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Netflix: südkoreanische Kinos wollen "Okja" nicht zeigen

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Südkoreanische Kinobetreiber werden den neuen Netflix-Film "Okja" boykottieren. Der Film des koreanischen Starregisseurs Bong Joon-Ho, bekannt für The Host und Memories of Murder, wurde für Netflix gedreht und feierte dieses Jahr Premiere im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes.

Die drei großen Multiplexketten CGV, Lotte Cinema and Megabox, verantwortlich für 93 % des Kinomarkts, werden den Film im koreanischen Heimatmarkt nicht zeigen. Der große Streitpunkt mit Netflix ist der Sendetermin von "Okja". Netflix gab im Mai bekannt, dass der Film am 29. Juni in die Kinos kommen soll – und gleichzeitig auf Netflix verfügbar sein wird.

Wie ein Sprecher von CGV mitteilte, sei die gleichzeitige Kino- und Netflixpremiere nicht mit der Vertriebsstruktur der globalen Filmindustrie vereinbar. Dies würde nicht nur das Ökosystem der Industrie zerstören, sondern sei auch unfair gegenüber dem Filmgeschäft und können zu schweren Verwirrungen führen, berichtet die koreanische Nachrichtenseite The Investor.

Netflix wird zudem vorgeworfen, mit der 50 Millionen US-Dollar teuren Produktion lediglich seine Kundenbasis in Südkorea ausbauen zu wollen.

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Kommentare (21)

#12
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Zitat Shevchen;25598523
Zu erst einmal bestimmt die Masse in der Demokratie über den Ausgang von Regulierungen, nicht die Logik. Die Volksvertreter als Puffer gegen den absoluten Blödsinn verfälschen hier schon den Kern der Demokratie. Im Kapitalismus einer freien Marktwirtschaft (komplett unreguliert) hättest du dann aber auf einmal wirtschaftliche Anarchie, welches sich mit dem Sozialstaat beißt den wir laut GG haben. Es ist also gar nicht möglich in einer regulierten Gesellschaft ein unreguliertes Wirtschaftsystem zu haben.

Richtig, und genau darum haben wir einen Mittelweg von allem. Und zwar einer der im Vergleich zu anderen Ländern unserer Größe, absolut vorbildlich funktioniert.
Darum ist Pispers dauernde Kritik einfach mal Käse.

Zitat Shevchen;25598523
Das sowas auf Dauer nicht gut gehen kann sehen wir ja jetzt.

Was genau sehen wir?
Dass wir die Wirtschaftskrise binnen weniger als 5 Jahren überwunden haben?
#13
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Leutnant zur See
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Pispers Kritik ist imho schon ganz gut, denn er stellt die dicksten Dinger die ein gesunder Mensch als geistige Umnächtigung beschreiben würde ins Rampenlicht. Das ist wünschenswert - vor allem in einer Gesellschaft die sich als "aufgeklärt" beschreiben will. Er provoziert und übertreibt an ein paar Stellen - aber auch das ist okay, denn es ist Kabarett und keine Uni-Vorlesung (und selbst dort schwirrt gerne mal ne Menge Bullshit durch die Hörsääle)

Und was wir sehen, ist halt was er beschreibt: Wir haben eine große Menge Geld welches am Fiskus vorbei geschmuggelt wird und dann zeigen wir mit dem Finger auf die Arbeitslosen, als wenn die für die Bankenkrise verantwortlich wären.

Wir haben ein Gesellschaftsystem, welches in allen Faktoren Effekte auf alle anderen Faktoren erzeugt. Von Bildung über das Gesundheitssystem, Infrastruktur, allgemeine soziale Absicherung usw. Unternehmen befinden sich *innerhalb* von diesem System, denn sie nutzen alle Faktoren aus - entsprechend sollten sie auch dafür Verantwortung zeigen und ihre Steuern zahlen. Die kleinen und mittleren machen das, die großen nicht. DAS ist asozial.

Zur Bankenkrise: Die ganzen Rettungsgelder, die wir den Banken gegeben haben, hätte ich als "Kredit" ausgegeben. Die ganzen Billionen Euros hätte ich dann direkt von den Staatsschulden abgezogen. Kannst du mir logisch erklären, waru wir das NICHT gemacht haben?
#14
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Zitat Shevchen;25598639
Zur Bankenkrise: Die ganzen Rettungsgelder, die wir den Banken gegeben haben, hätte ich als "Kredit" ausgegeben. Die ganzen Billionen Euros hätte ich dann direkt von den Staatsschulden abgezogen. Kannst du mir logisch erklären, waru wir das NICHT gemacht haben?

Weil es nicht die selben Banken waren? Hab jetzt nur auf Wiki geschaut, aber nur 40% der Schulden sind überhaupt gegenüber inländischen Banken.
Und weil Staatsschulden, ganz besonders für Deutschland, nur irgendeine lose Zahl ist, die kaum echte Relevanz hat?
#15
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Leutnant zur See
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Völlig egal obs andere Banken waren. Schuldschein und fertig. Die Zinsen, die wir jährlich zahlen könnten wir für andere Sachen einsetzen, wie zum Beispiel der Instandsetzung unserer Schulen.
#16
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Leutnant zur See
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Zitat oooverclocker;25598052
Seit es >50" große HD-Bildschirme gibt, und 7.1 Surround-Sound aber in sehr vielen Haushalten deutlich besser als im Kino.

Die Zeiten ändern sich halt und so sehe ich für Kinos schon lange keinen Existenzgrund mehr.


Genau das ist doch das Problem, teilweise haben hier Kinos in Großstädten mittelmäßige 5.1 Anlagen, warum soll ich Geld dafür bezahlen was ich auf dem Sofa besser haben kann?
#17
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Zitat klatschi;25598471
Unser lokales Kino spielt vor jedem Film 45 Minuten Werbung ein ... Also Film soll um 8 Uhr starten, startet aber erst um 8:45.


wow ... sowas habe ich auch noch nicht gehört. Da würde ich mich auch beschweren bzw. nicht mehr hingehen, 5 bis 10 Minuten sind normal - aber dann ist auch gut.

Ich gehe gerne ins Kino, aber es muss schon was besonderes sein - momentan ist das für mich Dolby Atmos und ein Kino mit großen gemütlichen Sitzen.

#18
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Zitat Shevchen;25598523
Zur Zeit haben wir noch ein recht erträgliches System (aus humanistischer Sichtweise), weil die Lobbies sich alle selbst bekämpfen und so (wohl unbeabsichtigt) ein quasi-stabiles System erzeugen. Das Problem an so einem System ist, dass es leicht kippen kann, weil keine "Sicherungen" existieren - siehe Bankenkrise.


Die Bankenkrise wurde ausgelöst durch die Krise im US-Immobilienmarkt und die wurde ausgelöst, weil die Regierung aus humanistischer Erwägung heraus auch Leuten ein eigenes Haus ermöglichen wollte, die von vorn herein nicht in der Lage waren das jemals zu finanzieren und damit die größte Immobilienblase aller Zeiten ankurbelte.

Zitat Shevchen;25598639
Zur Bankenkrise: Die ganzen Rettungsgelder, die wir den Banken gegeben haben, hätte ich als "Kredit" ausgegeben.


Meistens waren es Kredite und da, wo es keine waren, hat der Staat dafür Anteile an den Banken erworben (und später mit Gewinn verkauft). Da wo wirklich viel Geld verlorengegangen ist, war bei der Rettung/Sanierung/Abwicklung von Landesbanken!

Ansonsten
Bankenkrise: Ein Problem ist das billige Geld, mit dem die EU-Zentralbank seit längerem marode Länder stützt, was auf Kosten der normalen Geschäftstätigkeit der Banken geht, die sich neue, risikoreichere Geschäftsfelder suchen mußten. Hinterher dann mit dem Finger auf die Banken zu zeigen ist dann billig.
Griechenlandkrise: Erst wurden die Banken von den Regierungen aufgefordert, Griechenland fleißig Kredite zu geben. Dann kam es zum Schuldenschnitt und die Banken verloren 100 Mrd. €. Dann waren sie die Bösen, weil sie Griechenland keinen Cent mehr gaben. Ach nee!
Die Liste läßt sich beliebig erweitern.
Ja, die Banken haben in den letzten Jahren viel Mist gebaut, aber einiges davon war nicht auf ihrem eigenen Mist gewachsen... Also immer schön vorsichtig mit den Verurteilungen.
#19
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Ich würde es nicht als humanistisch Betrachten Leute einen Kredit aufzuschwatzen in dem vollen Wissen, dass sie diesen niemals zurückzahlen können. Aber gut - ist Ansichtssache.

In den USA gibt es halt kein ordentliches Sozialsystem und wenn das Geld weg ist, bist du halt obdachlos - egal ob du was dafür kannst oder nicht.

Generell haben sich die "Investoren" bei den ganzen Krisen halt ordentlich verzockt. Imho Spielgeld, das verloren gegangen ist. Wenn eine Firma/Bank davon pleite geht, dann ist das halt recht idiotisch sein Grundkapital in windige Immobilienfonds zu stecken, weil sie 30% Rendite versprechen.

Dann wäre das Ersparte halt weg. So ist das halt beim zocken. Pech.

Griechenland auf der anderen Seite hat sich selbst in den Morast geritten und die Hilfe war zwar oberflächlich humanitär, nur wenn das Geld in die Rettung von Investoren fließt, während die Infrastruktur und grundlegende Versorgung links und rechts abstirbt, dann ist das Geld in die falschen Pötte geflossen.

Warum? Ist es so schwer als Geldgeber sicherzustellen, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird? Es wurden Investoren "gerettet". Das ist Risikokapital! Das ist die letzte Stelle wo ich retten würde!
#20
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Man hätte dann endlich eine Statistik die aufzeigt, wie viel weniger Leute ins Kino gehen wenn der Film auch gleichzeitig zum Streamen (oder auf Disk kaufen) verfügbar wäre.... die wollen Kinobetreiber natürlich nicht sehen.


Wie dem auch sei, ich finde diesen Film anhand der Vorschau extrem albern, klischeehaft und daneben.
Vom grottigen CGI ganz zu schweigen.
#21
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Zitat Shevchen;25599779
Ich würde es nicht als humanistisch Betrachten Leute einen Kredit aufzuschwatzen in dem vollen Wissen, dass sie diesen niemals zurückzahlen können. Aber gut - ist Ansichtssache.
Das war ja natürlich nicht die Idee >_>
Absicht würde ich jetzt nicht wirklich unterstellen. Das war etwas das schnell unkontrolierbar wurde, denn als sich Zahlungsunfähigkeiten abzeichneten, waren die Verträge ja schon längst geschlossen und Häuser bezogen/gebaut.
Die Wurzel waren natürlich wie üblich falsche, politische Versprechungen...

Zitat Shevchen;25599779
Warum? Ist es so schwer als Geldgeber sicherzustellen, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird? Es wurden Investoren "gerettet". Das ist Risikokapital! Das ist die letzte Stelle wo ich retten würde!
Moment, das ist nicht so einfach. Griechenland bekommt von der EU durchaus humanitäre Hilfe, etc - zusätzlich.
Das ist aber eine völlig andere Baustelle als die Kredite.
Gläubiger wurden beschwichtigt weil man dafür sorgen will dass der Staat zahlungsfähig bleibt.
Wer bezahlt denn sonst Schulen, Beamte, Renten usw.? Und das Sozialsystem?
Dies alles basiert auf den Gläubigern welche dem Land auch weiterhin Geld leihen. Ohne die, ist Griechenland pleite und dann erst Recht am Ende.
Es weiss zwar noch immer niemand was im Falle einer Staatspleite passiert (als fast sicher gilt dass man eine Ersatzwährung einführen würde (um überhaupt irgendwas im Land bezahlen zu können) und diese schnell in eine Hyperinflation übergeht - da im Ausland fast wertlos - was für ein Tourismusabhängiges Land doppelt tödlich ist). Dass es den Bürgern plötzlich besser ginge, ist doch sehr unwahrscheinlich.

Bin mir zwar auch nicht ganz sicher ob man diese Probleme endgültig in den Griff kriegen wird, aber wirklich was verloren geht durch diese ganze Sache nicht. Die meisten Gläubiger sind schließlich auch Europäer oder aus Ländern mit denen wir viel Handel betreiben.

Das ganze Finanzsystem ist jedenfalls viel, viel verstrickter und komplexer als das man es so einfach im Selbststudium lernen könnte, geschweige denn nebenbei. Darum wäre ich vorsichtiger mit den Stammtisch-Aussagen.
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