10 Euro, hat also Luft nach oben, oder ist man schon in dem Bereich, wo Kunden schneller abwandern, als sich der Gewinn durch höhere Preise vermehrt.
#21
Registriert seit: 18.08.2015

Bootsmann
Beiträge: 760
Dann hätte man das ganze vom Browser und damit Endgerätemarke entkoppeln können. Hier steht ganz klar der Glaube dahinter, dass Menschen mit bestimmten Produkten mehr zahlen können und man im Idealfall genau das erreichen will, ohne das die Personen es merken. Sprich, man will die Kundschaft in Preissegmente splitten und jedem Segment den "passenden" Preis bieten. Das scheitert bisher nur daran, dass das äußerst leicht durchschaut werden kann. Kurz gesagt, man will alle 10.000 Kunden und trotzdem jeweils besten Gewinn, 2000 Kunden mit 5€, 3000 mit 10€ und 5000 mit 15€.
#22
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Registriert seit: 20.03.2012

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 432
Neuste abzock Methode.

Jeder der die Methode verteidigt, schneidet sich wohl ins eigene Fleisch.

Ich denke, es wird später so werden, Ich möchte ein VR Brille und darum soll ich 1500€ zahlen, ein kunde der kein bedarf hat, bekommt sie für 500€

Marktforschung sei dank ?
#23
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Registriert seit: 06.03.2014
Münchner Süden
Hauptgefreiter
Beiträge: 238
Zitat junkb00ster;25655056
Ich finde diese Paxis verabscheuungswürdig. Das widerspricht der Markttransparenz. Individuelle Preise gerne, aber dann bitte beeinflussbar durch andere Faktoren als die IP oder die Browserdaten.
Netflix ist die 10€ im Monat wert, aber wenn sie es übertreiben werden viele abspringen. Hauptsächlich sind es die guten Eigenproduktionen, alles andere hätte auch Amazon im Angebot.


Naja, und genau dafür testet Neflix ja an. Wo ist die Schmerzgrenze? Es wird sicherlich genügend Lemminge geben, die den Mehrpreis dann zahlen werden. Haben wir in anderen Bereichen ja nun schon zu Genüge erlebt.
Hauptsache, kommt ordentlich watt Fleisch auf'n Tisch für 99 Cent datt Pfund...
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